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Das hässliche Entlein

Viele Dinge sind ja einfach anders hier, am anderen Ende der Welt. Hab ich bereits erwähnt, dass es in Australien nur schwarze Schwäne gibt? Die Aussies schauen ganz erstaunt, wenn ich ihnen erkläre, dass die Schwäne bei uns ein schneeweißes Federkleid haben. Wie hier wohl die Geschichte vom hässlichen Entlein geht? Ob die Australier da ihre eigene Version haben?

No worries!



FOTO: AZIEM HASSAN (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Autofahren bald ab 12 Jahren?

Australien überlegt sich neuerdings, ob man nicht schon mit 12 Jahren anfangen sollte, das Autofahren zu üben. Experten sagen, man müsse vorbeugen, denn mit 16 sei das oft schon zu spät und die Jugendlichen hätten da bereits die schlechten Fahrgewohnheiten der Eltern verinnerlicht. Dabei geht man im Klartext davon aus, dass die Eltern alle schlecht Auto fahren und nicht im Stande sind, ihren Kindern das Verhalten im Straßenverkehr ordentlich beizubringen. Das lassen sich Australiens Eltern also gefallen? Wortwörtlich heißt es nämlich »wir wollen den Kindern richtiges Fahren beibringen, bevor sie mitunter gut gemeinte, aber leider schädigende Fahrstunden von den Eltern erhalten«. Aha. So geht das also in Australien. Einfach mal schnell das Lenkrad an sich reißen! Die Eltern müssen ja einen unglaublich schlechten Einfluss haben, wenn man da schon bei 12-jährigen intervenieren muss.

Gerechtfertigt wird diese Maßnahme, die in den Schulunterricht integriert werden soll, mit den Worten: »Wir klären die Kinder über Sexualkunde in einem frühen Alter auf und erwarten da ja auch nicht, dass sie als 12-jährige gleich raus gehen und Sex haben!« Link zum Artikel Können Australiens Eltern da also beruhigt aufatmen? Dass der Staat jetzt die Kontrolle hat und ihnen die Erziehung und Aufklärung ihrer Kinder abnimmt? Wäre es da nicht sinnvoller, anstatt den Eltern all ihre Verantwortung abzunehmen, jeden Anwärter auf einen Führerschein dazu zu verpflichten, Fahrstunden mit einem Fahrlehrer nehmen zu müssen?

Im Staat New South Wales gibt es einen Phasenführerschein mit dem man schon mit 16 Jahren auf die Straße darf. Man absolviert einen theoretischen Test und los geht’s! Es darf jedoch nur unter Aufsicht einer anderen Person gefahren werden, die einen gültigen Führerschein besitzt (normalerweise sind das die Eltern). Nach einem Jahr und 120 Fahrstunden muss eine praktische Prüfung mit einem Fahrlehrer absolviert werden. Hat man bestanden, wird man aufgestuft und es folgen zwei weitere Jahre mit einer Art Probeführerschein, die man schließlich mit einem letzten theoretischen Test abschließt.

Fahrstunden muss man also keine nehmen, wenn man nicht will. Und dann wundert man sich darüber, wenn es viele schlechte Autofahrer gibt und beschuldigt die inkompetenten Eltern?

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Himmel, Arsch und Zwirn!

In Australien flucht man gerne und oft. Fluchen kann hier durchaus positiv sein, wenn man z.B. von seinem »f-ing mate« spricht oder aber negativ, wenn man sich durch den alltäglichen Verkehr mit rücksichtslosen Autofahrern kämpfen muss. Manch ein Auswanderer zuckt bei der ersten Autofahrt erschrocken zusammen und ist froh, dass niemand die Salve an Schimpfwörtern des aufgebrachten Fahrers hören kann, sonst wäre es einem doch glatt ein bisschen peinlich.

In Australien ist das alles aber halb so wild. Fluchen gehört hier zum guten Ton und ist Teil der ganz normalen Umgangssprache. Vor allem das f-Wort wird mit Vorliebe verwendet. Man könnte schon fast sagen, dass die Allgemeinheit desensibilisiert ist, was das fluchen betrifft – denn »colorful language« (farbenfrohe Sprache) wie das hier gern umschrieben wird, ist nämlich ganz normal.

