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Ugg Boots

Jeder kennt die Fellstiefel aus Schafwolle – nicht unbedingt schön müssen sie sein, dafür aber warm und bequem. Ugg Boots haben eine lange Geschichte in Australien und stehen sinnbildlich genauso für das Land Down Under wie Vegemite, Kängurus und das Sydney Opera House. Alles begann in den 1920er Jahren, als Schaffarmer im Outback die Idee hatten, ihre Füße im Winter mit Resten von Schaffell warm und trocken zu halten. Dies stellte sich zwar als sehr effektiv heraus, die einfachen Unisex-Stiefel waren jedoch ziemlich hässlich. So wird vermutet, dass der Name Ugg Boots vom Wort ugly abgeleitet wurde. In den 1960er Jahren entdeckten australische Surfer die Vorteile von warmen Füßen und trugen die Fellstiefel in die Welt hinaus – in erster Linie nach England und Amerika. Erst in den späten 1990er Jahren entstand der Fashion Trend, den wir heute auf der ganzen Welt kennen.

Ugg Boots in der Mode sind in Australien jedoch nach wie vor ziemlich verpönt. Die Schaffellstiefel werden normalerweise im Haus getragen und sorgen dafür, dass die Füße im Winter schön warm bleiben. (Man beachte: Die meisten Häuser sind schlecht isoliert und haben keine Bodenheizung!) Manch einer trägt sie zur Arbeit im Garten oder nach dem Surfen. Meistens in Kombination mit einer Jogginghose. Mit Ugg Boots setzt man in Australien also nicht unbedingt ein Fashion Statement – im Gegenteil: Sie sind eher der Kategorie Schlabber-Look zuzuordnen. Jetzt könnte einigen ein Licht aufgehen, es darf einen nämlich nicht wundern, dass die Ugg Boots keinen Regen aushalten und als Winterstiefel absolut ungeeignet sind. Sie waren schließlich als Hausschuhe gedacht.

Woher kommen eigentlich die echten Ugg Boots?

Fragt man die Aussies, dann steht außer Frage, dass sie die wahren Erfinder der Ugg Boots sind. Der Nachbar Neuseeland behauptet ähnliches. Ugg Boots ist in Australien aber kein Markenname, sondern viel mehr die Bezeichnung einer speziellen Art Stiefel. So ist das Wort seit 1981 auch im australischen Macquarie Dictionary zu finden. Im vergangenen Jahrzehnt wurde durch geschicktes Marketing immer wieder behauptet, dass die Firma mit dem Namen »UGG Australia«, die ihren Sitz übrigens in den USA hat und ihre Schuhe in China produzieren lässt, die originalen Ugg Boots herstellt. Stiefel von anderen Herstellern werden als Fälschungen bezeichnet. Die besagte Firma, die 1978 von einem australischen Surfer in Kalifornien gegründet wurde, gehört heute dem amerikanischen Konzernriesen Deckers Outdoor Corporation. Dieser hat den Namen »UGG Australia« als internationale Marke eintragen lassen und kämpft seither gegen Schaffellstiefelhersteller in Australien. Wer authentische Ugg Boots haben möchte, die mit australischer Schafwolle vor Ort hergestellt wurden, der wird auf der Webseite der Australian Sheepskin Association fündig.

No worries!

FOTO: A ROSIE OUTLOOK (CC)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Sweet Tooth

Wer von euch nascht gerne? In Australien würde man passenderweise sagen: Wer von euch hat einen sweet tooth? Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mich an die süßen Leckereien in Australien gewöhnt habe, da diese doch um einiges mehr Zucker und Fett enthalten, als man das von unseren klassischen Kuchenrezepten her kennt. Wortlaut meines Australiers daheim: »In deinem (österreichischen) Kuchen fehlt der Zucker!« Ich habe also schon gelernt, wenn man bei den Aussies zum Essen eingeladen ist und einen Nachtisch mitbringen soll, dann muss man auf jeden Fall eine extra Portion Zucker rein packen. Sonst sind die Australier gar nicht glücklich und mitunter wird einem nahe gelegt, das nächste Mal doch lieber einen »echten« (gekauften) Kuchen mitzubringen.

Mittlerweile gibt es aber doch ein paar Dinge, dich ich sehr zu schätzen gelernt habe. Da wären zum Beispiel Lemon Meringue Tarts, süß-saure Meringuetörtchen, Sticky Date Pudding, ein Dattelkuchen mit Karamellsauce und der klassische Mud Cake, ein richtig saftiger Schokoladekuchen. Und was mögen die Australier sonst noch? Neben Karottenkuchen und Käsekuchen ist auch die Schwarzwälder Kirschtorte sehr beliebt. Pavlova sollte in dieser Liste ebenfalls nicht fehlen – der Meringuekuchen mit frischen Früchten wird von den Australiern schließlich gerne als Nationalgericht bezeichnet.

No worries!

FOTO: NINA FISCHER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Wer liest eigentlich Australien – No worries?

