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Dumm sein macht glücklich

Ich lese regelmäßig das österreichische Nachrichtenmagazin Profil. Ich muss ja schließlich wissen, was zu Hause vor sich geht. Was ich an der Zeitschrift so mag, sind die Berichte, die oft sehr kritisch sind, manchmal auch kontrovers und sehr stark in ihren Meinungen. So was braucht ein Land. Leute sollen die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu sagen, Missstände ins Licht zu rücken, Skandale aufzudecken oder auch einfach Dinge kritisch zu hinterfragen.

So was gibt es in Australien nicht. Ich suche und suche und suche und habe nichts gefunden. Es gab in Australien einmal ein Nachrichtenmagazin, The Bulletin, das jedoch 2008 auf Grund sinkender Verkaufszahlen eingestellt wurde. Innerhalb von 10 Jahren sei die Leserschaft auf 50% geschrumpft. Man könnte die Time lesen, die aber auf den gesamten Südpazifischen Raum konzentriert ist und eigentlich wenig mit Australien zu tun hat. Außerdem misst sie im Umfang gerade mal ein Drittel des Profils, kostet aber doppelt so viel. Der Australian hat zumindest einen Teil seiner Wochenendausgabe dem »Inquirer«, auf Deutsch vielleicht am besten mit »Fragesteller« zu übersetzen, gewidmet, wo teilweise auch kritisch hinterfragt wird.

Ich muss zugeben, manchmal ist es aber auch ganz schön praktisch, einfach nur dumm zu sein. Wenn ich das Profil lese, wo von der Krise in Europa, aufstrebenden Kommunistenparteien, peinlichen Korruptionsvorfällen, dem auseinanderfallenden Pensionssystem und dem dringend reformbedürftigen Bildungswesen die Rede ist, dann macht mich das ganz depressiv. Es scheint fast so, also wäre mein Heimatland verloren, nicht mehr zu retten und versinkt demnächst im Chaos. Manchmal beginne ich sogar zu zweifeln: Ist in Australien nicht vielleicht doch alles besser?

Es wäre aber auch möglich, dass mir in Österreich nur deshalb alles so negativ erscheint, weil es Leute gibt, die darüber berichten. In Australien halten alle zusammen und preisen das gelobte Land. Unwissenheit macht halt doch irgendwie glücklich ...

No worries!

Kommentare:

  1. Wir Europäer,sind Alles in Allem sehr zufrieden mit unserem Leben und dem Aufbau der Vereinigten Staaten von Europa,ich glaube nicht das die Leute sich vorstellen könnten in Australien ihren Lebensstil ala Kulturhochburg Europa umzustellen und dort zu leben.
    es gibt doch eine verblüffend hohe Anzahl von älteren Australiern die ,in die Jahre gekommen ,
    wieder zurück in ihr Geburtsland kommen um hier ein kultivierteres leben zu beenden als das dort in Australien möglich Währe.

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  2. Australien ist ein dummes Land. Die Leute hier sind nicht genug ausgebildet, das schulsystem is lacherlich, die wissen hier nichts uber die Effektivitat, Kultur (sogar ein Joghurt hat mehr Kultur als das ganze Land zusammen) und das Land is langweilig, teuer und ohne progress, es mag fur viele Deutsche sehr flustriert sein, besonders im Arbeitsleben. Die denken nur an das Gegenwart vieleicht 1-2 Monate im voraus und das war es schon, also die haben keine plannungsfahigkeit und ich glaube(eigene Erfahrung) dass Europa hat vieles mehr zu bieten, Ja viele gehen zuruck in ihr Geburtsland, vor allem Europaer.

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