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Australien: Ein besseres Leben?

Wie bereits im vergangenen Jahr und in jenem davor schaffte es Australien auch bei der OECD-Studie 2015, dem Better Life Index, auf Platz eins. Besonders gut hat Australien bei den Themen bürgerschaftliches Engagement, Gesundheit und Bildung abgeschnitten. Am unteren Ende der Liste – und im Vergleich dazu etwas aus dem Rahmen fallend – befindet sich die Work-Life-Balance. Von insgesamt 36 Ländern liegt Australien hier an 30. Stelle. Die Studie besagt, dass 14% aller Angestellten 50 oder mehr Stunden pro Woche arbeiten und die Australier nur 60% ihres Tages persönlichen Bedürfnissen (Schlafen, Essen etc.) und Freizeitaktivitäten widmen. Damit liegt Australien unter dem OECD-Durchschnitt und hinter allen europäischen Ländern.

Lebensqualität
Warum möchten so viele Deutsche unbedingt nach Australien auswandern? Neben dem guten Wetter wird oftmals als erstes die Lebensqualität genannt. Diese soll ja (angeblich) in Australien so viel besser sein. Aber was genau versteht man denn eigentlich darunter? Bezieht sich das wirklich nur auf die vielen Sonnenstunden? Die Nähe zur Natur? Den Traum vom Leben am Meer? Oder die Hoffnung, Teil einer stressfreieren Gesellschaft zu sein? Formale Themen wie Bildung, Arbeit, Sicherheit und Gesundheit sollten hier zwar ebenfalls eine Rolle spielen, werden aber nur selten als Grund genannt, um nach Australien auszuwandern. Viele Auswanderer oder jene, die es gerne noch werden wollen, sind in erster Linie an der einzigartigen Lebensqualität dieses Landes interessiert. Und ich gebe zu – in einer wunderschönen Stadt wie Sydney zu leben, in der es Strände, Natur und Freizeitangebote im Überfluss gibt – ist schon etwas ganz besonderes. Die Leute sind locker drauf, stressen tut sich hier kaum jemand und wenn, dann lässt man es sich nicht anmerken. Ist es jedoch den Preis wert, den man für diese Lebensqualität bezahlt?

(Über)leben
Sydney ist ein teures Pflaster. Klar kann man in Australien auch günstig leben, wenn man sich irgendwo auf dem Land niederlässt, diesen Traum verfolgen jedoch nicht alle. Den Großteil zieht es in die Städte und dort ist das Leben teuer. Eine Neubauwohnung in Sydneys Inner West mit 75 m² kostet schnell mal $700 Miete pro Woche (nein, ich habe mich nicht verschrieben, es ist wirklich pro Woche). Ein Zimmer in einer WG, das man sich mit einer anderen Person teilen muss, kostet so um die $180 pro Woche. Für ein Einzelzimmer wären das also $360. Der Brutto-Mindestlohn in Australien beträgt derzeit knapp $35.000 im Jahr (ca. $16,40 pro Stunde). Wieviel man in Australien durchschnittlich verdient, ist schwer zu sagen, da es hierzu unzählige Statistiken gibt und jede einen anderen Betrag nennt, sie variieren jedoch meistens zwischen $55.000 und $75.000 im Jahr. Laut einem aktuellen Bericht des Business Insider muss man in Sydney jedoch mindestens $106.000, in Melbourne $75.400 im Jahr verdienen, um sich ein Eigenheim im Mittelsegment leisten zu können. Wie gut die Australier mit ihrem Gehalt zurecht kommen, könnt ihr in diesem Bericht nachlesen.

Work-Life-Balance
Als Angestellter in Australien hat man in New South Wales nur neun Feiertage und 20 Urlaubstage im Jahr. Im Vergleich dazu genießt man in Österreich 13 Feiertage und 25 Tage Urlaub. Deutschland hat neun Feiertage in Berlin, zwölf Feiertage in Bayern und durchschnittlich ebenfalls 25 Tage Urlaub (oder sogar 30). Da auch Modelle wie Gleitzeit und Zeitausgleich hier weitgehend unbekannt sind, verbringt man in Australien wesentlich mehr Zeit seines Lebens am Arbeitsplatz – und diese wird hoch bewertet: Lieber ein Angestellter, der zwischendurch im Internet surft und nicht effizient arbeitet, dafür aber anwesend ist, als ein Angestellter, der seinen Job zwar schnell und gut macht und dafür aber früher nach Hause geht. Im Normalfall wird auch von einem erwartet, dass man unbezahlte Überstunden macht. Laut einer Studie des Australia Institute sind das durchschnittlich sechs Stunden pro Woche. Weiters heißt es in der Studie, dass 50% der Befragten ihren Jahresurlaub nicht oder nur teilweise in Anspruch nehmen. Jeder fünfte Angestellte verzichtet auf seine Mittagspause. Als Gründe hierfür nennen viele Australier, dass sie sich direkt oder indirekt vom Chef unter Druck gesetzt fühlen oder Angst davor haben, die Arbeitsstelle zu verlieren.

Australische Auswanderer
Genau aus diesen Gründen zieht es auch einige Australier ins Ausland: Carly Hulls, die nach Wien ausgewandert ist, gefällt an Österreich unter anderem die Work-Life-Balance besonders gut. Sie habe hier gelernt, alles etwas ruhiger anzugehen und ihre Wochenenden und ihre Freizeit mehr zu schätzen. Auch die Familie Binning, die nach Dänemark ausgewandert ist, weiß die »gesunde Arbeitskultur, in der auch Platz für ein Leben außerhalb der Arbeit ist« sehr zu schätzen. Auch sie hätten sich in Australien nicht getraut, den vollen Jahresurlaub in Anspruch zu nehmen, aus Angst den Job zu verlieren oder der Karriere zu schaden. Ähnlich Positives hatte auch eine Freundin von mir zu berichten, die als Australierin zwei Jahre in Dänemark gelebt und gearbeitet hat.

Fazit: Nur weil Australien immer wieder zur lebenswertesten Nation der Welt gekürt wird, heißt das noch lange nicht, dass jeder Auswanderer hier findet, was er sucht. Die Nähe zum Meer und das Leben in einem Land, in dem alle ziemlich locker drauf sind, ist für viele der Traum schlechthin. Ob es den Preis tatsächlich wert ist, den man dafür bezahlt, muss aber jeder für sich entscheiden. Denn wer Lebensqualität in erster Linie mit einer gesunden Work-Life-Balance gleichsetzt, für den ist Australien vielleicht dann doch nicht das Richtige.

No worries!

FOTO: NICK DH.B. (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Australien in der Drogenkrise

Laut einer Umfrage von 2013 haben 42% der Bevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben zu illegalen Drogen gegriffen. Innerhalb dieser Gruppe rauchen 35% Kannabis, 10,9% nehmen Ecstasy, 8,1% Kokain und 7% Amphetamine (hierzu gehören z.B. Crystal Meth und Speed). Weiters hat jede siebte Person über 14 Jahren angegeben, in den letzten zwölf Monaten Drogen konsumiert zu haben. In der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen war es sogar jede vierte Person. Kannabis und Crystal Meth sind jene Drogen, die die größte Abhängigkeit verursachen. Besonders letztere bereitet den Behörden Sorgen, da der Konsum in den vergangenen Jahren rasant angestiegen ist. Von 2010 bis 2013 hat sich die Anzahl der Menschen, die aufgrund von Crystal Meth behandelt werden mussten, mehr als verdoppelt.

Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass in Australien mehr illegale Drogen konsumiert werden, als in anderen Regionen der Welt. In einer Umfrage der UNODC von 2014 steht Ozeanien (Australien und Neuseeland) fast in allen Bereichen an erster Stelle. Nirgendwo sonst wird so viel Kannabis, Ecstasy, Opioide, Amphetamine und Kokain konsumiert. Und das obwohl der Preis für Kokain in Australien mit durchschnittlich 204 Euro pro Gramm mehr als doppelt so hoch ist, als in anderen Ländern. Ebenso ist die Sterberate in Zusammenhang mit Drogen überdurchschnittlich hoch. Im Jahr 2012 starben laut Daten des Australischen Büro für Statistik 1.427 Menschen an einer Überdosis. Im Vergleich dazu lag die Zahl der Verkehrstoten im selben Jahr bei 1.338 Menschen.