Vor ziemlich genau drei Jahren habe ich meinen ersten Post auf diesem Blog veröffentlicht. Seit ziemlich genau dreieinhalb Jahren lebe ich nun in Sydney. Seither hat sich viel getan. Zu Beginn habe ich den Blog nur als eine Art Tagebuch für mich selber und meine Familie geführt. Einerseits um den Daheimgebliebenen einen Einblick in meinen Alltag zu geben, andererseits auch als bewusste Auseinandersetzung mit meinem neuen Leben in Australien. Ich wollte keine Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sondern meine Gedanken und Erlebnisse nur mit einem ausgewählten Kreis an Freunden teilen. Langsam aber sicher hat sich aus Australien – No Worries jedoch mehr entwickelt und das nicht zuletzt weil sich immer wieder Menschen bei mir gemeldet haben, die mich ermutigt haben, weiter zu machen.

Heute kann ich auf über 200 Posts, viele Stunden Recherche, interessante Begegnungen mit Australiern und anderen Auswanderern, unvergessliche Momente in meinem Leben hier, Tage an denen ich von Heimweh geplagt wurde und etliche Emails und Kommentare von Lesern zurückblicken. Noch dazu war der vergangene Monat mit 7.000 Seitenaufrufen ein Rekordmonat für mich. Nicht schlecht für ein Tagebuch, dass ich an einem regnerischen Tag im April 2012 aus Langeweile und Heimweh gestartet habe. Wer also sind die Leser von Australien – No Worries, die diese Seite regelmäßig besuchen? Menschen die vom Fernweh geplagt sind, Auswanderer, Australien-Fans oder einfach nur Reiselustige? Meine größte Lesergruppe macht 55% aus und kommt aus Deutschland. Weiters folgen 15% aus Australien und 10% aus Österreich. Weitere 9% befinden sich in den USA, 4% in der Schweiz und 2% in Russland. Die letzten fünf Prozent verteilen sich auf die Ukraine, Frankreich, Großbritannien und Spanien.

Ich möchte an dieser Stelle also mal allen Menschen da draußen DANKE sagen, die diesem Blog folgen. Ich hoffe, ich habe euch damit einige nette Stunden an Lesestoff bereitet, konnte euch hin und wieder mit etwas behilflich sein und habe auch einigen anderen Auswanderern oder solchen, die es gerne noch werden wollen, Lust auf mehr gemacht.

No worries!

FOTO: DANIEL ROHRER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Zu lange in Australien

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie sehr ihr euch verändert habt, seit ihr in Australien lebt? Wie sehr ihr den Lebensstil, alltägliche Rituale und auch Dinge, die ihr vielleicht als seltsam erachtet, angenommen habt? Wie weiß man, wie australisch man bereits geworden ist?

Darüber nachzudenken war lustig. Ich muss zugeben, dass ich mich nach drei Jahren schon sehr an den australischen Lebensstil gewöhnt habe. Wenn also auch auf euch mindestens die Hälfte der 50 Punkte zutreffen, dann seid ihr wohl auf gutem Wege, waschechte Aussies zu werden!

