Pages

Bild

Bild
Posts mit dem Label Sport werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sport werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Eine sportliche Nation

Sport gehört zum Leben in Australien dazu, wie das täglich frisch gebackene Brot für den Deutschen. Die Australier sind nicht nur selber gerne aktiv, sondern verbringen ihre Freizeit mit Vorliebe als Zuschauer bei sportlichen Events. Wenn man seine Mannschaft nicht live anfeuern kann, dann trifft man sich stattdessen mit Gleichgesinnten im Pub und verfolgt das Spiel auf der Leinwand. Anders als man vielleicht denken würde, befindet sich aber nicht Surfen auf Platz eins der beliebtesten Sportarten, sondern Football.

Footy könnte man hier als eine Art Nationalsport bezeichnen, wobei dieser Begriff mehrere Sportarten umfasst: AFL (Australian Football League), NRL (National Rugby League) and Rugby Union. Fußball wird manchmal auch zu Footy gezählt, ist aber nicht ganz so beliebt, wie die anderen Sportarten. Laut dem Australischen Büro für Statistik und einer Umfrage von 2011/12 ist AFL sowohl der am häufigsten gegoogelte sportliche Begriff, als auch jene Sportart, die die meisten Zuschauer hat. An zweiter Stelle stehen Pferderennen, gefolgt von der NRL und Motorsport. Fußball befindet sich nur auf Platz fünf. Weiters zeigen die Australier großes Interesse an Cricket und Rugby Union, aber auch Trabrennen, Tennis und Hunderennen sind sehr beliebt.

Ein ganz anders Bild entsteht jedoch, wenn man sich anschaut, wie sich die Australier sportlich betätigen. Laufen und Fitnesstraining ist sowohl bei Männern als auch Frauen mit Abstand die meist ausgeübte sportliche Aktivität. Schwimmen, Radfahren, Joggen und Tennis sind bei beiden Geschlechtern ebenfalls sehr beliebt. Weiters bevorzugen die Männern Golf, Fußball, Cricket und Basketball, während die Frauen sich mehr für Netball, Yoga, Tanzen und Bush Walking interessieren. Insgesamt geben 65% aller Australier an, sportlich aktiv zu sein.

Trotz der Tatsache, dass Australien eine sehr sportliche Nation ist und viele ihre Freizeit draußen verbringen, nimmt auch hier die Zahl an übergewichtigen Menschen stetig zu. 28,3% aller Australier sind von Fettleibigkeit betroffen, weitere 35% gelten als übergewichtig. Männer sind häufiger betroffen als Frauen und ältere Menschen häufiger als jüngere. Somit ist der Prozentsatz der Menschen, die sich regelmäßig sportlich betätigen, gleich hoch, wie jener der Übergewichtigen. Mehr dazu hier.

No worries!

FOTO: RUSSELL CHARTERS (FLICKR)
Artikel lesen →
Eingestellt von : Nina Fischer
Labels: |
0 Kommentar(e)

Black Caviar: 25 Rennen, 25 Siege

Black Caviar, she does it again! Bereits letztes Jahr habe ich auf diesem Blog über das australische Wunderpferd berichtet: Die Vollblutstute Black Caviar hat mittlerweile 25 Pferderennen in Folge gewonnen und gilt somit nach wie vor als unschlagbar.

Unter tosendem Beifall einer aufgeregten Menge gewann die »Queen aller Rennpferde« gestern in Sydney mit drei Pferdelängen Abstand zum Zweiplatzierten – scheinbar mühelos. Das Event war bereits Tage zuvor ausgebucht und viele schaulustige Fans, die keine Tickets mehr ergattern konnten, mussten sich außerhalb des Zaunes versammeln, um ihr Lieblingspferd rennen zu sehen.

