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Ein Herz für Tiere?

Wie viel wisst ihr über den Tierschutz in Australien, wie gut seid ihr informiert? Ich höre immer wieder von anderen Auswanderern, die entsetzt über manche Praktiken sind, die in Australien toleriert werden. Skandale im Bereich Tierschutz umfassen unter anderem das Leiden verstümmelter Schafe auf Australiens Wollfarmen, das gezielte Töten von Koalas (die auf der Liste der bedrohten Tierarten stehen) in überbevölkerten Regionen, die Jagd auf Haie (die unter Artenschutz stehen) in Westaustralien, die Massaker an wilden Pferden und Kamelen oder die weit verbreiteten puppy factories, in denen Hunde in Zuständen die der Massentierhaltung gleichen, am laufenden Band Welpen zur Welt bringen, die dann in Zoofachhandlungen verkauft werden. Anders als in Österreich und vielen anderen europäischen Ländern ist auch die Haltung von exotischen Wildtieren in Zirkussen und das Betreiben von Delfinarien erlaubt.

Umstrittener Tierschutzverband
Laut Statistiken des größten australischen Tierschutzverbandes RSPCA haben 40% aller Haushalte in Australien einen Hund und 29% eine Katze. Trotz der großen Beliebtheit von Haustieren wurden im Jahr 2013/14 sowohl 7.313 unvermittelbare Hunde, als auch 15.491 Katzen eingeschläfert. Hier ist es, anders als z.B. in Österreich, legal ein kerngesundes Tier einzuschläfern, wenn »es niemand haben will und kein neues Zuhause gefunden werden kann«. Dies betrifft momentan ca. 15% aller Hunde und 30% aller Katzen, die im Tierheim landen. Im Jahr 2010/11 war die Zahl der eingeschläferten Tiere noch doppelt so hoch (30% aller Hunde und 60% aller Katzen), ist jedoch aufgrund heftiger Kritik seither stetig gesunken.

Was uns die Rennindustrie lieber verheimlicht
Pferde- und Hunderennen erfreuen sich in Australien nicht nur äußerster Beliebtheit, sondern werden auch immer wieder stark kritisiert. Rennpferde, die nicht genug Potenzial zeigen oder verletzt sind, werden größtenteils ausgesondert und zu Hundefutter verarbeitet. Sie können bei Auktionen für sehr geringe Summen ersteigert werden – nur wenige haben jedoch das Glück, einen neuen Besitzer zu finden. Es gibt zwar keine offiziellen Zahlen, laut Schätzungen werden pro Jahr aber mindestens die Hälfte aller Vollblüter, die für Pferderennen gezüchtet werden, entsorgt. Dies entspricht ca. 8.000 Pferden die als »Abfallprodukt« jährlich beim Schlachter landen. Noch schlimmer sieht es bei den Hunderennen aus. Neben der umstrittenen Praxis, Greyhounds mit lebender Beute zu trainieren – normalerweise Kaninchen, Ferkeln oder Possums – kann auch das Schicksal der Hunde, die raus aus dem Renngeschäft sind, nur als hoffnungslos bezeichnet werden. 17.000 Hunde, das sind 96% aller für Hunderennen gezüchteten Greyhounds, werden pro Jahr getötet, weil sie kein Potenzial zeigen, ausgedient haben oder aufgrund ihrer antrainierten Verhaltensweisen nicht in ein normales Familienleben integriert werden können. Es gab bereits Skandale über Tierärzte, die mit dem Einschläfern von völlig gesunden jungen Hunden Profit machen und mehrere Massengräber, in denen die Gebeine von Hunden gefunden wurden – vermutlich erschossen oder zu Tode geprügelt.

Freilandhaltung – gibt es das tatsächlich?
In der australischen Eierindustrie gibt es weder nationale Standards, noch eine einheitliche Kontrollinstanz. Der Begriff free range, auf deutsch Freilandhaltung, ist nicht per Gesetz definiert und kann daher frei interpretiert werden. Nur weil also free range drauf steht, muss das noch lange nicht heißen, dass die Hühner artgerecht gehalten werden. Eine Firma kann z.B. angeben, dass ihre Eier aus Freilandhaltung stammen, muss jedoch nur die eigens auferlegten Standards beachten. Dies kann mitunter heißen, dass statt der gängigen Praxis, nicht mehr als 1.500 Hennen pro Hektar zu halten, 10.000 oder sogar 20.000 Hennen pro Hektar gehalten werden. Weiters sind die Firmen nicht dazu verpflichtet, Daten zu veröffentlichen. Auch das Wort organic bedeutet nicht unbedingt, dass die Eier aus ökologischer Haltung stammen, sondern kann lediglich darauf hinweisen, dass bei der Fütterung auf Zusatzstoffe verzichtet wird. Konsumententäuschung wird in der australischen Lebensmittelindustrie ziemlich offen betrieben. Skandale in den letzten Jahren haben jedoch dazu geführt, dass die Einführung nationaler Standards nun endlich diskutiert wird.