Auch die beliebte Partydroge Ecstasy wird derzeit viel diskutiert. Innerhalb der letzten zwei Wochen sind gleich zwei junge Menschen während dem Stereosonic Music Festival in Sydney und Adelaide gestorben. Eine weitere Person war in kritischem Zustand und musste ins künstliche Koma versetzt werden. In Brisbane sind während dem Festival zwanzig Personen in Folge einer Überdosis ins Krankenhaus eingeliefert worden. Insgesamt sind dieses Jahr allein in New South Wales fünf Menschen im Alter von 15 bis 34 Jahren auf Festivals gestorben. Der Tod tritt zumeist in Folge einer Überdosis, dem Mix von mehreren Substanzen oder unreinen Drogen ein. Anders als in Europa werden illegale Substanzen in Australien bisher nicht getestet. Für Menschen, die Drogen konsumieren, ist das Risiko daher sehr hoch, schlechte oder unreine Pillen zu erhalten. Laut Umfragen befürworten aus diesem Grund vier von fünf jungen Menschen die Einführung von Drogentests. Politiker und Polizei sind dem gegenüber eher kritisch eingestellt, denn die Angst ist zu groß, den illegalen Drogenkonsum damit unbewusst zu fördern.

No worries!

FOTO: MICHAEL_SPENCER (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Ugg Boots

Jeder kennt die Fellstiefel aus Schafwolle – nicht unbedingt schön müssen sie sein, dafür aber warm und bequem. Ugg Boots haben eine lange Geschichte in Australien und stehen sinnbildlich genauso für das Land Down Under wie Vegemite, Kängurus und das Sydney Opera House. Alles begann in den 1920er Jahren, als Schaffarmer im Outback die Idee hatten, ihre Füße im Winter mit Resten von Schaffell warm und trocken zu halten. Dies stellte sich zwar als sehr effektiv heraus, die einfachen Unisex-Stiefel waren jedoch ziemlich hässlich. So wird vermutet, dass der Name Ugg Boots vom Wort ugly abgeleitet wurde. In den 1960er Jahren entdeckten australische Surfer die Vorteile von warmen Füßen und trugen die Fellstiefel in die Welt hinaus – in erster Linie nach England und Amerika. Erst in den späten 1990er Jahren entstand der Fashion Trend, den wir heute auf der ganzen Welt kennen.

Ugg Boots in der Mode sind in Australien jedoch nach wie vor ziemlich verpönt. Die Schaffellstiefel werden normalerweise im Haus getragen und sorgen dafür, dass die Füße im Winter schön warm bleiben. (Man beachte: Die meisten Häuser sind schlecht isoliert und haben keine Bodenheizung!) Manch einer trägt sie zur Arbeit im Garten oder nach dem Surfen. Meistens in Kombination mit einer Jogginghose. Mit Ugg Boots setzt man in Australien also nicht unbedingt ein Fashion Statement – im Gegenteil: Sie sind eher der Kategorie Schlabber-Look zuzuordnen. Jetzt könnte einigen ein Licht aufgehen, es darf einen nämlich nicht wundern, dass die Ugg Boots keinen Regen aushalten und als Winterstiefel absolut ungeeignet sind. Sie waren schließlich als Hausschuhe gedacht.

Woher kommen eigentlich die echten Ugg Boots?

Fragt man die Aussies, dann steht außer Frage, dass sie die wahren Erfinder der Ugg Boots sind. Der Nachbar Neuseeland behauptet ähnliches. Ugg Boots ist in Australien aber kein Markenname, sondern viel mehr die Bezeichnung einer speziellen Art Stiefel. So ist das Wort seit 1981 auch im australischen Macquarie Dictionary zu finden. Im vergangenen Jahrzehnt wurde durch geschicktes Marketing immer wieder behauptet, dass die Firma mit dem Namen »UGG Australia«, die ihren Sitz übrigens in den USA hat und ihre Schuhe in China produzieren lässt, die originalen Ugg Boots herstellt. Stiefel von anderen Herstellern werden als Fälschungen bezeichnet. Die besagte Firma, die 1978 von einem australischen Surfer in Kalifornien gegründet wurde, gehört heute dem amerikanischen Konzernriesen Deckers Outdoor Corporation. Dieser hat den Namen »UGG Australia« als internationale Marke eintragen lassen und kämpft seither gegen Schaffellstiefelhersteller in Australien. Wer authentische Ugg Boots haben möchte, die mit australischer Schafwolle vor Ort hergestellt wurden, der wird auf der Webseite der Australian Sheepskin Association fündig.