Neuerdings müssen die easy-going Aussies aber aufpassen, was sie in der Öffentlichkeit sagen, denn Fluchen gilt seit 2011 als strafbare Handlung. Wer sich nicht zurück halten kann und auf offener Straße Schimpfwörter verwendet, muss Buße zahlen! Je nach Bundesstaat kann die Polizei auf der Stelle zwischen 100 und 240 Dollar kassieren. Immer wieder schön, diese vielen Regeln und Strafen und wie der Staat eifrig in seiner Vaterrolle für Recht und Ordnung zu sorgen versucht. Und nebenbei verdient sich dabei sicher auch nicht schlecht. Link zum Artikel

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Roadtrip – Autofahren in Australien

Auto fahren in Australien ist gefährlich. Rücksichtslose Fahrer die kreuz und quer die Spuren wechseln – und das auch auf der Autobahn – ist in der Stadt so ziemlich normal. Dass die öffentlichen Verkehrsmittel in diesem Land nicht sonderlich gut ausgebaut sind, weiß man auch. Australien ist nämlich, genau wie Amerika, ein Land der Autofahrer. Würde man sich da aber nicht erwarten, dass die Infrastruktur zumindest etwas besser funktioniert? Würde man wohl, man wird aber leider enttäuscht: Viel zu hohe Verkehrsbelastung und viel zu wenig Straßen die dazu noch in schlechtem Zustand sind. Das findet man jedenfalls in New South Wales.

Auch einen Roadtrip zu machen, kann mitunter zum Erlebnis werden. Auf der 2-spurigen Autobahn, auf der man maximal 110 km/h fahren darf, sind oft mehr Autos unterwegs, als man meinen würde. Die Strecke von Sydney nach Port Macquarie fährt sich noch relativ gut. Dann ist es jedoch schlagartig Schluss mit dem Luxus. Weiter geht es nämlich mit einer 1-spurigen Straße, die sich durch alle Dörfer schlängelt. »Pacific Highway« wird das hier genannt und bildet die Hauptverkehrsanbindung für jeden, der die 900 Kilometer Strecke von Sydney nach Brisbane zurück legen will.

Auch Leitplanken und Pannenstreifen wie man sie aus Österreich oder Deutschland kennt, sind hier nicht sehr verbreitet. Es gibt zwar größtenteils so etwas wie einen Pannenstreifen, der ist jedoch sehr schmal und wird von den Australiern gern für kurze Pausen auf der Autobahn verwendet. Oder er dient der Polizei für Radarkontrollen. Denn: Auch Raststätten und Tankstellen sind nur sehr dünn gesät! Verspürt man mal den dringenden Drang aufs Klo zu müssen, dann sollte man jede Möglichkeit nutzen. Denn »ich halte es noch bis zur nächsten Raststätte aus«, geht hier meistens in die Hose. Da machen die Aussies doch mal lieber am Rand der Autobahn eine kurze Pause oder ein Picknick. Ist ja auch gar nicht gefährlich. Verwundert sein und vor allem erschrecken darf man auch nicht, wenn einem plötzlich ein Radfahrer auf der Autobahn begegnet. Wo uns einer die Hände über dem Kopf zusammen schlägt, ist das ist hier nämlich ganz normal.

No worries!

FOTO: FRANCESCA PALAZZI (FLICKR)
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Drei Witze

Anpassung geschieht in kleinen Schritten. In letzter Zeit werde ich immer mutiger, was den australischen Humor betrifft. Deshalb hier mal drei Witze ...

