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Wildes Wetter in Sydney

Gestern hat das Wetter wieder einmal verrückt gespielt. Nachdem es in den letzten Wochen immer schön war und ich mich nur an Sonnenschein und sommerliche Temperaturen erinnern kann, kamen die flutartigen Regengüsse und der Sturm von gestern Abend ziemlich unerwartet. Auf einmal hat es gegossen wie aus Eimern und weil die Häuser in Australien nicht so gut gebaut sind, bekommt man das nicht nur durch die typische Geräuschkulisse mit, sondern auch dadurch, dass man plötzlich in einer Pfütze sitzt. Wortwörtlich.

Aber nicht nur bei uns ist letzte Nacht das Wasser durch die Decke gekommen – wir sind zum Plitsch-Platsch in den Küchentöpfen eingeschlafen – sondern auch die Autobahn, Tunnel, Unterführungen, Zuggleise und sogar der Flughafen waren betroffen, blockiert durch umgefallene Bäume, Strommaste und Überflutungen. Im Stadtzentrum hat es gehagelt, bei uns hat es gestürmt und in den Blue Mountains hat es geschneit. Es war von allem was dabei.

Im Stadtteil Leichhardt ist ein Baum umgefallen und hat ein geparktes Auto platt gemacht, glücklicherweise wurde niemand verletzt. Sydneys Flughafen war aufgrund der starken Windböen gesperrt, Flugzeuge mussten nach Newcastle und anderen Flughäfen umgeleitet werden. Australiens Häuser und Gebäude sind trotz dem immer wieder vorkommenden sintflutartigen Regen und den Überschwemmungen nicht niet- und nagelfest bzw. nicht wind- und wetterfest gebaut. Sogar Sydneys Flughafen stand gestern ein bisschen unter Wasser. Mehr dazu hier.

No worries!

FOTO: LAURA TINLING
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Zyklon Ita ist auf dem Weg

Das Wetter ist wechselhaft, die Wolken kommen und gehen. Mal verdichten sie sich, mal scheint wieder die Sonne. Selbst hier in Sydney 2.721 km entfernt von Cooktown – demjenigen Ort den Zyklon Ita mit voller Kraft treffen wird – warten alle gebannt auf den Sturm. Die Natur soll uns innerhalb der nächsten 24 Stunden ihre unbezähmbare Seite zeigen, denn auch hier sind gefährliche Sturmböhen und Brandungen zu erwarten.

Der Zyklon Ita löste Warnstufe 5 aus und soll damit mindestens so verheerend sein, wie der letzte schlimme Wirbelsturm, der über die Nordostküste Australiens hinwegfegte. Die Bilanz von 2011: Schaden in der Höhe von 3,6 Billionen Australische Dollar, unzählige beschädigte Häuser und die nahezu komplette Zerstörung der Bananen- und Zuckerrohrplantagen in der Region. Ita soll Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h, als auch massive Regenfälle und Sturmfluten mit sich bringen. Bewohner und Touristen in stark gefährdeten Gebieten wurden zur Evakuierung aufgefordert. Laut Berechnungen soll sich der Wirbelsturm bis heute Abend seinen Weg zum australischen Festland gebahnt haben – 9.000 Bewohner liegen auf dessen Zerstörungsroute. Hier zum Vergleich die schlimmsten Zyklone in Australiens Geschichte.

No worries!

FOTO: BILL JOURNEE (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Buschfeuer - Aschewolken über Sydney

Der diesjährige Winter in Australien war extrem warm. Eigentlich war der Winter schon fast wie ein Frühling und der Frühling ist nun schon mehr ein Sommer. Auch der Regen blieb aus, was dazu führt, dass das Land staubtrocken ist. Nach diesem angenehmen Winter mit Rekordtemperaturen erwartet die Australier nun auch leider eine schlimme Buschfeuer-Saison. Normalerweise erlebt man infernale Brände wie gestern erst im Hochsommer. Bei Temperaturen Mitte 30 und starkem Wind reicht aber oft schon eine achtlos weg geworfene Zigarette, um einen unkontrollierten großflächigen Waldbrand auszulösen.

In den Blue Mountains, ca. 60 km westlich vom Stadtkern von Sydney, haben die Buschbrände gestern besonders schlimm gewütet. Allein in dieser Region sind mehr als 20.000 Hektar dem Feuer zum Opfer gefallen. In der Folge mussten viele Menschen evakuiert werden und an die 100 Familien haben ihre Häuser verloren. Heute ist das Wetter zwar etwas kühler und der außergewöhnlich starke Wind hat sich gelegt, trotzdem brennen noch an die 80-100 Feuer im Bundesstaat New South Wales.