Mit 25 Siegen in der Tasche bricht Black Caviar alle Rekorde als Sprinter und hat sich ein für alle Mal einen Platz im Herzen des australischen Volkes erobert. Wie der Australian die Nachricht vom gestrigen Sieg betitelte: »Freudentränen als Black Caviar weiterhin ungeschlagen bleibt«

No worries!
Artikel lesen →
Eingestellt von : Nina Fischer
Labels: | |
0 Kommentar(e)

Der Kulturteil

Vor kurzem ist mir etwas Essentielles aufgefallen: In den australischen Nachrichten fehlt der Kulturteil. Es ist so offensichtlich, dass es seltsam ist, dass mir das nicht früher schon aufgefallen ist. Im Fernsehen bestehen die Nachrichten zumeist aus nationalen und internationalen News, von der Wirtschaft wird auch berichtet, dann kommt ein riesiger Teil Sport, das Wetter und die »Feel-Good-Story«. Letztere ist normalerweise ein Hund der verloren gegangen ist und wieder gefunden wurde. Oder das Comeback eines Sportlers nach einer Verletzung. Oder sonstiges unwichtiges Zeug, das viel zu wichtig genommen wird.

In den Zeitungen zeigt sich ein ähnliches Bild. National News, World, Business und Sport bietet der Australian in der gedruckten Ausgabe. Am Wochenende gibt es das Zusatzheft »Review«, wo unter vielem anderen auch ein bisschen über Kultur berichtet wird. Ähnlich schaut es beim Sydney Morning Herald aus. Im Daily Telegraph hat der Sportteil meistens 10-15 Seiten und davor gibt es gerade mal eine Seite »History« und eine Seite »Going Out«. Alles was man an Kultur findet, findet man dort.

Online bieten zumindest der Australian und der Sydney Morning Herald einen Kulturteil, dieser läuft unter »Entertainment« bzw. »Arts«. Es gibt schon viele Museen, Ausstellungen, Theater usw. hier, bloß bekommt man einfach nichts mit. Es wird viel zu wenig Werbung gemacht, nicht darüber in den Zeitungen berichtet. Immer hört man nur: Sport, Sport, Sport, Rugby, AFL, Cricket und Pferderennen. Irgendwie interessiert der Kulturteil wohl einfach keinen hier.

Die Australier haben oft die Ausrede, dass Sport auch Kultur sei und davon gäbe es hier ja wohl genug. Sie hätten halt ihre eigene Kultur und vielleicht nicht so, wie wir Europäer uns das vorstellen. Aber ist Sport wirklich Kultur? Und braucht man davon unbedingt so viel?

No worries!
Artikel lesen →
Eingestellt von : Nina Fischer
Labels: |
3 Kommentar(e)

Melbourne Cup Day

Heute ist der 6. November. Wir haben den »Melbourne Cup Day« in Australien, einer der wichtigsten Tage im Jahr des Aussie-Kalenders. Heute Nachmittag wird für drei Minuten eine ganze Nation still stehen und gespannt auf einen Bildschirm blicken oder dem Radiokommentator lauschen. Die Glücklichen, die sich im Stadion in Melbourne befinden, können das Spektakel live miterleben. Der Rest der Nation trifft sich in Pubs oder zu etwas gehobeneren Events.

Der Melbourne Cup, der dieses Jahr zum 152. Mal in Folge stattfindet, ist traditionell das meist gefeiertste Pferderennen in ganz Australien und auch über die Grenzen hinaus als eines der wichtigsten Rennen der Welt bekannt. Es gehört ebenso zu den bedeutendsten sozialen und kulturellen Events in Australien und spielt eine große Rolle in der australischen Identität. Im Bundesstaat Victoria, wo das Rennen stattfindet, ist der Melbourne Cup sogar ein offizieller Feiertag.

Neben dem Pferderennen ist der Melbourne Cup für viele auch als »ultimate style day« bekannt. Festliche Kleidung, hohe Schuhe, übertriebener Kopfschmuck und ein Glas Sekt in der Hand – so lässt man sich bei den Races blicken. So und nicht anders! Am wichtigsten erscheint den Aussies jedoch das Geld zu sein, das es zu gewinnen gibt. Es werden fleißig Wetten abgeschlossen. »Auf welches Pferd setzt du?« wurde ich heute schon x-mal gefragt. Wild wird spekuliert, Strategien werden ausgearbeitet und die Schlangen am Kiosk werden immer länger, je weiter der Nachmittag voran schreitet.