Spitzenreiter im Fleischkonsum
Australier lieben Fleisch. Laut diesem Bericht konsumierte der Durchschnittsaustralier im vergangenen Jahr 90 Kilogramm Fleisch. Damit ist Australien Spitzenreiter im Fleischkonsum und hat mittlerweile sogar die USA, die Jahre lang an erster Stelle stand, überholt. Besonders beliebt ist Hühnerfleisch, aber auch Rindfleisch wird gern gegessen und Schweinefleisch – traditionell nicht sehr beliebt bei den Australiern – ist ebenfalls auf dem Vormarsch, Tendenz steigend. Während viele Rinder in Australien ein relativ angenehmes Leben führen, einen Großteil ihres Daseins draußen verbringen und mit Gras gefüttert werden, stammt ca. 95% des Schweinefleischs und Hühnerfleischs aus industrieller Massentierhaltung. Weder für die Schweine- noch die Hühnerhaltung gibt es festgelegte nationale Standards und das Wort free range wird hier genauso irreführend und willkürlich verwendet, wie in der Eierindustrie. Wer sich weiterbilden möchte, der kann sich bei Animal Welfare Labels einen Überblick über einige im Supermarkt erhältliche Produkte verschaffen.

No worries!

FOTO: DAVID KENT (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Shark Summit

Was ist los an Australiens Ostküste? Warum gibt es dieses Jahr so viele Zwischenfälle mit Haien? Sind einfach mehr Haie in diesen Gewässern unterwegs? Oder wagen sie sich immer näher an die Küste heran? Und was kann man gegen die momentane Hysterie tun? Soll die Spezies geschützt werden oder steht der Mensch an erster Stelle? Diese und viele andere Fragen haben sich besorgte Politiker und Forscher vergangene Woche beim Shark Summit in Sydney gestellt.

Derzeit begegnet man ungewöhnlich vielen Haien an der North Coast von New South Wales. Seit Beginn diesen Jahres gab es in Australien nicht nur zahlreiche Sichtungen von großen Haien in Küstennähe oder in Gebieten, wo sich viele Surfer und Schwimmer aufhalten, sondern es wurden auch insgesamt 29 Zwischenfälle gemeldet: Neben zwei fatalen Begegnungen sind weitere 18 Personen mitunter schwer verletzt worden. (Quelle: Shark Attack Files, Taronga Zoo)

Die Bewohner von Byron Bay und Umgebung haben die Anwesenheit der Haie lange Zeit sehr gelassen hingenommen. Selbst als im September vergangenen Jahres ein Schwimmer an einem viel besuchten Strand durch einen drei Meter großen Hai zu Tode kam, war dies kein Grund zur Panik. Die letzte fatale Begegnung mit einem Hai lag schließlich mehr als zehn Jahre zurück. Es war jedoch nur der Beginn einer Serie an Zwischenfällen, die bis heute nicht abgebrochen ist. Besonders viele Vorfälle ereigneten sich in der Region zwischen Byron Bay und Evans Head. Die Kleinstadt Ballina liegt genau in der Mitte und sieht sich stark betroffen. Man hat mittlerweile nicht nur Angst um lokale Surfer und Badegäste, sondern auch, dass diesen Sommer die Touristen weg bleiben.

An der North Coast von New South Wales wurden in den vergangenen Monaten immer wieder dieselben Weißen Haie gesichtet. Sieben sind unter dem von der Regierung initiierten shark tagging program bereits mit einem Sender ausgestattet worden. Forscher erhoffen sich, dadurch mehr über Verhalten und Migration von Haien zu lernen. Zusammenhänge zwischen dem vermehrten Vorkommen von Haien in küstennahen Gebieten und der wachsenden Zahl an Wassersportlern werden noch untersucht. Dass die Zahl der Beutefische dieses Jahr besonders hoch ist und folglich mehr Haie angelockt werden, ist auch eine mögliche Erklärung.