Wer den gestrigen Nachmittag in Sydney verbracht hat, konnte die riesige Wolke beobachten, die den Himmel langsam verdunkelte, um eine glühend rote Sonne zu verdecken. Der Rauch und die Asche wälzten über die Stadt hinweg, breiteten sich wie ein Nebel aus und zauberten das Licht in ein bizarres Farbspiel, das von einem sanften Rosa bis zu einem glühenden Orange reichte. Fasziniert war gestern mit Sicherheit jeder von dem Spektakel, aus der Ruhe gebracht hat dieser Ausnahemezustand jedoch niemanden hier. Buschfeuer, Zyklone, Trockenperioden und Haiangriffe scheinen zum Leben in Australien wohl einfach dazu zu gehören.

No worries!

FOTO: HALANS (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Hitzewelle

Überflutungen, Zyklone, Hitze- und Dürreperioden, Buschbrände ... Was erwartet uns dieses Jahr in Australien? Im Moment herrscht im ganzen Land (mit Ausnahme des Nordens) eine Hitzewelle. In Sydney sind wir davon bisher so ziemlich verschont geblieben. Auf heute sind jedoch 43°C vorhergesagt worden, was ungewöhnlich heiß ist. Am Nachmittag gegen 15 oder 16 Uhr soll diese Höchsttemperatur erreicht werden. Damit wäre dies der dritt-heißeste Tag in der Geschichte Sydneys. In den Vororten im Westen kommen Temperaturen um die 40°C immer wieder mal vor, da Sydney jedoch so nahe am Wasser liegt, ist es hier meist etwas kühler als im Landesinneren.

Es ist jetzt 13 Uhr, im Moment zeigt das Thermometer 39°C an. Einige von Sydneys Vororten haben den Tag bereits früh am Morgen mit 30°C begonnen. Könnte also gut hinkommen mit den vorhergesagten Rekordtemperaturen von 43°C. Gleichzeitig sind auch Feuerwarnungen ausgesprochen worden. In Tasmanien wird schon seit einigen Tagen gegen Buschbrände in der Nähe der Hauptstadt Hobart gekämpft, der Bundesstaat Victoria ist ebenfalls betroffen und auch in New South Wales wurden Warnungen in der höchsten Stufe »katastrophal« ausgesprochen. Zusätzlich zur Hitze werden starke Winde von bis zu 80 km/h erwartet, was Buschbrände in kürzester Zeit außer Kontrolle geraten lässt. Link zum Artikel

Im Süden und Westen von Sydney bereitet man sich auf das Schlimmste vor und spricht von der größten Feuerbedrohung in der Geschichte von New South Wales. Gestern brannten bereits mehr als 90 Buschfeuer, heute soll die Zahl noch steigen. Ob es tatsächlich so schlimm wird, werden wir bald wissen ... hoffen wir mal nur das Beste für die Menschen, die in den betroffenen Gebieten leben.

Ich werde mich wohl den Rest des Tages vor der Sonne und der Hitze verstecken und verkrieche mich drinnen. Draußen halte ich es jedenfalls nicht aus – da fühlt es sich nämlich an wie in einem Backofen: Heißluftgebläse und 200°C.

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Der Sommer ist da

Wir haben den 1. Dezember, heute hat der Sommer in Australien offiziell begonnen. Meine Lieblingsjahreszeit ist leider vorbei – zwei viel zu kurze Monate in denen es mal richtig angenehm ist und man weder heizen noch kühlen muss – jetzt beginnen wieder die harten Zeiten ... Hitzewellen, hohe Luftfeuchtigkeit, viel Klimaanlage und täglich an der Klobrille kleben bleiben.

Der Sommer gibt schon am ersten Tag richtig Gas: Temperaturen über 30°C und 63% Luftfeuchtigkeit. Viel zu schwül heute, das hält ja nicht mal ein Aussie aus. Was macht man also an so einem Tag? Man geht an den Strand oder sucht sich einen kühlen Ort. Kino oder Shoppingcenter sind keine schlechte Option, Hauptsache irgendwo drinnen, wo die Klimaanlage schön kalt eingestellt ist. Ich wette, man trifft dort heute mindestens so viele Menschen an, wie am Strand. 

No worries!

FOTO: NINA FISCHER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Auch in Australien ist es kalt

... ich kann es bestätigen! Im Winter ist es hier doch relativ frisch, vor allem in der Nacht oder wenn die Sonne nicht scheint. Man unterschätzt es leicht. Denkt sich, dass es hier ja sowieso nie wirklich kalt wird. In Australien braucht man ja nur Sommerkleidung. Schal, Handschuhe und Kappe? Also davon hat man doch noch nie gehört! Vor allem Touristen sind oftmals erstaunt über die kühlen Temperaturen (und die Tatsache dass die meisten Australier ohne richtige Heizung leben), wenn sie im Winter nach Sydney kommen.

