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The best of the best

In Australien kriegt man nur das Feinste vom Feinsten und das Beste vom Besten. Das ist doch wohl klar! Jedenfalls wenn es nach den Aussies geht. Die glauben das nämlich gerne ... oder reden es sich zumindest ein. Manchmal bringen mich die Australier mit ihrer Selbstverliebtheit und ihrer Überheblichkeit echt zum Lachen. Sich selber auf die Schulter klopfen und mit geschwellter Brust – das macht man hier gerne. Bescheidenheit? Also bitte, mit dem kannst du wohl zu Hause bleiben!

So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Opera Bar in Sydney als »best beer garden in the world« bezeichnet. Das macht mich irgendwie stutzig. Klar, eine einmalige Aussicht ist es allemal – aber ein Biergarten? Der schaut doch wohl irgendwie anders aus. Da fehlen das erholsame Grün und die Bäume und die Bierkrüge. Läuft man aber ein paar hundert Meter weiter, dann kommt man glatt am »best café in the world« vorbei. Wie viele Restaurants es in Sydney mit dem Namen »Best Thai« gibt, habe ich bereits aufgehört zu zählen. Und in Bondi am Strand wird auf riesigen Plakaten mit den »most beautiful apartments in the world« geworben.

Bei so viel »best of the best« fällt es machmal echt schwer, die wirklich guten Dinge im Auge zu behalten. Wenn alles einfach nur großartig ist, wie filtert man dann jene Sachen heraus, die tatsächlich gar nicht so gut sind? Mein Tipp des Tages also: Nehmt nicht immer gleich alles für bare Münze, was euch die Aussies erzählen, sondern überzeugt euch lieber selbst.

No worries!

FOTO: LACHLAN HARDY (FLICKR)

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