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Byron Bay

»Cheer up, slow down, chill out.« Das steht am Ortseingang von Byron Bay auf einer Holztafel geschrieben und nach diesem Motto leben hier nicht nur die Bewohner des kleinen Ortes, sondern auch die Touristen, die es jedes Jahr hierher zieht. Auch mir hat es Byron Bay angetan – die Gemütlichkeit der Bewohner, die vielen wunderschönen Strände und Aussichtspunkte, das gute Essen, die Märkte und Veranstaltungen und das hügelige Hinterland. Eine Bilderbuchlandschaft, ziemlich genau so, wie man sich Australien als Tourist vorstellt. All das macht die Region um Byron Bay speziell. Denjenigen von euch, die diesen magischen Ort noch nicht besucht haben, kann ich folgende Highlights empfehlen.

Der östlichste Punkt Australiens
Auf Cape Byron, einer hügeligen Landschaft mit Klippen und Wäldern, befindet sich das Wahrzeichen von Byron Bay. Der Leuchtturm wurde 1901 erbaut und ist beliebter Treffpunkt sowohl für Anwohner, als auch Touristen. Man hat dort oben einen wunderbaren Ausblick in alle Richtungen und kann Wale, Delphine und andere Meeresbewohner beobachten. Ein Wanderweg führt hoch zum Leuchtturm, man kann diesen jedoch auch bequem mit dem Auto erreichen. Besonders schön ist der Sonnenuntergang und was ich gehört habe, ist der Sonnenaufgang genauso spektakulär anzusehen.

Surfen und mehr
Es gibt eine große Auswahl an Stränden rund um Byron Bay. Ob Surfanfänger oder erfahrener Surfer – es ist für jeden etwas dabei. Besonders empfehlenswert ist The Pass, der zwischen dem Fisherman's Lookout und dem Clarkes Beach liegt. Der Strand ist bekannt für seine perfekten Wellen, die an den Felsen brechen und mitunter 100 Meter lang sind. Einziger Nachteil: Man muss sich diesen beliebten Surfspot mit sehr vielen anderen Surfern teilen. Wer Lust auf Tauchen hat, sollte die Julian Rocks besuchen. Diese befinden sich direkt vor Byron Bays Küste und beherbergen viele verschiedene Fischarten, Rochen, Wasserschildkröten und auch Haie. Sea Kayaking soll auch ein richtig schönes Erlebnis sein – mit etwas Glück kann man sogar Delphine aus nächster Nähe beobachten.

Auf den Spuren der Hippies
Die Gegend um Byron Bay war lange Zeit als Aussteigerkommune bekannt. Hier haben sich in den 70er Jahren Hippies, Surfer, Weltverbesserer, Utopisten und Esoteriker bevorzugt niedergelassen. Später sind dann die Backpacker und die Kreativen und Künstler hinzu gekommen. Byron Bay ist heute ein sehr durchmischtes Dorf, das rund ums Jahr viele Touristen beherbergt. Wer gerne noch etwas vom ursprünglichen Hippie-Charme erleben möchte, der sollte das kleine Dorf Nimbin besuchen. Auch die Channon Markets, die jeweils am zweiten Sonntag im Monat stattfinden, kann ich sehr empfehlen. Es ist wahrlich ein Erlebnis, das man so schnell nicht wieder vergisst.

Das Hinterland erforschen
Wer gerne in der Natur unterwegs ist, sollte sich das subtropische Byron Bay Hinterland etwas genauer anschauen. Dort befindet sich z.B. der Mount Warning, der zu den größten Vulkanen Australiens zählt. Wer den relativ anstrengenden Aufstieg meistert, wird mit einer großartigen Aussicht belohnt und da der Berg der höchste östlichste Punkt von Australien ist, gilt er als der perfekte Ort, um sich den Sonnenaufgang anzuschauen. Im Hinterland gibt es auch noch andere schöne Parks zu entdecken, wie z.B. der Nightcap National Park, in dem sich der 100 Meter hohe Wasserfall Minyon Falls befindet.

Kulinarische Genüsse
In Byron Bay und Umgebung gibt es eine große Auswahl an Cafés, Restaurants und Pubs – vom relaxten Corner Shop bis zu Fine Dining ist hier alles dabei. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: fresh, organic und local produce muss es sein. Neben Cafés wie The Eatery und das Belongil Bistro, kann ich das Beach Hotel empfehlen, ein Pub das direkt am Main Beach liegt und The Balcony im Zentrum von Byron, um einen Cocktail zu schlürfen. Il Buco ist eine kleine, aber feine Pizzeria, in der alles mit viel Liebe zubereitet und vom italienischen Chef höchstpersönlich serviert wird. Wer etwas gehobenere Küche versuchen möchte, dem kann ich Rae's am Wategos Strand und etwas außerhalb von Byron Bay das Harvest Café und das Fig Tree Restaurant empfehlen. Ein weiteres Erlebnis ist The Farm. Dieser beliebte Wochenend-Treffpunkt am Lande, ist, wie der Name schon sagt, eine Farm, auf der sowohl Nutztiere gehalten werden, als auch Obst und Gemüse angebaut wird. Weiters gibt es vor Ort eine Bäckerei, ein Café, einen Laden, einen Kinderspielplatz, ein Blumengeschäft, eine Bühne für Veranstaltungen und eine große Wiese zum picknicken.

