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Ein Roadtrip mit Triple J

Gerade hat der wichtigste Nationalfeiertag im australischen Jahr begonnen: der Australia Day. Wenn das Wetter mitmacht, verbringen ihn viele Australier am Strand. Manche treffen sich mit Freunden im Pub oder veranstalten bei sich daheim eine Grillparty. Ich verbinde diesen Tag in erster Linie mit den »Hottest 100« des australischen Radiosenders Triple J. Jedes Jahr am Australia Day werden hier die Jahrescharts präsentiert, der Schwerpunkt liegt dabei auf Indie und Electronic. Im vorherigen Jahr schaffte es Vance Joy mit »Riptide« auf Platz eins. Mein Tipp für dieses Jahr geht übrigens an Chet Faker und Milky Chance.

Deshalb mein Vorschlag: Wie wär's denn mit einem gemütlichen Roadtrip, raus aus der Stadt, an der Küste entlang fahren und dabei gespannt die Hottest 100 mitverfolgen? Das hört sich doch nach einem guten Plan an. Mehr Infos zum Countdown findet ihr hier.

No worries!

FOTO: H3LL94 (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Insidertipps: Unterwegs in Sydney

Die beste Aussicht hat man auf der Terrasse der »Opera Bar« mit Blick auf die Harbour Bridge und der »O Bar«, wo man im 47. Stock auf einer sich um die eigene Achse drehenden Plattform bei grandioser Aussicht einen Cocktail schlürfen kann.

Das beste Steak hat seinen Preis! Bei »Meat & Wine Co« in Darling Harbour gibt es saftige Steaks ab 30 Dollar, wer mal ein richtiges Fine Dining Experience haben möchte, bekommt dies in der City im »Rockpool Bar & Grill«. Steaks ab 50 Dollar aufwärts.

Die besten Pubs sind das »3 Weeds« in Rozelle, »Beach Road« in Bondi und das »Beresford Hotel« in Surry Hills. Letzteres hat noch dazu wirklich gutes Pubfood im Programm und einen hübschen Garten.

Die besten Küstenwalks sind Manly nach Shelly Beach, wo man mit etwas Glück Wasserdrachen begegnen kann und der Spaziergang entlang steiler Klippen von Bondi nach Coogee.

Der beste Strand ... oh, das ist schwer. In Cronulla befindet sich der der längste Sandstrand (5 km), Tamarama hingegen ist ein süßer kleiner Strand umgeben von Klippen und einer hübschen Wohngegend. In Bondi's »Icebergs« hat man einen wunderbaren Blick aufs Meer und die Surfer.

Das beste Eis gibt es in der »Bar Italia« in Leichhardt, eines der italienischen Viertel in Sydney. Besonders empfehlenswert: die Sorte Tiramisu.

Die beste Pizza der Welt gibt es gleich vier Mal in Sydney, ausgezeichnet mit dem italienischen Gütesiegel »authentische neapolitanische Pizza«. Wir bevorzugen »Aperitivo« in Leichhardt.

Das beste Café nennt sich »The Grounds« und befindet sich in Alexandria. Neben dem Café gibt es dort auch eine Kaffeerösterei, einen Gemüse- und Kräutergarten, einen Floristen, einen Spezialitätenladen und eine Bäckerei. Auch Märkte werden regelmäßig veranstaltet.

Der beste Club und absolut sehenswert ist das »Ivy«. Alles was Rang und Namen hat, war hier schon einmal. Ebenso diejenigen, die es gerne wären. Hochhackige Schuhe und Mini-Kleid nicht vergessen!

No worries!

FOTO: NINA FISCHER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Angst vor dem Weihnachtsmann

Bald ist es soweit, Weihnachten steht wieder vor der Tür und in Australien, dem Land der tausend Verbote, wird derzeit gerade heiß über die Gefahr diskutiert, die vom Weihnachtsmann ausgeht.

In Australien ist es Tradition, dass die Kinder in der Vorweihnachtszeit den Santa Claus im Einkaufszentrum treffen. Sie sitzen auf seinem Schoß, erzählen ihm, was sie sich zu Weihnachten wünschen und zum Andenken wird ein Foto gemacht. Ganz so, wie wir das aus amerikanischen Filmen kennen. Aktivisten und besorgte Eltern haben sich nun jedoch zu Wort gemeldet, denn sie wollen Schluss machen mit dieser Tradition. Es ginge um den Schutz der Kinder, der verkleidete Weihnachtsmann könnte schließlich ein pädophiler Kinderschänder sein.

Mark Overall, Santatrainer einer Firma die hunderte Weihnachtsmänner für ihre Einsätze in Einkaufszentren ausbildet, kann die Angst der Eltern zwar nachvollziehen, findet es jedoch unfair zu mutmaßen, dass alle (Weihnachts)männer Pädophile seien. Zudem würde kein Kind zu irgendetwas gezwungen. Aktivisten argumentieren hingegen, dass man seine Kinder nicht dazu ermuntern würde, auf den Schoß fremder Männer zu sitzen ... warum sollte das beim Weihnachtsmann also anders sein? Link zum Artikel.

No worries!

FOTO: KEVIN DOOLEY (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Tony Abbott unbeliebtester Premierminister

Der derzeitige australische Premierminister hat sich mittlerweile zu einer Art Hassfigur entwickelt. Er ist nicht nur äußerst unbeliebt bei seinen Wählern, sondern auch in der eigenen Partei. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage hat die derzeitige Regierung wachgerüttelt, denn sie zeigt, dass die Unzufriedenheit der Wähler nichts mit der Partei selber zu tun hat: Das Problem ist Tony Abbott.