  • Du verwendest den Ausdruck »no worries« mindestens einmal am Tag.
  • Du sprichst Australien als »Stralya« aus.
  • Du kennst den Unterschied zwischen den Ausdrücken »thongs« und »string« und kannst sie dementsprechend anwenden.
  • Du hast den Film Castle mindestens einmal gesehen.
  • Zu Ostern kaufst du keinen Schokohasen sondern einen »easter bilby«.
  • Du bist der Meinung, dass Rauchen total out ist.
  • Bei einem Haialarm verlässt du in aller Ruhe und ohne Eile das Wasser.
  • Du würdest dich eher mit einem Freund auf ein Bier, als auf einen Kaffee treffen.
  • Du putzt dich so richtig heraus, wenn du am Abend ausgehst.
  • Du hast kein Problem damit, jemandem ins Gesicht zu lügen und fühlst dich auch gar nicht schlecht dabei.
  • Du weißt, was ein »drop bear« ist und erzählst liebend gerne nichts ahnenden Touristen davon.
  • Du kennst den Unterschied zwischen einem Wallaby und einem Känguru. 
  • Du weißt, was eine »roobar« ist.
  • Du glaubst, dass Recycling Zeitverschwendung ist.
  • Du glaubst auch nicht unbedingt an Klimawandel.
  • Am Nationalfeiertag bist du besonders Stolz in Australien zu leben.
  • Manchmal feierst du Weihnachten zwei Mal im Jahr – einmal im Dezember und einmal im Juli.
  • Du trinkst immer gerne eine Tasse Tee, auch wenn draußen gerade 30° C herrschen.
  • Du weißt, dass sich der Ausdruck »chuck a u-ey« auf ein Fahrmanöver bezieht.
  • Du glaubst fest daran, dass Russel Crowe Australier ist.
  • Du glaubst auch, dass Australier die Pavlovatorte erfunden haben.
  • Du weißt, was ein »flat white« ist.
  • Du nennst McDonalds »Maccas«.
  • Kakerlaken erschrecken dich überhaupt nicht.
  • Du hast auch keine Angst vor giftigen Tieren und verzichtest bei Gartenarbeit gerne auf Handschuhe.
  • Du glaubst, dass es umweltschonender ist, den Motor im stehenden Auto laufen zu lassen, als ständig ein- und auszuschalten.
  • Du hast nichts dagegen, barfuss auf die öffentliche Toilette zu gehen.
  • Du schaust die Sitcom Neighbours und findest sie so richtig komisch.
  • Du begrüßt jeden mit »mate« und bist auch nicht überrascht, wenn dich ein Wildfremder mit »mate« anspricht.
  • Du fragst auch jeden Fremden: »How are you going?«
  • Du verwendest mit Vorliebe Abkürzungen wie »brekkie«, »arvo«, »barbie« ...
  • Du isst Vegemite zum Frühstück und findest es irgendwie gut.
  • Du liebst ein saftiges Steak, Kängurufleisch hingegen sollen die Touristen essen.
  • Du weißt, dass man knappe Badehöschen »budgie smugglers« nennt und diese nur von Lifeguards getragen werden. Oder deutschen Touristen. Oder dem australischen Premierminister Tony Abbott.
  • Du findest es überhaupt nicht seltsam, dass einer der größten australischen Helden, Ned Kelly, eigentlich ein Krimineller war.
  • Du besitzt ein Paar Ugg Boots.
  • Du kannst dir auch vorstellen, in Ugg Boots und Jogginghose einkaufen zu gehen.
  • Du glaubst nicht, dass es Sommer ist, bis das Lenkrad so heiß ist, dass man es kaum mehr anfassen kann.
  • Du siehst Neuseeländer als den naiven Cousin vom Lande an.
  • Du bist der Meinung, dass alle Amerikaner laut und ignorant sind. 
  • Du bist der Meinung, dass Australien so gar keine Gemeinsamkeiten mit Amerika hat.
  • Du nennst einen Engländer gerne »pom«.
  • Je kürzer der Spitzname desto sympathischer ist dir jemand.
  • Du sagst »reckon« anstatt »think« und »whinge« anstatt »whine«.
  • Du kennst die Unterschiede zwischen AFL, Rugby League, Rugby Union usw.
  • Du wettest gerne, vor allem auf Pferde.
  • Du bist der Meinung, ein Strand ohne Wellen ist kein richtiger Strand.
  • Am Strand versteckst du den Autoschlüssel in deinen Schuhen. Kein Dieb hat dieses Versteck jemals entdeckt.
  • Du glaubst, dass auf einem Hamburger rote Beete nicht fehlen darf.
  • Du bist der Meinung, dass jedes Essen mit BBQ Sauce verfeinert werden kann.
  • Du kannst dir kein Event – sei es die Eröffnung eines Parlaments oder eines Bauhauses – ohne Würstelstand oder BBQ vorstellen.
Und was fällt euch noch dazu ein? Hab ich etwas Wichtiges vergessen?

No worries!

FOTO: BRIAN GIESEN (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Kleine Geschichte der Namensgebung

Sind euch auch schon mal die vielen seltsamen Ortsnamen in Australien aufgefallen? Kommt euch jeder zweite Straßenname irgendwie bekannt vor? Warum gibt es so viele Plätze, Orte, Straßen, Firmen und Institutionen die Macquarie heißen? Wie hat die Stadt Sydney ihren Namen bekommen?

Das Interessante an der Namensgebung in Australien ist, dass man die historische Verknüpfung aufgrund der relativ jungen Geschichte noch recht leicht machen kann. Als Gouverneur Arthur Phillip 1788 die erste Sträflingssiedlung gründete, bekam die heutige Stadt Sydney ihren vorläufigen Namen Sydney Cove. Ursprünglich sollte die Siedlung Albion getauft werden, benannt wurde sie jedoch nach dem englischen Innenminister Thomas Townshend, auch als Lord Sydney bekannt, der für die Ansiedlung der Sträflinge in Australien verantwortlich war. Lachlan Macquarie hingegen war der erste Gouverneur von New South Wales, der gut 20 Jahre später in Australien mehr als nur eine Sträflingskolonie sah. Er hatte die Vision eines Staates, der zwar zum britischen Empire gehörte, in dem aber freie Bürger leben sollten. So trieb er nicht nur den Bau von Straßen, Brücken, Gebäuden und Häfen voran, sondern förderte auch die Erkundung des Kontinents. Weiters war Lachlan Macquarie der Erste, der 1817 offiziell die Bezeichnung »Australien« verwendete und gilt daher auch als Gründervater dieses Landes.

Viele Straßennamen (Elisabeth Street, Macarthur Street, Bourke Street, Hunter Street, Marion Street, Campbell Street, George Street usw.) gehen ebenfalls auf berühmte australische bzw. englische Vorfahren zurück. So trifft man innerhalb von Australien, ja sogar innerhalb von Sydney, nur allzu oft auf dieselben Straßennamen. Sie werden allein durch die Zugehörigkeit zu den Vierteln unterschieden. Nicht anders verhält es sich mit Vororten – Abbotsford, Fairfield, Kensington und Cremorne findet man sowohl in Sydney, als auch in Melbourne. Namen, die man aus der englischen Stadt London kennt, tauchen in Sydney ebenfalls als wichtige Landmarks wieder auf: Unter anderem gibt es da die Oxford Street, Kings Cross und den Hyde Park. Der Bundesstaat Victoria wurde nach der englischen Queen benannt, ebenso Queensland, die Stadt Darwin bekam ihren Namen zu Ehren des berühmten Naturwissenschaftlers Charles Darwin und Tasmanien wurde nach dem niederländischen Seefahrer Abel Tasman benannt, der als erster Europäer Neuseeland entdeckte.

Es gibt auch einige Ortsnamen in Australien, die auf französische oder deutsche Herkunft verweisen. Sans Souci (wird als Sän Susi ausgesprochen) heißt übersetzt so viel wie »no worries«. Leichhardt wurde nach dem deutschen Entdecker Ludwig Leichhardt benannt. Besonders viele Namen stammen aus der Sprache der Aboriginals: Wollongong, Barangaroo, Ulladulla, Kurri Kurri, Jimboomba, Mollymok, Toowoomba, Wagga Wagga, Jindabyne ... Weiters fällt auf, dass australische Inseln nicht ungern nach Tieren benannt wurden: Kangaroo Island, Cockatoo Island, Shark Island, Goat Island, Snapper Island, Wasp Island, Lizard Island, Penguin Island ... Nur die Koala-Insel scheint es nicht zu geben. Ausgefallene Ortsnamen wie Come By Chance, Nowhere Else, Doo Town, Dee Why, Banana, Surfers Paradise, Monkey Mia, Tom Price und Seventeen Seventy findet man ebenso in Down Under. Eine umfangreiche Datenbank zur Namensgebung in Australien gibt es hier.

Und wo hat das Känguru seinen Namen eigentlich her? Laut einem Mythos, der in Australien gerne erzählt wird, bekam das hüpfende Beuteltier seinen heutigen Namen durch ein Missverständnis. Es ist überliefert, dass Captain Cook, der als erster Europäer Fuß auf den australischen Kontinent setzte und dort die britische Flagge hisste, einen Ureinwohner nach dem Namen dieses seltsamen Tiers fragte. Dieser soll mit dem Wort kangaroo geantwortet haben, was so viel bedeutet wie »ich verstehe dich nicht«. Erst 1970 wurde diese Überlieferung als reiner Mythos entlarvt. Das Wort gangurru steht in einer der Sprachen der Ureinwohner für eine seltene Känguruart. Die Geschichte find ich trotzdem gut.

No worries!

FOTO: NINA FISCHER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Cuppa

Cuppa ist bei den Australiern der liebevoll verkürzte Ausdruck für »a cup of tea«. Wenn man also auf einen cuppa zu jemandem nach Hause eingeladen wird – das gehört hier vor allem bei älteren Menschen fast zum guten Ton – dann weiß man, um was es sich handelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es draußen kalt und windig ist, oder die Sonne bei 35°C herabbrennt. Ein cuppa geht immer. Das muss wohl von den englischen Vorfahren kommen, die ihre Traditionen auf den neuen Kontinent (an dem sie manchmal etwas fehl am Platz wirken) mitgebracht haben. Auch wenn ich Tee eigentlich ganz gerne trinke, muss ich in diesem Falle dankend ablehnen. Irgendwie will ich den Mythos, dass ein heißer Tee an einem heißen Tag den Körper abkühlt, nicht glauben ... Die Australier versichern mir aber, sogar die Leute im Outback trinken an heißen Sommertagen einen cuppa. Ob das wohl stimmt?

Wissenschaftler meinen, dass Schwitzen die beste und natürlichste Methode für den Körper ist, um sich an einem besonders warmen Tag abzukühlen. Trinkt man also eine Tasse Tee, dann wird einem erst einmal heiß. Es folgt ein Schweißausbruch, der wiederum dafür sorgt, dass sich unser Körper langsam abkühlt. Klingt logisch, oder? Mehr dazu hier

Die Ozzies sind übrigens begeisterte Teetrinker und haben eine Vorliebe für English Breakfast Tea – man trinkt diesen schwarz oder mit Milch. Auch Teesorten wie Earl Grey, Grüntee, Pfefferminze oder Kamillentee bekommt man hier fast überall. Wer gern Früchte- oder Kräutertee mag, muss etwas länger suchen.

No worries!

FOTO: JAIONE DAGDROMMER (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Nikolaus und Krampus

Die Australier finden uns ganz schön komisch, feiern wir doch am 6. Dezember den Nikolaus, der dem Santa Claus, nicht nur aus historischer Sicht sondern auch optisch, sehr ähnlich ist. Noch seltsamer finden sie jedoch die Gestalt des Krampus ...

