Bild

Bild

Roadtrip – Autofahren in Australien

Auto fahren in Australien ist gefährlich. Rücksichtslose Fahrer die kreuz und quer die Spuren wechseln – und das auch auf der Autobahn – ist in der Stadt so ziemlich normal. Dass die öffentlichen Verkehrsmittel in diesem Land nicht sonderlich gut ausgebaut sind, weiß man auch. Australien ist nämlich, genau wie Amerika, ein Land der Autofahrer. Würde man sich da aber nicht erwarten, dass die Infrastruktur zumindest etwas besser funktioniert? Würde man wohl, man wird aber leider enttäuscht: Viel zu hohe Verkehrsbelastung und viel zu wenig Straßen die dazu noch in schlechtem Zustand sind. Das findet man jedenfalls in New South Wales.

Auch einen Roadtrip zu machen, kann mitunter zum Erlebnis werden. Auf der 2-spurigen Autobahn, auf der man maximal 110 km/h fahren darf, sind oft mehr Autos unterwegs, als man meinen würde. Die Strecke von Sydney nach Port Macquarie fährt sich noch relativ gut. Dann ist es jedoch schlagartig Schluss mit dem Luxus. Weiter geht es nämlich mit einer 1-spurigen Straße, die sich durch alle Dörfer schlängelt. »Pacific Highway« wird das hier genannt und bildet die Hauptverkehrsanbindung für jeden, der die 900 Kilometer Strecke von Sydney nach Brisbane zurück legen will.

Auch Leitplanken und Pannenstreifen wie man sie aus Österreich oder Deutschland kennt, sind hier nicht sehr verbreitet. Es gibt zwar größtenteils so etwas wie einen Pannenstreifen, der ist jedoch sehr schmal und wird von den Australiern gern für kurze Pausen auf der Autobahn verwendet. Oder er dient der Polizei für Radarkontrollen. Denn: Auch Raststätten und Tankstellen sind nur sehr dünn gesät! Verspürt man mal den dringenden Drang aufs Klo zu müssen, dann sollte man jede Möglichkeit nutzen. Denn »ich halte es noch bis zur nächsten Raststätte aus«, geht hier meistens in die Hose. Da machen die Aussies doch mal lieber am Rand der Autobahn eine kurze Pause oder ein Picknick. Ist ja auch gar nicht gefährlich. Verwundert sein und vor allem erschrecken darf man auch nicht, wenn einem plötzlich ein Radfahrer auf der Autobahn begegnet. Wo uns einer die Hände über dem Kopf zusammen schlägt, ist das ist hier nämlich ganz normal.

No worries!

FOTO: FRANCESCA PALAZZI (FLICKR)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen