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Hainetze – Wie effizient sind sie?

Es ist nach wie vor umstritten, ob die Hainetze entlang der Küste von New South Wales überhaupt den gewünschten Effekt haben: Haie davon abzuhalten, sich den Stränden und somit den Menschen zu nähern. Viel mehr hat sich die Debatte darüber in den letzten Jahren verschärft, wie sinnvoll diese Art von Prävention überhaupt ist.

Als wirklich gefährlich für den Menschen werden lediglich Bullenhaie, Tigerhaie und Weiße Haie eingestuft. Bedenklich ist jedoch, wie viele andere Meeresbewohner als Beifang in den Netzen verenden. Sie bleiben mit ihren Flossen in den großen Maschen hängen, können nicht mehr an die Oberfläche gelangen und ertrinken schließlich.

Statistik zum Beifang der Hainetze in New South Wales von 1950 bis 2008 (Quelle):
  • 4.666 Hammerhaie
  • 3.040 Stachelrochen
  • 2.949 Requiemhaie (dazu gehören u.a. auch Bullenhaie)
  • 2.313 Engelhaie
  • 651 Port-Jackson-Stierkopfhaie
  • 577 Weiße Haie
  • 406 Fische
  • 377 Sandtigerhaie
  • 352 Tigerhaie
  • 158 Siebenkiemerhaie
  • 144 Makohaie
  • 125 Fuchshaie
  • 143 Delphine
  • 98 Schildkröten
  • 42 Teppichhaie
  • 7 Wale
  • 6 Dugong
  • 4 Seelöwen
  • 1 Penguin
Viele dieser Tiere – so auch der Weiße Hai – stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten. 51 Strände sind in New South Wales mit Hainetzen ausgestattet, obwohl es keine standfesten wissenschaftlichen Studien gibt, die belegen, dass Haiangriffe durch das Anbringen von Hainetzen verhindert werden können. Hainetze funktionieren lediglich nach dem Prinzip: Je weniger Haie im Umlauf, desto geringer ist das Risiko eines Angriffs. Kritiker meinen, es sollte mehr Geld investiert werden, um Methoden zu entwickelen, wie man Haie abschrecken kann, anstatt das Problem nach dem Prinzip »fangen und töten« anzugehen.

Auch andere Länder wie Hong Kong und Südafrika haben Hainetze installiert. Der Bundesstaat Queensland verwendet hingegen so genannte drum lines, bei denen Haie mit Hilfe von speziellen Ködern, die an Fischhaken angebracht sind, gefangen werden. Auch diese Methode ist umstritten, hat jedoch den Vorteil, dass der Beifang wesentlich geringer ist. Was denkt ihr über dieses Thema? Rechtfertigt die Angst vor dem großen Weißen Hai den Tod all dieser Tiere?

No worries!

FOTO: RYAN ESPANTO (FLICKR)

1 Kommentar:

  1. Hainetze sollten verboten werden. Es kann doch nicht wahr sein dass Tiere, die auf der roten Liste stehen, wegen der Paranoia von Menschen auf grausame Weise und in hoher Zahl zu Tode kommen.

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