Wie erklärt man einem Australier, dass der Kumpane des Nikolaus Angst und Schrecken verbreitet und Kinder bestraft, die böse waren und nicht auf ihre Eltern gehört haben? Von den Australiern bekomme ich nur einen verständnislosen Blick als Reaktion. Eigentlich doch ganz schön gruselig. Tun wir unseren Kindern das wirklich an? Ich kann mich jedenfalls noch gut erinnern, als es draußen dunkel war und ich das Rasseln der Ketten gehört habe. Zum Glück war ich jedoch ein äußerst braves Kind und der Krampus hat immer draußen vor der Türe gewartet.

Wer von euch hat gestern Nikolaus gefeiert und bei wem hat der Krampus vorbei geschaut?

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Dresscode

Ganz egal wo man in Australien hin geht, man kann sich sicher sein, dass es immer einen Dresscode gibt. Casual, smart casual, dressy casual, business formal, business casual, white tie, black tie, lounge suit, cocktail – da soll sich doch noch mal einer auskennen! Jedes Mal wenn wir eine Einladung erhalten, komme ich ins Schwitzen. Als erstes wird gegoogelt, dann stehe ich eine Weile ratlos vor dem Kleiderschrank. Der einzige Trost: Anscheinend tun sich manche Australier genau so schwer wie ich.

Vor kurzem wurden wir zu einem Event im Ivy, Sydneys bekanntestem Club, eingeladen. Auf der Einladung stand: Dresscode Smart Casual. Wieder einmal stellte sich die Frage, was soll ich anziehen? Mein Australier empfahl mir ein knappes Kleidchen, hohe Schuhe und den Blazer lieber weg lassen. Hin und her habe ich überlegt – soll ich mich nun an Smart Casual halten oder lieber auf meinen Freund hören? Natürlich habe ich auf ihn gehört. Er muss es ja wissen, er ist schließlich hier aufgewachsen. Den Blazer habe ich aber trotzdem angezogen und auf die hochhackigen High Heels habe ich verzichtet. Als wir im Ivy ankamen, habe ich nicht schlecht gestaunt, denn alle hatten sie – wie war es anders zu erwarten – hautenge Minikleider und zehn Zentimeter hohe Haken an. Noch mal Glück gehabt, dass ich zumindest mein kurzes Kleidchen angezogen habe! Und was habe ich daraus gelernt? In Sydney kann man einfach nie zu overdressed sein.

Ich habe dann aber doch eine andere Person im Raum entdeckt, die genau wie ich, nicht so ganz ins Bild gepasst hat. Es war keine große Überraschung, als sich schließlich heraus stellte, dass die besagte junge Frau keine Australierin, sondern Europäerin war. So ist das wohl, wenn man als Ausländerin in einem fremden Land lebt – irgendwann hat man ein Auge dafür, in einem Raum mit 300 Leuten die einzige andere Europäerin zu entdecken.

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FOTO: DOLTONE HOUSE
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Wer kennt die Wiggles?

In einem Gespräch mit Australiern musste ich feststellen, dass ich noch viel zu lernen habe, was das Land Down Under betrifft. Da war die Rede von den Wiggles, einer australischen Musikgruppe für Kinder, die 1991 in Sydney gegründet wurde. Angeblich seien die vier Herren mindestens so bekannt wie Nicole Kidman und mindestens so beliebt wie Kylie Minogue. Laut Wikipedia haben die Wiggles bis 2010 ganze 23 Millionen DVDs und sieben Millionen CDs verkauft. Wow, die sind wohl ganz schön berühmt. Wie kommt es, dass ich noch nie von ihnen gehört habe?

Meine australischen Gesprächspartner waren ganz bestürzt, als ich mit Fragezeichen im Gesicht zugeben musste, dass ich keine Ahnung habe, wer oder was die Wiggles sind. Die kennt doch jeder, meinten sie. Ja, aber ich komme doch aus Europa ... Egal, die sind so bekannt, die kennt man auf der ganzen Welt – sogar in Amerika! Ja, aber nur weil die Amis drauf abfahren, heißt das doch nicht, dass wir in Europa auch alle Wiggles-Fans sind.

Als mein Australier und ich dann später unter uns waren, meinte ich, dass das wieder mal typisch Aussie sei. Warum die Australier immer davon ausgehen, nur weil sie etwas voll super finden, dass die ganze Welt das auch voll super finden muss? Ich bekam darauf folgende Antwort (mit einem Augenzwinkern versteht sich): »Jetzt komm schon. Die Wiggles waren vier Jahre in Folge die bestbezahlten australischen Entertainer. Die sind einfach riesig!! Mindestens so berühmt wie Filmstars! Die machen im Jahr wahrscheinlich mehr Geld als alle Österreicher zusammen ... Was kann ich sagen, Australien ist einfach das beste Land der Welt!«

Achja. Bei so viel Zuversicht würde mich nun eine Frage wirklich brennend interessieren: Wer von euch kennt die Wiggles? Ich bin gespannt auf eure Antworten ...

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Eingestellt von : Nina Fischer
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Falsche Hochzeitstorte

Kürzlich in der Zeitung stach mir ein Bericht über eine Firma in die Augen, die sich Fake The Cake nennt. Diese verkauft wundervoll verzierte Hochzeitstorten aus Styropor mit bereits markierten Schnittstellen, damit das traditionelle Anschneiden der Torte auch ganz leicht geht (selbst wenn diese aus Kunststoff besteht). Zwischen 200 und 500 Australische Dollar kostet so eine »falsche Hochzeitstorte«. Ein Schnäppchen also wenn man bedenkt, dass ein echter Kuchen wahrscheinlich das Doppelte kosten würde.

In diesem Zusammenhang muss vielleicht auch noch erwähnt werden, dass eine Hochzeitstorte in Australien zwar traditionell vom Brautpaar angeschnitten wird, aber den Gästen normalerweise nicht als Dessert serviert wird. Es geht viel mehr um den Akt selber, als um den Verzehr. Jedenfalls ist man nicht so großzügig wie bei uns daheim, wo jeder Gast ein ganzes Kuchenstück bekommt. Auf den Hochzeiten, an denen ich hier teilgenommen habe, konnten sich die Gäste zum Abschied ein kleines Kuchenstück (in der Größe eines Brownies) mit nach Hause nehmen – und das hat übrigens absolut scheußlich geschmeckt.

Also lieber gleich eine gefälschte Torte oder doch ein richtiger Kuchen, der nicht schmeckt? Was ist eure Meinung zur Hochzeitstorte aus Styropor?

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FOTO: SHELLEY PANZARELLA (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Kommissar Rex

Immer wieder entdecke ich neue Vorlieben der Australier, die mich zum Schmunzeln bringen. So haben mir auch schon einige Ozzies von dem Fernsehhit »Inspector Rex« vorgeschwärmt. Ein deutscher Schäferhund der in Wien zusammen mit seinen Polizeikollegen das Böse bekämpft. Schon mal davon gehört? Klar, da war doch mal was. Ich war auch mal Fan von Kommissar Rex. So ungefähr im Alter von 10 Jahren, wenn ich mich recht daran erinnere. Ich habe sogar ein Buch besessen über das Training der Schäferhunde, die den tierischen Helden der TV-Show dargestellt haben.

Wie es scheint sind die Australier irgendwie »obsessed« mit dem sympathischen Vierbeiner und seinen Abenteuern. Jeden Sonntag Abend um 17:30 zeigt SBS One, ein Fernsehsender der viele internationale Filme und Sendung ausstrahlt, eine Folge von Kommissar Rex im frühen Abendprogramm. Laut Wikipedia ist Australien auch das einzige Land auf der Welt, in dem man alle zwölf Staffeln auf DVD erwerben kann.

Und für all diejenigen, deren Erinnerung jetzt nochmals aufgefrischt werden sollte, hier das Intro zur ersten Staffel von »Kommissar Rex«. Seid ihr insgeheim auch ein glühender Fan?

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Everybody loves »Game of Thrones«

Ist die TV-Serie »Game of Thrones« daheim auch so ein Hit wie hier? Die Buchadaption des Autors George R. R. Martin wird in Australien groß gefeiert und zum Start der dritten Staffel haben sich einige Aussies wieder mal was Lustiges einfallen lassen.

Die australische Immobilienmarkt Webseite Realestate bietet gerade diverse Objekte aus »den sieben Königreichen« zum Verkauf an. Kein Scherz – überzeugt euch selbst davon. Ich frage mich, was man wohl zugeschickt bekommt, wenn man sich eines der Infopakete bestellt ... Was haltet ihr vom australischen Humor? Lustig oder zu unseriös? 

No worries!

PS: Für alle die nicht wissen, was »Game of Thrones« ist, beim österreichischen Radiosender FM4 gab es zum Start der dritten Staffel ebenfalls einen (lustigen) Bericht dazu.
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Dumm sein macht glücklich

Ich lese regelmäßig das österreichische Nachrichtenmagazin Profil. Ich muss ja schließlich wissen, was zu Hause vor sich geht. Was ich an der Zeitschrift so mag, sind die Berichte, die oft sehr kritisch sind, manchmal auch kontrovers und sehr stark in ihren Meinungen. So was braucht ein Land. Leute sollen die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu sagen, Missstände ins Licht zu rücken, Skandale aufzudecken oder auch einfach Dinge kritisch zu hinterfragen.

So was gibt es in Australien nicht. Ich suche und suche und suche und habe nichts gefunden. Es gab in Australien einmal ein Nachrichtenmagazin, The Bulletin, das jedoch 2008 auf Grund sinkender Verkaufszahlen eingestellt wurde. Innerhalb von 10 Jahren sei die Leserschaft auf 50% geschrumpft. Man könnte die Time lesen, die aber auf den gesamten Südpazifischen Raum konzentriert ist und eigentlich wenig mit Australien zu tun hat. Außerdem misst sie im Umfang gerade mal ein Drittel des Profils, kostet aber doppelt so viel. Der Australian hat zumindest einen Teil seiner Wochenendausgabe dem »Inquirer«, auf Deutsch vielleicht am besten mit »Fragesteller« zu übersetzen, gewidmet, wo teilweise auch kritisch hinterfragt wird.

Ich muss zugeben, manchmal ist es aber auch ganz schön praktisch, einfach nur dumm zu sein. Wenn ich das Profil lese, wo von der Krise in Europa, aufstrebenden Kommunistenparteien, peinlichen Korruptionsvorfällen, dem auseinanderfallenden Pensionssystem und dem dringend reformbedürftigen Bildungswesen die Rede ist, dann macht mich das ganz depressiv. Es scheint fast so, also wäre mein Heimatland verloren, nicht mehr zu retten und versinkt demnächst im Chaos. Manchmal beginne ich sogar zu zweifeln: Ist in Australien nicht vielleicht doch alles besser?

Es wäre aber auch möglich, dass mir in Österreich nur deshalb alles so negativ erscheint, weil es Leute gibt, die darüber berichten. In Australien halten alle zusammen und preisen das gelobte Land. Unwissenheit macht halt doch irgendwie glücklich ...

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Eingestellt von : Nina Fischer
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Geburtstagskuchen ohne Kerzen

Australische Kinder müssen schon früh lernen, was es heißt, im Nanny-Staat groß zu werden. Geburtstage werden in Zukunft einfach ein bisschen weniger Spaß machen, denn mit der neuen Regelung des »National Health and Medical Research Councils« soll es Kindern bald untersagt sein, die Kerzen auf ihrem Geburtstagskuchen auszublasen. Der Grund - man wolle die Verbreitung von Keimen verhindern, die dadurch auf andere Kinder übertragen werden könnten. Die neue Regelung gilt für alle öffentlichen Einrichtungen wie Tagesstätten, Kindergärten und Schulen. Link zum Artikel

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FOTO: MARK SKEET (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Sound of Music

Hat jeder Österreicher mindestens einmal in seinem Leben »Sound of Music« gesehen? Das wage ich zu bezweifeln. Ich muss gestehen, ich habe den Film das erste Mal in jener Zeit gesehen, als ich in den USA gelebt habe. Die Amis lieben dieses Musical und schwärmen davon in den höchsten Tönen. Und wie ich fest gestellt habe, ist es bei den Ozzies auch nicht anders.

Jetzt wird es aber interessant: Wusstet ihr, dass »Sound of Music« in Australien der meist gesehene Kinofilm aller Zeiten ist? Dass der Soundtrack zu »Sound of Music« das meist verkaufte Album ist? Und dass die Erstausstrahlung von »Sound of Music« im Fernsehen von ca. 50% der australischen Bevölkerung, die zu jener Zeit einen Fernseher besaß, gesehen wurde?

»Sound of Music« kam 1965 in die australischen Kinos und wurde ganze drei Jahre (!) lang gespielt, weil es sich so großer Beliebtheit erfreute. Der im selben Jahr herausgegebene Soundtrack blieb ganze 76 Wochen (!) auf Platz 1 der Charts. Da staunt man doch nicht schlecht über diese Zahlen. Link zum Artikel

Auch heute erfreut sich das Musical immer noch großer Beliebtheit bei den Ozzies. Manch einer trällert »Edelweiß, Edelweiß ...«, wenn ich sage, dass ich aus Österreich komme. Die Kinder schwärmen mir von ihrem Lieblingsfilm vor. Andere erzählen, einmal nach Österreich zu reisen und die »Sound of Music« Tour zu machen, wäre für sie ein absoluter »dream come true«. Jetzt würde mich nur noch interessieren, warum die Australier »Sound of Music« so absolut toll finden. Ob sie insgeheim von den Bergen träumen, die sie hier nicht haben?

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Eingestellt von : Nina Fischer
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Ein Krokodil im Wohnzimmer

... und eine Schlange im Bett. Klingt nach einer erfundenen Geschichte, ist es aber nicht. In Australien kann so was schon mal passieren! Immer wieder hört man Berichte über solche Erlebnisse. In deren Schuhen möchte ich aber nicht stecken. Da wacht man auf und findet ein Krokodil im Wohnzimmer nebenan. Oder eine riesige Python bei sich im Bett. Grausig, allein schon die Vorstellung. In beiden Fällen waren es übrigens Haustiere, die den Eindringling bemerkten und Alarm geschlagen haben. Da bin ich doch froh, dass die einzigen Gäste, die sich hin und wieder zu uns ins Haus verirren, Kakerlaken sind!

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FOTO: ANGMOKIO (WIKIPEDIA)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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McDonald's und der Nationalfeiertag

Der »Australia Day« ist nach Weihnachten wahrscheinlich der wichtigste Feiertag im Leben eines Australiers. Nach dem grandiosen Silvesterfeuerwerk kommt also schon bald der nächste Event, an dem die Australier vor Stolz die Brust schwellen und sich gegenseitig auf die Schulter klopfen können.