Wer wird es dieses Jahr wohl sein? Bald werden wir es wissen. Bald kann eine ganze Nation wieder beruhigt aufatmen. Aber eines ist mir jetzt schon klar: Wie auch immer dessen Name sein wird, nach dem Hund Buckie und dem Baby Sophia wird auf jeden Fall ein Pferd als nächster australischer Held gefeiert werden ...

No worries!
Artikel lesen →
Eingestellt von : Nina Fischer
Labels: |
2 Kommentar(e)

Nachtrag: Olympische Spiele 2012

Was? Die olympischen Spiele sind für dieses Jahr schon vorbei? Wirklich? Hab ich gar nicht mitbekommen. Die Zeitung reserviert jeden Tag nach wie vor einige Seiten für Themen, Berichte und Bilder über ihre Helden für die zahlreichen Fans der olympischen Spiele. Goldmedaillen werden auf und ab gezählt. Die gutaussehendsten australischen Sportler gekürt. Die schönsten Olympiade-Tattoos gezeigt und die besten Athleten geehrt. Und natürlich Erfolge mit dem Rest der Welt verglichen. Mal zählt Neuseeland zu Australien (die gehören ja so gut wie dazu), mal nicht (die gehören ja wohl gar nicht dazu).

Irgendwie reden die Aussies da einfach gerne drüber. Ach, so viele Medaillen dieses Jahr und die vielen tollen Sportler, die man hier hat. Das ist schon was besonderes, darauf können wir stolz sein! Dazu nicke ich meistens nur. Dann kommt aber immer so nebenbei die unschuldige Frage: »Ach, wie lief es denn für Österreich heuer in der Olympiade?« Verdutzte Gesichter als ich erkläre, dass ich die olympischen Spiele nicht mit demselben Eifer verfolge, wie die Australier. (Und auch nie nachts aufgestanden bin, damit ich alles von Anfang an live miterleben kann). Dass es kein Weltuntergang für mich ist und ich mich nicht für meine Nation schämen muss, wenn wir keine Medaillen gewinnen. Außerdem unterstützt man in Österreich gerne Deutschland, wenn es bei uns im Sport nicht so gut läuft (und immerhin haben die Deutschen in den diesjährigen Spielen besser abgeschnitten, als die Australier). Ha! Da fallen den Aussies fast die Augen aus dem Kopf. Das geht doch gar nicht! Unglaublich! Wie ich angesichts dieser Niederlage so relaxt sein kann und einfach meine Nachbarn unterstütze? Tja ... vielleicht würde den Australiern beim Thema Sport – wo sie nämlich ganz schön verbissen sein können – eine Prise mehr »no worries« ganz gut tun. Wer noch nicht genug hat, der kann hier alles über die australischen Super-Sportler nachlesen: Olympics 2012 Team Australia

No worries!

FOTO: DANIEL COOMBER (FLICKR)
Artikel lesen →
Eingestellt von : Nina Fischer
Labels: |
0 Kommentar(e)

Best Olympic games ever!

Die olympischen Spiele haben begonnen. Die Australier freuen sich darüber. Das gibt ihnen nämlich die Möglichkeit, bei jeder Gelegenheit zu erwähnen, dass Sydney im Jahre 2000 die »best Olympics ever« veranstaltet hat! Das kann keiner schlagen! Und England schon gar nicht.

Manchmal kommt es mir so vor, als würden sich die Australier nur aus diesem einen Grund für die Spiele interessieren. Damit sie prahlen können, wie gut sie doch sind. Und am Ende beruhigt mit dem Gedanken ins Bett gehen können, dass sie noch immer die besten sind.

Ist es nun also wahr? Da ich selber die Spiele eigentlich nicht verfolge, kann ich das nur schwer beurteilen. Hatte Sydney wirklich die besten olympischen Spiele, die es je gab?

No worries!
Artikel lesen →
Eingestellt von : Nina Fischer
Labels: |
1 Kommentar(e)

In love with Black Caviar

The wonder horse, a true Aussie champion, queen of all race horses, the best in the world, wonder down under, the invincible one, pride of Australia. Das ist Black Caviar! Das wohl berühmteste australische Rennpferd, dass die Menschen begeistert und deren Herzen berührt. Die Aussies lieben den Pferderennsport – und sie lieben Black Caviar, eine 6-jährige Vollblutstute, die in ihrem bisherigen Leben bereits großartiges geleistet hat. Seit ihrem ersten Start 2009 hat sie jedes einzelne der 22 Pferderennen gewonnen und gilt als einer der besten Sprinter der Welt.