Mein Tipp: Wem es in Byron Bay etwas zu laut ist, der findet südlich vom Leuchtturm ein wunderschönes Erholungsgebiet. Das Broken Head Nature Reserve ist eine kleine Oase, an die sich normalerweise nur am Wochenende Menschen verirren, unter der Woche hat man dieses schöne Fleckchen Erde (fast) ganz für sich allein. Man kann hier surfen, Bushwalks entlang der Küste machen und einsame Strände entdecken oder einfach an dem kilometerlangen Sandstrand spazieren gehen und die Seele baumeln lassen.

Zur Einstimmung gibt es hier noch ein schönes Surfvideo. Und jetzt würde mich interessieren: Was ist euer Lieblingsort in Australien und warum?

No worries!



FOTO: NINA FISCHER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Heimweh – Was tun?

Wir alle kennen das Gefühl. Heimweh gehört zum Auswandern genauso dazu, wie die schwierige Entscheidung, wie man bloß all sein Hab und Gut in einen Koffer packt. Auch ich hatte in meiner ersten Zeit in Australien sehr viel Heimweh. Erst als ich nach eineinhalb Jahren das erste Mal wieder auf Besuch in Österreich war, habe ich festgestellt, dass es doch einiges gibt, was ich am Leben in Australien sehr zu schätzen weiß. Danach ging es etwas besser. Heute kommt das Heimweh in Wellen, aber nicht mehr ganz so regelmäßig. Am schlimmsten ist es, wenn ich gerade von einem Heimaturlaub zurück nach Australien komme. Umgekehrt fühle ich mich in Australien am wohlsten, wenn ich weiß, dass ich bald wieder Urlaub in der Heimat mache (und ertappe mich dabei, wie ich mir im letzten Moment denke, eigentlich will ich gar nicht heim, ist doch grade so schön hier).

Ich habe hier in aller Ausführlichkeit aufgeschrieben, was mir im Laufe der Zeit gegen Heimweh geholfen hat bzw. mir immer noch hilft. Vielleicht sind für den einen oder anderen Auswanderer unter euch ein paar Tipps dabei.

Sportclubs oder Vereinen beitreten. Gleich zu Beginn habe ich mir verschiedene Sportclubs heraus gesucht und bin Mitglied in einem Volleyballverein geworden. Einerseits ist es gut, wenn man raus kommt und sich sportlich betätigt, andererseits hat es mir auch geholfen, neue Leute kennen zu lernen. Vor allem hat es mich aber unabhängiger gemacht. Ich bin ein sehr aktiver Mensch und hatte zu Beginn nur meinen Mann, mit dem ich Sachen unternehmen konnte. Diese Abhängigkeit hat mich sehr eingeschränkt. Gerade im Volleyballverein habe ich viele andere Auswanderer kennen gelernt und eine dieser Bekanntschaften hat sich sogar zu einer bis heute andauernden Freundschaft entwickelt.

Sich eine neue Herausforderung suchen. Ich bin ein Mensch, der keine Veränderungen mag. Am liebsten ist es mir, wenn alles so bleibt, wie es ist. Daher werfen mich einschneidende Erlebnisse – wie z.B. nach Australien auszuwandern – leicht aus der Bahn. Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich eine Routine habe und es fiel mir anfangs sehr schwer, loszulassen und mich auf etwas Neues einzulassen. Irgendwann zwischen »ich weiß nicht, was ich mit mir anfangen soll« und »ich weiß gar nicht mehr, wer ich eigentlich bin und was ich will«, habe ich den Entschluss gefasst, Surfen zu lernen. Einfach mal so. Und nicht aufzugeben, bis ich (halbwegs) gut darin bin. Das war meine große Herausforderung und es hat mir geholfen, mich auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren. Das mache ich auch heute noch so. Wenn ich wieder mal alles in Frage stelle, dann konzentriere ich mich gedanklich (und wenn es geht auch aktiv) einfach aufs Surfen. Gleichzeitig hat es mir das Land und die Leute ein Stück näher gebracht und als Bonus habe ich dadurch auch einige nette Australier kennen gelernt. Deshalb: Geh raus und such dir deine eigene Herausforderung, jeder hat Träume und braucht Ziele! 