McDonald’s, der von den Aussies in erster Linie »Macca’s« genannt wird, hat sich für den Nationalfeiertag am 26. Jänner etwas ganz Besonderes überlegt: In dreizehn ausgewählten Filialen werden die regulären Schilder temporär durch den neuen Schriftzug »Macca’s« ersetzt werden. Ein Marketingsprecher der Fastfoodkette meinte, dass es keinen besseren Weg gäbe, um der australischen Bevölkerung zu zeigen, wie stolz McDonald’s darauf sei, ein Teil dieser Gesellschaft zu sein.

Irgendwie amüsiert mich das ganze Getue. Ist das alles nur ein Marketingtrick oder meinen die das wirklich ernst? Wie wäre das wohl, wenn bei uns zu Ehren des österreichischen Nationalfeiertags der McDonald’s in »Mäcky« umgekauft wird? Das würde die Österreicher sicher auch unglaublich stolz machen ... oder?

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Eingestellt von : Nina Fischer
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Kalender

Vor kurzem wäre mir fast etwas Peinliches passiert. Da gehe ich in einen Laden und kaufe mir einen Kalender. Zu Hause packe ich ihn aus und hänge ihn auf. Da fällt mir auf ... da stimmt doch was nicht, das kann doch nicht sein! Der Kalender ist falsch, der beginnt ja mit Sonntag! Das muss ein Druckfehler sein ... aber wie kann man so was verkaufen? Das ist wieder mal typisch Australier! Ich stampfe vor Wut mit dem Fuß auf, schnaufe einmal tief durch und will zurück zum Laden stürmen. Gott sei Dank hat mich mein Australier gestoppt. Was denn das Problem sei? Was für Qualitätsmängel ich diesmal entdeckt hätte? Als ich ihm den Fehler zeige, beginnt er zu lachen. Ich soll ruhig zurück zum Laden gehen und dort meine Beschwerde anbringen, dann hätten die Verkäufer den Rest des Tages was zu lachen. Schließlich erklärt er mir, dass das kein Druckfehler ist – die Woche beginnt in Australien tatsächlich mit dem Sonntag. Häääh? Wer hat denn schon von so was gehört? Die Taschenkalender beginnen aber alle mit Montag, entgegne ich. Ja, der sei ja auch für die Arbeitswoche gedacht. Aha. Ein Kalender für die Freizeit, einer für die Arbeit? Wo haben sich die Australier das bloß abgeschaut? Ich bin ganz verwirrt. Hier muss auch alles irgendwie anders sein ...

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Eingestellt von : Nina Fischer
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Toilettenbesuch

Hin und wieder schockieren mich die australischen Toiletten. Da kann ein Restaurant noch so schön sein, das Essen noch so gut schmecken und die Toilette ist trotzdem ein absolutes Dreckloch. Oder alt und dringend sanierungsbedürftig. Oder irgendwie zusammen gebastelt. Oder einfach nur ein Abstellraum mit Klo. Oder im nächsten Gebäude um die Ecke. Oder im nicht restaurierten dunklen Keller. In einem Restaurant hab ich auf der Toilette sogar einen Zahnputzbecher mit einer (eindeutig gebrauchten) Zahnbürste entdeckt. Da musste sich ein Mitarbeiter vor der Schicht wohl noch schnell die Zähne putzen ...

Geht man in Australien essen, dann ist der Gang zur Toilette also immer ein bisschen ein Abenteuer. Was erwartet einen da wohl? Wie schlimm wird es diesmal? Und wie weit weg ist die Toilette? Manchmal wird man absolut positiv überrascht (weil man sich ein Dreckloch erwartete), manchmal wird man bitter enttäuscht (weil man sich auf etwas besseres eingestellt hat). Alles habe ich hier schon erlebt. Was wohl der nächste Restaurantbesuch bringt? Ich kann es kaum erwarten!

No worries!

FOTO: ALAN (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Movember

Es ist Ende November. Um diese Jahreszeit dürfte man in Australien bereits einige männliche Wesen mit stattlichem Schnurrbart entdecken. Der hatte jetzt immerhin vier Wochen Zeit zu wachsen.

Die jährliche Initiative »Movember«, die sich aus den Wörtern »moustache« und »november« zusammensetzt, gibt es seit 2004 und wurde in Melbourne ins Leben gerufen. Um auf Prostatakrebs und andere Krankheiten bei Männern aufmerksam zu machen, haben sich damals 30 Männer zusammen geschlossen, um 30 Tage lang einen Schnauzer wachsen zu lassen und so die Öffentlichkeit zum Spenden aufzurufen. Seither findet die Kampagne unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit jedes Jahr statt. Im November zeigen unzählige Männer Solidarität und lassen sich einen lustigen Schnauzer wachsen. Am Ende des Monats werden die schönsten Schnurrbärte gekürt und die Spendengelder gezählt. Auch in einigen anderen Ländern der Welt ist die Aktion »Movember« mittlerweile verbreitet. Wer mehr wissen will, Infos und Fotos zum Thema gibt es hier: Movember

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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