Was also tun? Dem Beispiel Westaustraliens folgen und Haie, die der Küste zu nahe kommen, einfach töten? Oder wie in Queensland so genannte drum lines installieren? Oder sind Hainetze, wie sie in Sydney seit Jahren zum Einsatz kommen, die beste Lösung?

Ein wichtiger Punkt des Shark Summits war, dass sowohl Schwimmer, als auch Haie geschützt werden sollen. Experten beteuern, dass es nicht genug verwertbare Daten über Migration und Verhalten von Haien gibt und die Frage nach dem »warum« deshalb nur schwer beantwortet werden kann. Neben dem Fokus auf Forschung wurden auf dem Gipfeltreffen auch viele andere Vorschläge besprochen: Von Neoprenanzügen und Surfboards in Tarnfarben, dem Einsatz von elektromagnetischen Wellen und intelligenten Sonarbojen, die Haie an ihren Bewegungen erkennen und per Satellit die zuständigen Surfclubs alarmieren, war alles dabei. Die Experten kamen jedoch zu der Schlussfolgerung, dass alle Technologien noch weiter erforscht und getestet werden müssen. Ein so genanntes shark spotting program, wie es derzeit in Südafrika existiert, sei die einzige Methode, die sofort zum Einsatz kommen kann.

In Byron Bay und Umgebung wird die Küste sowohl am Wochenende als auch in den Schulferien von Helikoptern patrouilliert. Noch ist man vor allem auf die Hilfe der Anwohner angewiesen, Haisichtungen in unmittelbarer Küstennähe per Notruf zu melden. Die Polizei verständigt dann wiederum den zuständigen Surfclub. Als sehr effektiv hat sich auch die Facebookseite Shark Reports heraus gestellt, auf der Haisichtungen live gepostet werden. In Zukunft soll die von der Regierung initiierte Kampagne SharkSmart diese und andere Maßnahmen koordinieren.

No worries!

FOTO: ERNESTO BORGES (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Was will man Meer

Was findet ihr besonders schön an Australien? Für mich gehört unter anderem die Tierwelt und die Nähe zur Natur dazu. Vor allem das Meer und seine Meeresbewohner haben es mir angetan. Und das obwohl ich schon seit Kindertagen kein Freund von Strand bzw. Sand bin.

Schön ist auch die Tatsache, dass man die Tiere nicht suchen oder gar eine Tour machen muss – man begegnet ihnen meistens von ganz alleine. Seit ich in Australien lebe, konnte ich bereits etliche Male Delphine beobachten. In Manly und Cronulla habe ich sie beim Surfen gesehen. Hyams Beach südlich von Sydney ist ein wunderschöner Strand, an dem man auch sehr oft Delphinen begegnet. Ebenso in Byron Bay, dem östlichsten Punkt von Australien. Den Ausblick, den man vom Leuchtturm aus hat, vergisst man so schnell nicht wieder. Ist gerade Walsaison, sollte man sein Fernglas keinesfalls vergessen – die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man den einen oder anderen Meeressäuger zu Gesicht bekommt. Haie mit eingeschlossen.

Wer gerne aus nächster Nähe eine Robbe bei ihrem Verdauungsschläfchen beobachten möchte, kann dies beim Sydney Opera House tun. Dort wurde extra die VIP-Stiege abgesperrt, über die normalerweise besondere Gäste vom Wasser aus zum Opera House gelangen, damit der mittlerweile regelmäßige Besucher ungestört in der Sonne dösen kann. Und selbst Wasserschildkröten und Pinguine konnte ich beim Surfen in Sydney bereits beobachten.

Und was ist mit Kängurus und Koalas? Die kleineren Wallabys sieht man ziemlich oft, sobald man raus aufs Land fährt. Ein heißer Tipp um Kängurus zu sehen, sind Golfplätze, da dort das saftigste, grünste Gras wächst. Koalas, die in den letzten Jahrzehnten immer mehr an den Rand der Existenz gedrängt wurden, sind nicht ganz so leicht zu finden. Tatsächlich konnte ich sie erst ein einziges Mal in freier Natur beobachten und das war im Otway National Park in Victoria. Die größte Chance Dingos zu sehen, hat man übrigens auf Fraser Island in Queensland.

No worries!