Den regelmäßigen Kontakt mit den Liebsten daheim erhalten. Einerseits gibt es im digitalen Zeitalter genug Möglichkeiten, in Kontakt zu bleiben, egal wo auf der Welt man sich gerade befindet, andererseits kann die Kommunikation übers Internet aber keine menschlichen Kontakte ersetzen. Die Zeitverschiebung macht es auch nicht unbedingt leichter. Ich habe den Fehler gemacht, mich viel zu schnell abzukoppeln und hatte lange Zeit keinen regelmäßigen Kontakt mit Freunden und Familie daheim. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass das notwendig ist und man auch seine »digitalen« Freundschaften pflegen muss, wenn man den Anschluss nicht verlieren will. Heute achte ich bewusster darauf, in Kontakt zu bleiben. Es tut einfach wahnsinnig gut, wenn man zwischendurch ein Foto oder eine liebe Nachricht von einem guten Freund geschickt bekommt. Es gibt einem das Gefühl, immer noch Teil von dessen Leben zu sein.

Traditionen aufrecht erhalten. In Maßen. Mein erstes Weihnachten in Australien habe ich bewusst ausgelassen. Ich habe mir damals gedacht: Wieso feiern? Weit weg von der Familie, kein Schnee weit und breit, stattdessen Hitze, nicht mal ein richtiger Baum, zu warm für Weihnachtskekse ... Mein Mann hat es generell nicht so mit Traditionen, aber als er gemerkt hat, wie unglücklich mich das machte – Weihnachten auszulassen – hat er spontan einen Baum aufgestellt. Ja, er war aus Plastik und mickrig obendrein. Aber die Geste hat mir bewusst gemacht, dass Traditionen wichtig sind und nur weil man in ein anderes Land zieht, sollte man nicht einfach alles, was bis dahin Bedeutung hatte, über Bord werfen. Es ist okay, seine Traditionen mitzunehmen. Aus diesem Grund habe ich an meinem zweiten Weihnachten in Australien wie verrückt Kekse gebacken, Glühwein gekocht, Weihnachtslieder gehört, einen Baum gekauft und sogar einen Adventskalender gebastelt. Ganz so übertrieben muss man sich aber auf nicht an Traditionen klammern. (Ich habe ziemlich schnell fest gestellt, dass Weihnachten im Sommer und Let It Snow nicht so ganz zusammen passen.) Noch besser ist also, wenn man anfängt, neue Traditionen anzunehmen und gleichzeitig alte zu behalten und mit anderen zu teilen. Man hat dann sozusagen das Beste von beiden Welten.

Deutsche Gerichte kochen. Das Essen habe ich von Anfang an sehr vermisst. Es gab eine ganze Liste an Dingen, ohne die ich nicht leben konnte. Diese Liste gibt es zwar noch immer, aber sie ist mittlerweile um einiges kürzer. Damals bin ich ganz Sydney abgefahren, um irgendwo geräucherten Speck und »richtigen« Schnaps zu finden, bin regelmäßig zum deutschen Metzger und zum deutschen Bäcker, habe die Rezepte von meiner Mama nachgekocht, selber Knödel geformt, Spätzle gemacht, ja ich war nahe dran, selber Brot zu backen. Damals hat mir das sehr über das Heimweh hinweg geholfen, heute sehe ich das Ganze etwas lockerer. Mit der Zeit wird man erfinderisch und passt sich an, geht Kompromisse ein und entdeckt neue Vorlieben. Dafür freut man sich dann um so mehr auf Mamas Küche beim nächsten Besuch in der Heimat.

Sich mit anderen Auswanderern austauschen. Geteiltes Leid ist halbes Leid, so sagt man. Und es stimmt tatsächlich. Als frisch gebackener Auswanderer trifft man sich am besten mit anderen frisch gebackenen Auswanderern. Man kann sich über Erfahrungen und erste Eindrücke in der neuen Heimat austauschen und stellt oft fest, selbst wenn man nicht viel gemeinsam hat, hat man doch mehr gemeinsam als man denkt: und zwar die selben Wurzeln. Um seine Erlebnisse zu verarbeiten, ist es also unabdingbar, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Ich finde es immer wieder spannend, neue Leute kennenzulernen, die ebenfalls den Schritt gewagt haben, in ein anderes Land auszuwandern. Ich möchte diese Erfahrung auf keinen Fall missen. Der einzige Nachteil: Man lernt leider auch sehr viele Leute kennen und schätzen, die dann plötzlich wieder weg sind (weil in die Heimat zurück gekehrt).