1. Alle Österreicher haben einen Keller
Das ist mein neuer Lieblingswitz. Der geht aber leider auf meine Kosten. Ist es nicht schön, wenn man auf eine Party kommt und vom Gastgeber den Leuten anhand eines unterhaltsamen Scherzes vorgestellt wird? Und zwar geht der so: »Hey Leute, hört mal her, das ist Nina aus Österreich und bevor ihr fragt – keine Angst, sie hat keinen Keller daheim!« Allgemeines Gelächter und begeisterte Zustimmung. Ich hole gerade zu einem bissigen Gegenangriff aus, so was wie »Ja, ich habe gehört die Australier waren auch lange Zeit Meister im Kinder entführen – und das sogar mit Einverständnis der Regierung!«, da fällt mir ein, lieber wieder mal no worries zu denken, ein Lächeln aufsetzen und es mir zu verkneifen. Die Australier  würden das ja wieder in den falschen Hals kriegen.

2. Australier lieben langweilige Sportarten
Australien gehört voll und ganz zu den sportliebenden Nationen. Jedoch begeistert man sich hier für andere Sportarten als anderswo auf der Welt. Hier dominieren Cricket, Rugby, Football, Surfen und Pferderennen. Mal echt ein ganz anderes Mix. Das Problem ist nur, dass Cricket unglaublich langweilig ist – ungefähr die langweiligste Sportart für den Zuschauer, die es gibt – und für Rugby oder Football (Männer die auf einem Feld um einen Ball streiten und ihre Kraft und Männlichkeit demonstrieren) hatte ich noch nie was übrig. Da vermisst man doch glatt den guten alten Fußball! Aber nun zum Witz. Ich wollte einen Scherz machen, einen sarkastischen Scherz, weil hier ist ja immer alles so halb ernst gemeint. Also hab ich zu ein paar Aussies gesagt, die sich im Pub zum Football Spiel getroffen haben, dass ich dieses Spiel echt super-doof finde und allgemein nicht verstehe, wie eine Sportnation wie Australien auf so langweilige Sportarten stehen kann. Das ist den Aussies mal wieder schlecht aufgestoßen und ich habe vernichtende Blicke geerntet. Das würde doch wohl sehr abwertend klingen, was ich da sage! Gelacht wurde nicht. Das kam wohl nicht so gut an.

3. Mehr Hobbit als Aragorn
Nun zum dritten Witz. Die Australier lieben Sarkasmus und ich versuche auch immer ganz viel sarkastisch zu sein. Die Zutaten kenne ich mittlerweile, aber manchmal kommt es mir so vor, als verstehe ich die unterschiedlichen Maßangaben zu diesem Humor noch nicht ganz. Ein australischer Arbeitskollege legt mich immer wieder mit seinen sarkastischen Bemerkungen aufs Kreuz. Oft lacht er sich darüber kaputt, dass ich alles zu ernst bzw. zu wortwörtlich nehmen würde. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und kontere an manchen Tagen gekonnt zurück. Zum Beispiel als mein Arbeitskollege mir erklärte, dass er doch so gerne etwas fitter sein würde und etwas besser aussehen würde, sein Held und Vorbild sei ganz klar Aragorn aus »Herr der Ringe«. Da meinte ich, dass er da aber viel machen müsse, weil er wesentlich mehr einem Hobbit gleicht, als dem heldenhaften Aragorn (was irgendwie auch der Realität entspricht). Meine kanadische Arbeitskollegin – die auch ihre Probleme mit dem Humor der Australier hat – war ganz erschrocken und meinte, dass wäre nun doch etwas zu taktlos von mir gewesen. Aber ich glaub der Australier hat mich da schon verstanden.

Hat er? Also ganz sicher bin ich mir ja nicht. Der erste Witz ging definitiv auf meine Kosten und ich fand den ja eigentlich nicht so lustig (zumindest bin ich davon verschont geblieben, mit einem Hitler-Witz vorgestellt zu werden). Und einen Witz dagegen zu halten, wäre da auch nicht gut angekommen. Der zweite Witz war wahrscheinlich zu wenig Scherz und zu viel Ernst, war also wiederum für die Aussies nicht so lustig. Außerdem sind Witze, die in irgendeiner Weise ihr Land »beleidigen« ja sowieso äußerst grenzwertig. Und der dritte? War der nun genau richtig??

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Eingestellt von : Nina Fischer
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