FOTO: NINA FISCHER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Begegnung mit Bluebottles

Welcome to Australia! Dies war der Kommentar eines Australiers darauf, dass ich vergangene Woche von mehreren Bluebottles gestochen wurde. So ist das nunmal hier. Man ist kein richtiger Aussie, wenn man nicht mindestens einmal im Leben mit einer Qualle gekämpft hat, meinte er.

Genau genommen sind Bluebottles – in Europa eher unter dem Namen Portuguese Man-Of-War bekannt – gar keine richtigen Quallen. Sie bestehen nämlich nicht aus einem einzigen Lebewesen, sondern aus unterschiedlichen Polypen, die zusammen eine Kolonie gebildet haben. Diese können nur in Koexistenz zueinander existieren, sie sind alleine nicht überlebensfähig. Jeder Polyp konzentriert sich auf eine bestimmte Aufgabe, einige sind z.B. für das Fangen der Beute zuständig, andere für die Verdauung und wieder andere für die Reproduktion. Ganz schön interessant eigentlich, oder nicht?

Diese faszinierende Polypenansammlung lebt innerhalb einer blau schimmernden Blase – auch ein Polyp – der quasi als Segel dient. So werden Bluebottles von Wind und Wetter durch die Ozeane geblasen. Sie sind zwar nur 2-12 cm groß, ihre Fangarme können jedoch mehrere Meter lang werden. Ohne eine Möglichkeit der Steuerung, werden sie im Sommer bei anhaltendem onshore wind an Australiens Strände gespült. Ein nicht gerade gern gesehener, aber sehr häufiger Gast in Sydney.

Gerade als Surfer ist es ein Wunder, dass ich bisher noch keiner Bluebottle begegnet bin. Klar, bei Ebbe trifft man sie öfter mal am Strand an, nachdem sie mit der Flut angespült wurden, im Wasser hatte ich das Vergnügen jedoch noch nicht. Das hat sich vergangene Woche geändert. Leichte Panik kam bei mir auf, als ich da auf meinem Surfboard saß und plötzlich ein paar Bluebottles an mir vorbei getrieben sind. Und schon hat mich eine am Bein gestreift. Ist doch gar nicht so schlimm, denk ich mir, und konzentriere mich wieder aufs Surfen. Leider haben mich dann kurz darauf zwei weitere Bluebottles im Team »angegriffen«, eine hat sich um meinen Oberschenkel gewickelt und die anderen um meinen rechten Fuß und ist dabei blöderweise in meiner leg rope hängen geblieben.

Der Stich einer Bluebottle ist extrem schmerzhaft, habe ich mir immer sagen lassen. Und ja, es brennt wie Feuer, aber es war lange nicht so schlimm, wie ich es mir erwartet hatte. Schnell raus aus dem Wasser und mit frischem Wasser abwaschen, nach 30 Minuten ist der Spuk auch schon wieder vorbei. Rote Linien mit weißen Punkten, da wo das Gift eingedrungen ist, sind auf meinen Beinen zurück geblieben. So weit so gut. Noch am gleichen Tag wurde ich jedoch von pochenden Kopfschmerzen geplagt und fühlte mich total schlapp und ausgelaugt. 24 Stunden später hatte ich einen richtig fiesen Ausschlag, mein Bein war angeschwollen und es hat mich der schlimmste Juckreiz gepackt, den ich je in meinem Leben verspürt habe. Es hat viel Disziplin, Kortisonsalbe und einige Antihistamin-Tabletten gebraucht, um dem Juckreiz zu widerstehen.

Zwei Tage später waren die Stiche feuerrot und an manchen Stellen haben sich klitzekleine Blasen gebildet. Heute ist es eine Woche her und es schaut alles schon wieder viel besser aus. Seid ihr auch schon Bluebottles begegnet und was sind eure Erfahrungen mit diesen Tierchen?

No worries!

FOTO: NINA FISCHER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Australien und das Ungeziefer

Es kreucht und fleucht. Ihr habt sicher schon von ihnen gehört, die vielen lästigen Kriechtierchen, mit denen man in Australien Haus und Hof bzw. Wohnung teilt. Manche trifft man draußen an, manche kommen nur des Nachts heraus, manche können fliegen, manche sind so klein, man sieht sie kaum, andere wiederum sind eine allgegenwärtige Plage. Rückblickend hat mich dies als frisch gebackener Auswanderer am meisten abgeschreckt. Oft habe ich mir die Frage gestellt: Mit Kakerlaken unter einem Dach leben – kann ich das? Ob ich kann oder nicht, ich muss. Helfen tut da oftmals nur ein bisschen Humor.