Sich ein Zuhause schaffen, indem man sich wohl fühlt. Viel zu lange habe ich nach dem Motto gelebt: Ich weiß ja nicht, wie lange ich in Australien bleiben werde, also kaufe ich mir am besten gar nichts. Das hat auch dazu geführt, dass ich mich ein Jahr lang geweigert habe, unsere Wohnung zu dekorieren. Ich wollte einfach kein Herzblut (oder Geld) in irgendetwas stecken, dass ich dann vielleicht wieder zurücklassen muss. Unter diesen Umständen ein neues Leben zu beginnen, ist jedoch gar nicht so einfach. Man muss schon dazu bereit sein, ein bisschen zu investieren, um sich ein neues Zuhause zu schaffen. Immer zwischen zwei Stühlen zu sitzen, macht auf Dauer unglücklich.

Beratung oder Therapie in Anspruch nehmen. Manchmal kann das Gefühl von Heimweh die Oberhand ergreifen und vereinnahmt das ganze Leben. Man fühlt sich verloren, entwurzelt, weiß nicht mehr, was man will – doch wieder zurück oder hier bleiben – vermisst das, was man zurück gelassen hat und gleichzeitig wird man das Gefühl nicht los, dass man nicht mehr zurück kann. Ich weiß, wie verwirrend diese Gefühle sein können. Oft hilft es schon, über seine Erlebnisse zu sprechen, um diese zu verarbeiten. Was aber tun, wenn der Partner »die immer selbe Leier« schon nicht mehr hören kann, man seine Familie und Freunde daheim nicht belasten will und sonst eigentlich niemanden in der neuen Heimat hat, mit dem man offen reden könnte? Manchmal kann es durchaus hilfreich sein, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Sich einmal alles von der Seele zu reden und dabei weder kritisiert noch beurteilt zu werden, kann für den einen oder anderen Wunder wirken.

Immer die positiven Dinge hervorheben. Was mir auch sehr geholfen hat, ist ein kleines, aber feines Tagebuch zu führen, in dem ich mich auf die positiven Dinge konzentrierte – ein so genannten Glückstagebuch. Und das geht so: Jeden Abend vor dem Schlafen gehen, nimmst du dir einen Moment Zeit und denkst über deinen Tag nach. Dann schreibst du drei gute Dinge auf, die an diesem Tag passiert sind. Dabei geht es darum, bewusst die positiven Dinge im Leben wahrzunehmen und den Alltag schätzen zu lernen. Denn auch an (schlechten) Tagen, an denen man Heimweh hat, können gute Dinge passieren – wenn dich z.B. gerade dann ein guter Freund nach deinem Befinden fragt. Wenn man sich rückblickend anschaut, was im Tagebuch geschrieben steht, bekommt man auch ein besseres Gefühl dafür, was einen eigentlich glücklich macht. Das können schon ganz banale Dinge sein, wie z.B. ein guter Kaffee am Morgen. So lernt man, sich selbst über Kleinigkeiten zu freuen. Unbedingt ausprobieren!

Kurzfristige Ziele stecken. Wir können viel von Beppo, dem Straßenkehrer aus Michael Endes Kindergeschichte Momo lernen. Weise hat er festgestellt, dass es viel einfacher ist, nie an den ganzen Weg zu denken, sondern immer nur an einen Besenstrich nach dem anderen. Und wie Recht er doch hat. Als ich den Entschluss gefasst habe, nach Australien zu gehen, war vor allem der Gedanke an die Endgültigkeit meiner Entscheidung besonders furchteinflößend. Auszuwandern mit der Gewissheit, dass man nie mehr zurück kehren wird, muss ein schreckliches Gefühl sein. Auswandern »auf Probe« ist hingegen wesentlich leichter verdaulich. Es ist deshalb sehr hilfreich, sich kurzfristige Ziele zu stecken. So war der Besuch meiner Eltern, ein Jahr nachdem ich ausgewandert bin, der erste Meilenstein für mich. Als der Zeitpunkt jedoch gekommen war, habe ich mir ein neues Ziel gesteckt: Eine Reise, die ich unbedingt machen wollte. Der dritte Meilenstein war dann meine eigene Hochzeit in Australien. Egal was für kurzfristige Ziele du dir steckst, man schläft wesentlich beruhigter, wenn man bereits den nächsten Meilenstein vor Augen hat.

Spazieren gehen. Klingt komisch, hilft aber, zumindest kurzfristig. Nicht umsonst gibt es im Englischen das Sprichwort to walk it off. Was frei übersetzt so viel bedeutet wie »über etwas hinweg kommen«. Oftmals hilft es tatsächlich, einfach raus zu gehen, die Sonne zu genießen (die hier ja doch ziemlich oft scheint) und zu laufen. Mir hat es in vielen Situationen geholfen, meine Gedanken zu sortieren und mich zu entspannen. Nimm dir einfach vor, in einem schönen Park oder am Strand spazieren zu gehen und erst aufzuhören, wenn du dich besser fühlst. Manchmal dauert es zehn Minuten, manchmal drei Stunden – aber helfen tut es auf jeden Fall.