Gebrochene Wahlversprechen, inkompetent, nicht vertrauenswürdig – das sind die Hauptkritikpunkte am derzeitigen Premierminister. Während der Amtszeit von Julia Gillard hat sich Tony Abbott vor allem dadurch beliebt gemacht, jeden Schritt der damaligen Premierministerin öffentlich anzuprangern: Sie sei inkompetent und unzuverlässig, ja gar die schlechteste Staatsführerin der australischen Geschichte. Damit konnte er seinerzeit viele Wählerstimmen gewinnen. Was die Australier damals wohl als richtig erachteten – Tony Abbott ihre Stimme zu geben und ihn zum neuen Premierminister zu machen – fällt ihnen nun auf den Kopf: Heute glauben nur noch 50% daran, dass Tony Abbott seines Amtes fähig ist. Dies ist das schlechteste Ergebnis seit Beginn der Befragungen im Jahre 1995. Im Vergleich dazu konnte Julia Gillard, die beim Volk auch eher unbeliebt war, sogar an ihrem absoluten Tiefpunkt noch 53% erreichen.

Oppositionsführer Bill Shorten, der ebenfalls nicht als vertrauenswürdiger Politiker gilt (»nobody you would trust feeding your dog«, wie es der Sydney Morning Herald umschreibt), wird von den Befragten trotzdem als »stärker, zuverlässiger und kompetenter« eingestuft. Ironischerweise schließt sich der Kreis so wieder, denn alles was Bill Shorten bisher geleistet hat, ist sich Tony Abbott und seiner Politik entgegenzustellen – denselben Weg hat Tony Abbott damals mit Julia Gillard eingeschlagen und so die darauf folgende Wahl gewonnen.

Aber nicht nur die Wähler sind unzufrieden. Der Sydney Morning Herald schreibt: »Tony Abbott ist zu einer Bürde für seine eigene Partei geworden.« Und was meint er selber dazu? Der australische Premierminister verlautbarte bei einem Meeting vergangene Woche, dass 2014 ein Jahr voller Erfolge gewesen sei. Mehr dazu hier.

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Eingestellt von : Nina Fischer
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Auswanderlust

Australien ist das Einwanderungsland schlechthin, das wissen wir alle. Aber wie steht es eigentlich mit Auswandern? Zieht es die Australier auch in die Ferne? Wie viele Menschen verlassen pro Jahr »the lucky country« und versuchen ihr Glück lieber anderswo?

Laut der australischen Regierung steigt die Zahl derjenigen, die Australien jährlich verlassen, seit den 90er Jahren kontinuierlich an. Im Finanzjahr 2012/13 sind insgesamt 152.414 Menschen eingewandert, gleichzeitig haben 91.761 die Insel verlassen. Der Großteil der Einwanderer kommt mit nahezu 50% aus Neuseeland, größere Gruppen kommen auch aus Indien, China und Großbritannien.

Gut die Hälfte aller Auswanderer wurden nicht in Australien geboren, viele kehren wieder in ihr Geburtsland zurück. Dabei stehen Neuseeland (10%), Großbritannien (8,2%), China (7%), Hong Kong (2,7%) und die USA (1,4%) an der Spitze der Liste. Für gebürtige Australier sind englischsprachige Länder besonders beliebt. Fast die Hälfte der in Australien geborenen Emigranten sind nach Großbritannien, Neuseeland oder in die USA ausgewandert. Weitere beliebte Destinationen sind Singapur, Hong Kong und die Vereinigte Arabische Emirate.

Laut dem Department of Immigration and Border Protection wandern die meisten Australier aus rein wirtschaftlichen Gründen aus. Viele erhoffen sich anderswo bessere berufliche Aussichten bei niedrigeren Lebenshaltungskosten. Nicht in Australien geborene Emigranten verlassen die Insel aus den unterschiedlichsten Gründen: Heimweh und wirtschaftliche Unsicherheit können ein Grund sein, Scheidung, Verwitwung oder Pension ein anderer. Neuseeländer scheinen hier eine signifikante Ausnahme darzustellen, denn ihre Zahl hängt stark mit deren Arbeitslosenrate in Australien zusammen: Wenn sie hier nicht Fuß fassen können, sprich arbeitslos sind, kehrt ein Großteil von ihnen in ihre Heimat zurück.

Besonders interessant ist die Tatsache, dass 63,2% aller Emigranten, die einer beruflichen Tätigkeit nachgehen, Hochqualifizierte und Manager sind. Die Abwanderung von Fachkräften scheint also auch in Australien ein aktuelles Thema zu sein. Laut einem Sprecher der Indian Australian Association of NSW verlassen viele hoch qualifizierte Migranten Australien aufgrund fehlender beruflicher Perspektiven. Ein Großteil von ihnen arbeitet in Jobs, für die sie überqualifiziert sind. Es fehlt ihnen an Erfahrung im australischen Arbeitsmarkt – local experience wie man das so gerne nennt – was zumeist als Grundvoraussetzung gilt, um in diesem Land beruflich Fuß fassen zu können. Viele Migranten schaffen es nicht, sich aus dieser Zwickmühle zu befreien. Mehr zum Thema hier.

No worries!

Anmerkung: Die Daten werden übrigens mit der migration card gesammelt, die man bei der Ein- bzw. Ausreise in Australien ausfüllen muss und bilden die Grundlage für die vorliegenden Statistiken.

FOTO: CRAIG SUNTER (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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