No worries!

FOTO: A ROSIE OUTLOOK (CC)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Sweet Tooth

Wer von euch nascht gerne? In Australien würde man passenderweise sagen: Wer von euch hat einen sweet tooth? Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mich an die süßen Leckereien in Australien gewöhnt habe, da diese doch um einiges mehr Zucker und Fett enthalten, als man das von unseren klassischen Kuchenrezepten her kennt. Wortlaut meines Australiers daheim: »In deinem (österreichischen) Kuchen fehlt der Zucker!« Ich habe also schon gelernt, wenn man bei den Aussies zum Essen eingeladen ist und einen Nachtisch mitbringen soll, dann muss man auf jeden Fall eine extra Portion Zucker rein packen. Sonst sind die Australier gar nicht glücklich und mitunter wird einem nahe gelegt, das nächste Mal doch lieber einen »echten« (gekauften) Kuchen mitzubringen.

Mittlerweile gibt es aber doch ein paar Dinge, dich ich sehr zu schätzen gelernt habe. Da wären zum Beispiel Lemon Meringue Tarts, süß-saure Meringuetörtchen, Sticky Date Pudding, ein Dattelkuchen mit Karamellsauce und der klassische Mud Cake, ein richtig saftiger Schokoladekuchen. Und was mögen die Australier sonst noch? Neben Karottenkuchen und Käsekuchen ist auch die Schwarzwälder Kirschtorte sehr beliebt. Pavlova sollte in dieser Liste ebenfalls nicht fehlen – der Meringuekuchen mit frischen Früchten wird von den Australiern schließlich gerne als Nationalgericht bezeichnet.

No worries!

FOTO: NINA FISCHER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Byron Bay

»Cheer up, slow down, chill out.« Das steht am Ortseingang von Byron Bay auf einer Holztafel geschrieben und nach diesem Motto leben hier nicht nur die Bewohner des kleinen Ortes, sondern auch die Touristen, die es jedes Jahr hierher zieht. Auch mir hat es Byron Bay angetan – die Gemütlichkeit der Bewohner, die vielen wunderschönen Strände und Aussichtspunkte, das gute Essen, die Märkte und Veranstaltungen und das hügelige Hinterland. Eine Bilderbuchlandschaft, ziemlich genau so, wie man sich Australien als Tourist vorstellt. All das macht die Region um Byron Bay speziell. Denjenigen von euch, die diesen magischen Ort noch nicht besucht haben, kann ich folgende Highlights empfehlen.

Der östlichste Punkt Australiens
Auf Cape Byron, einer hügeligen Landschaft mit Klippen und Wäldern, befindet sich das Wahrzeichen von Byron Bay. Der Leuchtturm wurde 1901 erbaut und ist beliebter Treffpunkt sowohl für Anwohner, als auch Touristen. Man hat dort oben einen wunderbaren Ausblick in alle Richtungen und kann Wale, Delphine und andere Meeresbewohner beobachten. Ein Wanderweg führt hoch zum Leuchtturm, man kann diesen jedoch auch bequem mit dem Auto erreichen. Besonders schön ist der Sonnenuntergang und was ich gehört habe, ist der Sonnenaufgang genauso spektakulär anzusehen.