Urlaube planen (und machen). Ich habe irgendwo eine Studie gelesen, dass Menschen, die Urlaub machen, andere Länder bereisen und neue Kulturen kennenlernen, glücklicher sind. Ich denke daher, dass dies auch gegen Heimweh helfen kann. Wer reist und neue Dinge erlebt, ist abgelenkt, hat weniger Heimweh, ergo ist glücklicher. Und wenn man schon ans andere Ende der Welt auswandert, sollte man sich zumindest die Zeit nehmen, seine neue Heimat zu erforschen. Mach dir also eine Bucket List und plan schon mal deine nächste Reise. Für mich war und ist es immer noch sehr wichtig, mich auf den nächsten Urlaub freuen zu können. Auch wenn es nur ein Wochenende in Byron Bay ist. Nicht umsonst sagt man: Vorfreude ist die schönste Freude. 

Sich mit der neuen Heimat bewusst auseinandersetzen. Heimweh hat man, weil man etwas zurück gelassen hat, weil einem etwas fehlt. Gleichzeitig ist man jedoch in einer neuen Umgebung, die man gerne früher oder später auch Heimat nennen möchte. Ohne loszulassen, kann man sich aber nicht für Neues öffnen. Dieser Prozess ist langwierig und mitunter schmerzhaft. Aber genauso wie es physisch unmöglich ist, von einem Ort zum anderen zu laufen, ohne den Ort des Ursprungs tatsächlich zu verlassen, kann man auch nicht in der neuen Heimat ankommen, ohne sich ein Stück weit von der alten Heimat loszulösen. Ich kann jedem, der mitten in diesem Prozess steckt, nur empfehlen, sich intensiv mit Australien auseinanderzusetzen. Geh auf die Straße, rede mit Leuten, lauf mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend, hör australische Radiosender, lies Zeitungen, besuch lokale Veranstaltungen. Sei offen und neugierig und lerne deine neue Heimat bewusst kennen. Du wirst sicher einiges entdecken, das dir (auf den ersten Blick) nicht so sehr gefällt, aber es wird dich auch vieles überraschen. Ich habe eine ganze Weile in einem Café gejobbt und dadurch viele interessante Gespräche mit Australiern geführt. Und ich habe zu jener Zeit auch angefangen, dieses Blog zu schreiben.

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Shark Summit

Was ist los an Australiens Ostküste? Warum gibt es dieses Jahr so viele Zwischenfälle mit Haien? Sind einfach mehr Haie in diesen Gewässern unterwegs? Oder wagen sie sich immer näher an die Küste heran? Und was kann man gegen die momentane Hysterie tun? Soll die Spezies geschützt werden oder steht der Mensch an erster Stelle? Diese und viele andere Fragen haben sich besorgte Politiker und Forscher vergangene Woche beim Shark Summit in Sydney gestellt.

Derzeit begegnet man ungewöhnlich vielen Haien an der North Coast von New South Wales. Seit Beginn diesen Jahres gab es in Australien nicht nur zahlreiche Sichtungen von großen Haien in Küstennähe oder in Gebieten, wo sich viele Surfer und Schwimmer aufhalten, sondern es wurden auch insgesamt 29 Zwischenfälle gemeldet: Neben zwei fatalen Begegnungen sind weitere 18 Personen mitunter schwer verletzt worden. (Quelle: Shark Attack Files, Taronga Zoo)

Die Bewohner von Byron Bay und Umgebung haben die Anwesenheit der Haie lange Zeit sehr gelassen hingenommen. Selbst als im September vergangenen Jahres ein Schwimmer an einem viel besuchten Strand durch einen drei Meter großen Hai zu Tode kam, war dies kein Grund zur Panik. Die letzte fatale Begegnung mit einem Hai lag schließlich mehr als zehn Jahre zurück. Es war jedoch nur der Beginn einer Serie an Zwischenfällen, die bis heute nicht abgebrochen ist. Besonders viele Vorfälle ereigneten sich in der Region zwischen Byron Bay und Evans Head. Die Kleinstadt Ballina liegt genau in der Mitte und sieht sich stark betroffen. Man hat mittlerweile nicht nur Angst um lokale Surfer und Badegäste, sondern auch, dass diesen Sommer die Touristen weg bleiben.

An der North Coast von New South Wales wurden in den vergangenen Monaten immer wieder dieselben Weißen Haie gesichtet. Sieben sind unter dem von der Regierung initiierten shark tagging program bereits mit einem Sender ausgestattet worden. Forscher erhoffen sich, dadurch mehr über Verhalten und Migration von Haien zu lernen. Zusammenhänge zwischen dem vermehrten Vorkommen von Haien in küstennahen Gebieten und der wachsenden Zahl an Wassersportlern werden noch untersucht. Dass die Zahl der Beutefische dieses Jahr besonders hoch ist und folglich mehr Haie angelockt werden, ist auch eine mögliche Erklärung.