Black Caviar startet normalerweise im Mittelfeld, holt dann langsam auf, setzt schließlich zum Sprint an und überholt seine Gegner am Ende mit einer unglaublichen Leichtfüßigkeit. Bis auf wenige Ausnahmen konnte die Wunder-Stute auf diese Weise jedes Rennen mit mindestens 3 Pferdelängen Vorsprung für sich entscheiden. Ihr Rekord liegt gar bei 5-6 Pferdelängen Vorsprung. Noch dazu strahlt Black Caviar eine unglaubliche innere Ruhe und Gelassenheit aus. Man sieht ihr förmlich an, dass sie genau weiß, was sie tut. Und sie ist unschlagbar – das hat sie bewiesen!

Viel Beachtung und Respekt hat sich Australiens Champion bereits bei ihrem 4. Rennen verdient, als sie beim Sprung aus der Startbox stolperte und sich dabei – wie später fest gestellt wurde – einen Muskel zerrte. Black Caviar hat sich jedoch nichts anmerken lassen und das Rennen trotzdem mit einer halben Pferdelänge Vorsprung gewonnen. Für ihr letztes Rennen, dass sie nur äußerst knapp gewann, wurde sie zum ersten Mal nach Übersee zu den »Diamond Jubilee Stakes« in England geschickt, um gegen die weltweit besten Sprinter anzutreten. Durch einen Fehler des Jockeys, Luke Nolan, wurde Black Caviar fast um ihren Sieg betrogen. Nach dem er mit ihr in Führung gegangen war, ließ er sie zu früh auslaufen und bemerkte zu spät, dass zwei andere Pferde zum Sprint anlegten und drauf an dran waren, das Duo auf den letzten Metern zu überholen. Dank der schnellen Reaktion des Pferdes auf die Hilfen des Jockeys, konnte die Wunder-Stute das Rennen »Black Caviar vers. England« in letzter Sekunde doch noch für sich entscheiden. Viele stellten sich die Frage: Was war los an diesem Tag mit dem australischen Champion? Man hatte auf einen glorreichen Sieg gehofft und erwartet, dass Black Caviar das mit links erledigt. Wie sich jedoch hinterher heraus stellte, hatte sie sich während des Rennens zwei Muskelzerrungen zugezogen und muss somit unter Schmerzen gelaufen sein. Um so heroischer erscheint den Australiern ihr Sieg in diesem internationalen Rennen! Es wurden jedoch auch Gerüchte über eine mögliche Pensionierung des Super-Stars laut. Black Caviar bekommt jetzt erstmals ein paar Monate Pause und dann wird weiter entschieden. Verdient hätte sie’s allemal!

Ich persönlich bin zwar gegenüber dem Pferderennsport, der hier in Australien äußerst beliebst ist, eher skeptisch eingestellt, aber nach dem man Black Caviar in Action gesehen hat, fällt es schwer sich nicht für dieses wunderbare Pferd und dessen Leistung zu begeistern. Auch ihr Jockey, Luke Nolan, wird wegen seiner bedachten und sanften Art hoch geachtet, denn die Peitsche kommt bei ihm nur selten zum Einsatz und er strahlt mindestens so eine Gelassenheit aus, wie die Wunder-Stute selbst. Black Caviar ist in Australien ein absoluter Star und begeistert nach wie vor Millionen von Menschen. Sie ist so berühmt, dass ihr als einziges nicht menschliches Wesen eine Folge der australischen Doku-TV-Show »Australian Story« gewidmet wurde. Das Gejubel um dieses außergewöhnliche Rennpferd ist hochgradig ansteckend. Sogar die Queen hat es sich nicht nehmen lassen, dem berühmten Champion von Down Under die Nase zu tätscheln. Und auch ich muss zugeben – Black Caviar hat mein Herz berührt!

No worries!

Artikel lesen →
Eingestellt von : Nina Fischer
Labels: |
0 Kommentar(e)