Surfen und mehr
Es gibt eine große Auswahl an Stränden rund um Byron Bay. Ob Surfanfänger oder erfahrener Surfer – es ist für jeden etwas dabei. Besonders empfehlenswert ist The Pass, der zwischen dem Fisherman's Lookout und dem Clarkes Beach liegt. Der Strand ist bekannt für seine perfekten Wellen, die an den Felsen brechen und mitunter 100 Meter lang sind. Einziger Nachteil: Man muss sich diesen beliebten Surfspot mit sehr vielen anderen Surfern teilen. Wer Lust auf Tauchen hat, sollte die Julian Rocks besuchen. Diese befinden sich direkt vor Byron Bays Küste und beherbergen viele verschiedene Fischarten, Rochen, Wasserschildkröten und auch Haie. Sea Kayaking soll auch ein richtig schönes Erlebnis sein – mit etwas Glück kann man sogar Delphine aus nächster Nähe beobachten.

Auf den Spuren der Hippies
Die Gegend um Byron Bay war lange Zeit als Aussteigerkommune bekannt. Hier haben sich in den 70er Jahren Hippies, Surfer, Weltverbesserer, Utopisten und Esoteriker bevorzugt niedergelassen. Später sind dann die Backpacker und die Kreativen und Künstler hinzu gekommen. Byron Bay ist heute ein sehr durchmischtes Dorf, das rund ums Jahr viele Touristen beherbergt. Wer gerne noch etwas vom ursprünglichen Hippie-Charme erleben möchte, der sollte das kleine Dorf Nimbin besuchen. Auch die Channon Markets, die jeweils am zweiten Sonntag im Monat stattfinden, kann ich sehr empfehlen. Es ist wahrlich ein Erlebnis, das man so schnell nicht wieder vergisst.

Das Hinterland erforschen
Wer gerne in der Natur unterwegs ist, sollte sich das subtropische Byron Bay Hinterland etwas genauer anschauen. Dort befindet sich z.B. der Mount Warning, der zu den größten Vulkanen Australiens zählt. Wer den relativ anstrengenden Aufstieg meistert, wird mit einer großartigen Aussicht belohnt und da der Berg der höchste östlichste Punkt von Australien ist, gilt er als der perfekte Ort, um sich den Sonnenaufgang anzuschauen. Im Hinterland gibt es auch noch andere schöne Parks zu entdecken, wie z.B. der Nightcap National Park, in dem sich der 100 Meter hohe Wasserfall Minyon Falls befindet.

Kulinarische Genüsse
In Byron Bay und Umgebung gibt es eine große Auswahl an Cafés, Restaurants und Pubs – vom relaxten Corner Shop bis zu Fine Dining ist hier alles dabei. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: fresh, organic und local produce muss es sein. Neben Cafés wie The Eatery und das Belongil Bistro, kann ich das Beach Hotel empfehlen, ein Pub das direkt am Main Beach liegt und The Balcony im Zentrum von Byron, um einen Cocktail zu schlürfen. Il Buco ist eine kleine, aber feine Pizzeria, in der alles mit viel Liebe zubereitet und vom italienischen Chef höchstpersönlich serviert wird. Wer etwas gehobenere Küche versuchen möchte, dem kann ich Rae's am Wategos Strand und etwas außerhalb von Byron Bay das Harvest Café und das Fig Tree Restaurant empfehlen. Ein weiteres Erlebnis ist The Farm. Dieser beliebte Wochenend-Treffpunkt am Lande, ist, wie der Name schon sagt, eine Farm, auf der sowohl Nutztiere gehalten werden, als auch Obst und Gemüse angebaut wird. Weiters gibt es vor Ort eine Bäckerei, ein Café, einen Laden, einen Kinderspielplatz, ein Blumengeschäft, eine Bühne für Veranstaltungen und eine große Wiese zum picknicken.

Mein Tipp: Wem es in Byron Bay etwas zu laut ist, der findet südlich vom Leuchtturm ein wunderschönes Erholungsgebiet. Das Broken Head Nature Reserve ist eine kleine Oase, an die sich normalerweise nur am Wochenende Menschen verirren, unter der Woche hat man dieses schöne Fleckchen Erde (fast) ganz für sich allein. Man kann hier surfen, Bushwalks entlang der Küste machen und einsame Strände entdecken oder einfach an dem kilometerlangen Sandstrand spazieren gehen und die Seele baumeln lassen.

Zur Einstimmung gibt es hier noch ein schönes Surfvideo. Und jetzt würde mich interessieren: Was ist euer Lieblingsort in Australien und warum?

No worries!



FOTO: NINA FISCHER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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