Was also tun? Dem Beispiel Westaustraliens folgen und Haie, die der Küste zu nahe kommen, einfach töten? Oder wie in Queensland so genannte drum lines installieren? Oder sind Hainetze, wie sie in Sydney seit Jahren zum Einsatz kommen, die beste Lösung?

Ein wichtiger Punkt des Shark Summits war, dass sowohl Schwimmer, als auch Haie geschützt werden sollen. Experten beteuern, dass es nicht genug verwertbare Daten über Migration und Verhalten von Haien gibt und die Frage nach dem »warum« deshalb nur schwer beantwortet werden kann. Neben dem Fokus auf Forschung wurden auf dem Gipfeltreffen auch viele andere Vorschläge besprochen: Von Neoprenanzügen und Surfboards in Tarnfarben, dem Einsatz von elektromagnetischen Wellen und intelligenten Sonarbojen, die Haie an ihren Bewegungen erkennen und per Satellit die zuständigen Surfclubs alarmieren, war alles dabei. Die Experten kamen jedoch zu der Schlussfolgerung, dass alle Technologien noch weiter erforscht und getestet werden müssen. Ein so genanntes shark spotting program, wie es derzeit in Südafrika existiert, sei die einzige Methode, die sofort zum Einsatz kommen kann.

In Byron Bay und Umgebung wird die Küste sowohl am Wochenende als auch in den Schulferien von Helikoptern patrouilliert. Noch ist man vor allem auf die Hilfe der Anwohner angewiesen, Haisichtungen in unmittelbarer Küstennähe per Notruf zu melden. Die Polizei verständigt dann wiederum den zuständigen Surfclub. Als sehr effektiv hat sich auch die Facebookseite Shark Reports heraus gestellt, auf der Haisichtungen live gepostet werden. In Zukunft soll die von der Regierung initiierte Kampagne SharkSmart diese und andere Maßnahmen koordinieren.

No worries!

FOTO: ERNESTO BORGES (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Paljor aus Nepal

Im Gespräch mit Auswanderern über das Leben auf der großen Insel, die schönen Seiten Australiens, an was wir uns nie gewöhnen werden und was man so alles von daheim vermisst: Diesmal mit Paljor aus Nepal, der mit 18 nach Australien ausgewandert ist und sich in Sydney mittlerweile schon richtig daheim fühlt.

Über dich und deine Erlebnisse:

Woher kommst du, wie alt bist du und was machst du in Australien? Wie lange bist du schon hier? 
Ich wurde in Nepal geboren und habe dort meine Kindheit und Jugend verbracht. Meine Familie lebt nach wie vor dort. Mit 18 Jahren bin ich zum Studieren nach Australien gezogen und habe mir hier schließlich ein neues Leben aufgebaut. Heute bin ich 28 Jahre alt und arbeite als Marketing Koordinator für eine Sprachschule in Sydney.

Warum genau Australien? 
Es gibt mehrere Gründe, warum ich mich dazu entschlossen hatte, auszuwandern. Die Dinge standen damals sehr schlecht in Nepal, es gab Korruption, wo immer man auch hinsah und die Karriereaussichten waren sehr beschränkt. Ich konnte einfach das Licht am Ende des Tunnels nicht sehen und um ehrlich zu sein, ich kann es auch heute noch nicht, was sehr traurig ist.

Ausschlaggebend um nach Australien zu gehen, war sicherlich, dass es damals für nepalesische Studenten sehr einfach war, ein Visum zu bekommen. Außerdem sind die Ausbildungen hier top und damals waren auch die Studiengebühren noch relativ erschwinglich. Mein anderes Wunschziel wäre die USA gewesen, ein Visum für Amerika zu bekommen, war jedoch nicht ganz einfach.

Erinnerst du dich an deinen ersten Tag? Was hast du erlebt? 
Obwohl es schon zehn Jahre her ist, erinnere ich mich an den Landeanflug in Sydney, als wäre es erst gestern gewesen. Es war bereits Nacht und ich erinnere mich an all die Lichter, die ich vom Flugzeug aus sah und kurz wurde ich auch ein bisschen nervös, als ich daran dachte, dass ich nicht eine einzige Menschenseele in der Stadt dort unten kenne. Außerdem hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt nur ein einziges anders Land besucht – Indien – es war also alles sehr neu und aufregend für mich. Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, wie ich mit dem Taxi zu meiner Unterkunft gefahren bin und meine zukünftigen Mitbewohner kennen gelernt habe.

Was war dein größter Kulturschock? 
Ich würde es nicht unbedingt als Kulturschock bezeichnen, eher als falsche Vorstellung, die ich von Australien hatte. Ich dachte immer, dass Australien eine Mischung zwischen Großbritannien und Amerika ist, mit ähnlicher Kultur und Lebensweise. Und obwohl Australien auch heute noch als Land bezeichnet wird, das kulturell gen Westen ausgerichtet ist, wurde mir bald klar, dass es seine ganz eigene Identität hat, sowohl bedingt durch die einzigartige Lage und die Bereicherung durch die Kultur der Aborigines und Torres Strait Islander, als auch durch die vielen multi-ethnischen Migranten, die das Land zu dem gemacht haben, was Australien heute ist. Ich habe mich von Anfang an richtig wohl unter Australiern gefühlt und war sehr neugierig darauf, ihren Lebensstil und ihre Kultur näher kennen zu lernen und je länger ich hier lebe, desto mehr weiß ich den »Australian Way of Life« zu schätzen.

Wenn ich Australien mit Nepal vergleichen müsste, weiß ich gar nicht genau, wo ich anfangen soll. Die Liste der Unterschiede wäre unendlich... angefangen von der Lage, Lebensweise, dem politischen System, der Kultur, den Familienstrukturen... Ich muss aber sagen, dass Australier und Nepalesen auf ähnliche Art und Weise ein sehr freundliches Volk sind – die Charakterzüge Bescheidenheit und Liebenswürdigkeit sind in beiden Gesellschaften hoch angesehen.

Hast du manchmal Heimweh? Was fehlt dir? 
Manchmal habe ich Heimweh, aber nur nach meiner Familie und meinen Freunden, die in Nepal leben. Ich sehe meine Familie nur ca. alle drei Jahre. Meine Schwester studiert gerade Medizin in China. Das Land an sich vermisse ich jedoch nicht.

Erzähl mir von Australien:

Wie würdest du Australien mit ein paar wenigen Worten beschreiben? 
Australien – ein Naturparadies, wunderschöne Küstenlandschaften und fantastisches Wetter. Die Australier würde ich als sehr gelassen, aber zielstrebig bezeichnen, sie können mitunter Rowdys sein, haben aber eine warmherzige Art, sie sind alle sehr verschieden, aber doch geeint.

Was gefällt dir besonders gut an Australien? 
Ich liebe die Tatsache, dass man in Australien so viele unterschiedliche Erlebnisse haben kann – große glamouröse Städte (Sydney, Melbourne), kleine malerische Örtchen (Yamba, Byron Bay) und das ländliche Outback (Alice Springs). Nur eine Stunde Autofahrt von Sydney entfernt liegt beispielsweise das schöne kleine Dorf Wisemans Ferry oder Stanwell Tops, eine atemberaubende Küstenstraße.

Das Essen hat es mir hier ebenfalls angetan. Die Australier sind richtige »Foodies« und man findet in Sydney authentische Küche aus aller Welt. Neben moderner australischer Küche in top Restaurants (Quay in The Rocks), kann man auch authentisch japanisch essen gehen (ich empfehle Kuki Tanuki in Newtown), traditionelle indische Spezialitäten kosten (am besten bei Maya da Dhaba in Surry Hills), spanische Tapas genießen (unbedingt Tapavino in Sydneys Innenstadt besuchen) und selbst exotische nepalesische Küche findet man hier (Little Nepal in Burwood). Wer also auf ein gastronomisches Abenteuer aus ist, der ist in Sydney auf jeden Fall richtig.

An was wirst du dich nie gewöhnen?
Ganz ehrlich, ist gibt nicht eine einzige Sache, die ich hier nennen könnte. Das Leben in Australien ist einfach großartig, ich liebe dieses Land!

Wo befindet sich in deinen Augen der schönste Ort in Australien? 
Kurz gesagt: Sydney. Vielleicht bin ich in meiner Meinung dadurch beeinflusst, dass Sydney heute meine Heimatstadt ist, aber ich denke, dass die Stadt wirklich für jeden etwas zu bieten hat – egal was für Interessen oder Geschmack man hat, ob man ein Fan von Natur oder von Großstadt ist.

Würde deine Wahl wieder auf Australien fallen?
Auf jeden Fall!

Wie australisch bist du bereits?

Sprichst du jeden mit »how're you doing« an? 
Meistens schon, ja. Das geht ganz automatisch.

Isst du Vegemite zum Frühstück? 
Da ich bereits als Kind in Nepal Vegemite zum Frühstück gegessen habe, war das auf jeden Fall nichts Neues für mich. Mein Vater war als Kind in einem Internat in Indien untergebracht, das von Engländern geführt wurde. Daher kam er schon früh mit Marmite in Berührung (die englische Variante von Vegemite) und so wurde die Tradition in unserem Haus fortgesetzt und auch ich bin mit Marmite bzw. Vegemite zum Frühstück aufgewachsen.

Wie hast du die letzten Weihnachten verbracht?
Weihnachten habe ich erst richtig in Australien kennen gelernt. Das Christentum ist in Nepal nicht wirklich verbreitet, mehr als 80% der Nepalesen sind hinduistisch. Trotz dieser Tatsache sind die Leute sehr tolerant und es ist sogar verbreitet, mehreren Religionen gleichzeitig zu folgen. Meine Mutter zum Beispiel ist sehr gläubig und praktiziert sowohl den Hinduismus, als auch den Buddhismus. Mein Vater ist in einem buddhistischen Haushalt aufgewachsen, hat sich aber irgendwann zum Agnostiker entwickelt. Als ich alt genug war, über meine Religionszugehörigkeit zu entscheiden, entschied ich mich für den Atheismus. Trotz alledem feiern wir nach wie vor hinduistische und buddhistische Feste mit Familie und Freunden, ähnlich wie ich hier in Australien an den Feierlichkeiten zu Weihnachten teilhabe – nicht unbedingt im religiösen Sinne, aber einfach als eine Zeit, die man mit seinen Liebsten zusammen verbringt. Letzte Weihnachten habe ich mit meiner Familie und Freunden Geschenke ausgetauscht, es gab viel gutes Essen und es war einiges los!

Für die Aussies ist ein Strand ohne Wellen kein Strand. Was bevorzugst du? 
Ich mag Wellen sehr gerne, obwohl ich mich noch nie im Surfen versucht habe. Im Bodyboarden jedoch schon.

Besitzt du ein Paar Ugg Boots? 
Oh nein, niemals!

No worries!

FOTO: PALJOR LAMA
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Flüchtlingskrise – Wie reagiert Australien?

Das kennen wir auch aus Europa: Nicht immer stimmt die Meinung des Volkes mit den Taten der Politiker überein. In Angesicht der weltweiten Flüchtlingskrise gerät Australiens Regierung jedoch zusehends unter Druck. Während Länder wie Deutschland Kriegsflüchtlinge willkommen heißen und zugesagt haben, 500.000 und mehr aufzunehmen, kristallisieren sich in Australien gerade zwei Dinge heraus.

Zum Ersten scheint der Plan, Asylsuchende in Kambodscha anzusiedeln, nun endgültig in sich zusammen zu brechen. 55 Mio. Australische Dollar hat diese fragwürdige Aktion bisher gekostet. Die australische Regierung verbannt Bootsflüchtlinge, die versuchen, die australische Küste zu erreichen, seit einigen Jahren auf die pazifischen Inseln Nauru oder Manus Island, in so genannten »offshore detention centres«. Alle Flüchtlinge, die dorthin kommen, haben keine Chance, in Australien angesiedelt zu werden. Das Problem ist nur, dass diese armen Inselstaaten unmöglich so viele Flüchtlinge aufnehmen können, daher hat Premierminister Tony Abbott vergangenes Jahr mit Kambodscha einen neuen Deal geschlagen: 55 Mio. Australische Dollar dafür, dass anerkannte Flüchtlinge, die in Nauru oder Manus Island festsitzen – anstatt in Australien – in Kambodscha angesiedelt werden. Und das Resultat? Gerade einmal vier Personen wurden seit Juni in dem Dritte-Welt-Land aufgenommen. Einer von ihnen möchte laut Medienberichten nun freiwillig in seine alte Heimat zurückkehren.

Zum Zweiten soll Australien nun auch seinen Teil zur weltweiten Flüchtlingskrise beitragen und mehr Asylsuchende aus Syrien aufnehmen. Dem hat die australische Regierung am vergangen Sonntag zwar zugestimmt, sich gleichzeitig aber ein Hintertürchen offen gelassen: Es sollen in Zukunft zwar mehr syrische Flüchtlinge aufgenommen werden, dafür aber weniger Menschen aus anderen Krisengebieten. Die Quote muss gleich bleiben. Gleichzeitig ist eine heftige Diskussion darüber entbrannt, dass nur christliche Syrer aufgenommen werden sollen. Die vorherrschende Stimmung im Parlament: »Wir wollen keine muslimischen Männer«. Die australische Regierung ließ heute verlautbaren, dass ein Entschluss gefallen sei. Premierminister Tony Abbott hat zur Überraschung aller nachgegeben: Zusätzlich zur jährlichen Flüchtlingsquote von 13.750, sollen nun auch 12.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen werden. Bedingung bleibt jedoch, in erster Linie »verfolgten Minderheiten« eine permanente Aufenthaltsbewilligung in Australien zu gewähren.

No worries!

FOTO: MICHAEL COGHLAN (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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