Aber auch die Australier scheinen dies zu unterschätzen. Neulich in der Tageszeitung hieß es, dass die Kälte wieder mal ein paar Opfer gefordert hat. Keine Todesopfer, aber neunzehn arme Australier wurden mit Unterkühlung ins Spital eingeliefert. Man solle die Kälte nicht unterschätzen, heißt es in dem Artikel. Sich warm anziehen und sich nicht zu lange den extremen Temperaturen aussetzen. Sich zwischendurch wieder mal aufwärmen. Alles gut gemeinte Tipps der australischen Regierung.

Und wie kalt war es denn heute eigentlich? Sydney, nachts 8°C, tagsüber 17°C. Klingt ja eigentlich ganz okay. Vorausgesetzt dass man eine Heizung hat. Aber der Winter geht auch irgendwann (hoffentlich bald) vorbei und dann kann man wieder schön bei 40°C schwitzen. Darauf freuen sich hier alle schon sehr.

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Hilfe, der Winter kommt!

Warum der Winter eigentlich kälter ist als daheim ...

Das Klima hier ist moderat. Im Winter hat es tagsüber nur selten weniger als 15°C, in der Nacht kann es dann aber schon ab und an mal auf Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt abkühlen. Auch die Sonne scheint das ganze Jahr über genau gleich viel oder wenig. Eigentlich könnte man sogar so weit gehen, zu sagen, dass es hier gar keine richtigen Jahreszeiten gibt. Weder ist der Herbst besonders grau, nebelig und trostlos, noch der Frühling besonders frisch, grün und verregnet. Im Prinzip ist alles was zwischen diesem Sommer und dem nächsten kommt also irgendwie wie ein laaaaaanges Sommerende, gefolgt von einem laaaangen Sommeranfang.

Eigentlich doch schön, möchte man meinen! Jetzt ist da nur ein kleines Problem (zu dem ich gleich komme).

Die Australier sind wieder mal lustig. Die fragen mich immer, oh Gott, wie überlebt man denn den Winter daheim bei Minusgraden? Das geht doch nicht, das würde ich nicht überleben, da friert man ja immer! Wie schön wir es in Australien doch haben ohne diese schrecklichen Temperaturen! Ich versuche ihnen dann geduldig zu erklären, dass unsere Häuser sehr solide gebaut und gut isoliert sind. Dass es bei uns so was wie eine Zentralheizung gibt. Doppelglasfenster? Die wissen doch nicht mal, was das ist hier! Und dass wir uns auch angemessen kleiden, wenn wir aus dem Haus gehen ... aber irgendwie verstehen sie mich nicht. Das Bild vom gnadenlosen, bitterkalten Winter ist nicht aus ihren Köpfen raus zu bekommen. Wenn ich dann soweit gehe und behaupte, dass ich den Winter hier viel schlimmer finde, dann schauen sie mich erst recht komisch an.

Nun zurück zu dem Problem. Ihr ahnt es sicher schon, keine Isolierung, kein Doppelglas, keine Haustüren mit Dichtungen, keine Zentralheizung ... ja wie leben denn die hier? Das ist jetzt vielleicht ein bisschen frech, aber manchmal kommt es mir vor, als würde ich in einer Höhle leben. Es ist doch so, in einer Höhle ist man von Wind und Wetter geschützt, aber es ist immer recht kühl, auch wenn draußen die Sonne herab brennt. Ich wage zu behaupten, dass der Temperaturunterschied bei moderaten Temperaturen 3-5°C zwischen drinnen und draußen beträgt. Den Rest kann man sich ausrechnen. Bei 15°C hat es drinnen also gut 10°C.

Jetzt verstehe ich das alles auf einmal viel besser. Warum die Australier den Winter so hassen, warum sie solche Angst vor den kalten Temperaturen haben ... und warum sie davon ausgehen, den Winter in Europa keinesfalls überleben zu können. Aus ihrer Sicht betrachtet geht mir das genau so. Ich bin jetzt nämlich auch schon soweit, dass ich Angst vor der kalten Jahreszeit habe. Ja, wie soll ich denn das überleben, bitteschön? Es ist sooooo kalt hier!

Eine kleine Lösung für das Problem gibt es dann aber doch. Und die heißt: Umkehrbare Klimaanlage. Mit der kann man zum Glück nämlich auch »heizen«. Der Raum ist zwar nur warm, so lange sie eingeschaltet ist und kühlt kurze Zeit später wieder ab, viel fortschrittlicher geht es hier jedoch nicht. Energiesparen durch Isolierung? Davon ist man in Australien meilenweit entfernt. Und trotzdem. Auch ich verwende fleißig dieses Gerät ohne mit der Wimper zu zucken. Selbst wenn man draußen an der Sonne (fast) im T-Shirt sitzen könnte. Der sparsame Europäer in mir, der denkt er kann durch die kleinsten Taten die Welt verbessern, hat dann aber doch irgendwie ein schlechtes Gewissen. Und was würden wohl die Australier zu meinen Bedenken sagen?

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Eingestellt von : Nina Fischer
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