Kakerlaken
Damit wären wir schon bei Plage Nummer eins, der Küchenschabe. Davon gibt es in Australien eine Menge, vor allem in der Großstadt. Die lästigen Viecher verstecken sich sowohl drinnen als auch draußen, lieben Elektrogeräte, alles was irgendwie Wärme ausstrahlt und natürlich Essensreste. Es gibt sowohl kleine, also auch große, als auch solche, die fliegen können. Sehr ungeschickt zwar, aber sie können es. Kakerlaken gehören in Australien zum Leben dazu wie die Wurst für den Deutschen. Sie werden liebevoll als »little pets« bezeichnet, aber ohne mit der Wimper zu zucken beseitig. Geheimtipp der Australier: Immer einen Flip-Flop bereit halten und einfach drauf los schlagen – funktioniert wie eine Fliegenklatsche!

Bettwanzen 
Bei der bloßen Vorstellung daran, dass kleine Tierchen in meiner Matratze leben könnten und nur darauf warten, des Nachts auf mir herum zu spazieren und mein Blut zu saugen, stellen sich mir alle Nackenhaare auf. Und ausgewachsene Bettwanzen sind wohlgemerkt nicht gerade klein. Ekelhaft! Leider muss man sagen, wo eine auftaucht, leben normalerweise viele. Bettwanzen lassen sich im eigenen Heim vielleicht vermeiden, aber als Reisender mit kleinem Budget ist man den Blutsaugern in Australien hilflos ausgeliefert.

Ameisen
Eigentlich mag ich Ameisen. Sie leben bevorzugt bei uns in der Küche und im Badezimmer und räumen brav alle toten Tierchen weg. So gefällt mir das. Was ich nicht so gerne mag, ist wenn keine toten Tierchen herum liegen und die Ameisen so hungrig werden, dass sie unseren Müll durchwühlen, sich im Geschirrspüler verirren oder ganz frech ihre Straßen quer über die Küchenzeile anlegen. Dann gibt es auch noch die so genannte Bulldoggenameise, eine Spezies, vor der die Australier großen Respekt haben. Diese Art erreicht eine Länge von 4 cm, besitzt ein starkes zangenartiges Mundwerkzeug und ist äußerst aggressiv. Lebensgefährlich kann deren schmerzhafter Stich sein (ja, sie besitzen einen Stachel), wenn man allergisch darauf reagiert.

Milben
Mehlmilben sind klein und schwer auszumachen. Die gute Nachricht ist, sie sind nicht schädlich. Die schlechte Nachricht, es dauert meist eine Weile, bis man sie bemerkt. Dann hat man die ungewollten Proteine bereits nichts ahnend mit den Nahrungsmitteln aufgenommen. Mahlzeit! Haben sie sich einmal in Vorräte eingenistet, sind sie schwer wieder los zu werden. Da hilft nur noch eine radikale Lösung: ab damit in den Müll. Dann heißt es, viel Geduld haben, alle trockenen Nahrungsmittel weg sperren und warten bis auch die letzte Milbe verhungert ist.

Mücken und Fliegen
Wer schon mal Zeit im Outback verbracht hat, der weiß, wie nervig die vielen Fliegen dort sein können. Sie gehen einem an die Augen, in die Nase, in die Ohren und in den Mund, wenn man ihn gar zu weit aufmacht. Gegen Stechmücken helfen nur chemische Keulen mit »tropical strength«. Je weiter man in den Norden geht, desto schlimmer sind sie. Und die so genannten Sandfliegen sind sowieso die Gemeinsten überhaupt. Die winzigen stechenden Biester, die sich vor allem in der Nähe von Sandufern aufhalten, sieht und hört man nicht, man spürt jedoch deutlich deren Stich, der weitaus mehr juckt als ein normaler Mückenstich und wenn man empfindlich reagiert, auch einen Ausschlag auslösen kann.

Seeläuse
Manche sagen: Seemannsgarn. Ich sage, sie existieren wirklich. Umgangsprachlich werden sie Seeläuse genannt, in Wirklichkeit sind es jedoch winzige Quallenlarven, die mit freiem Auge nur schwer auszumachen sind. Sie werden mit den Strömungen an die Strände gespült und feuern ihr Gift ab, wenn sie mit Menschen kollidieren. Dies geschieht in erster Linie, wenn sie an den Rändern des Bikinis, in der Badehose oder unter einem Rashshirt hängen bleiben. Zum Glück bekommen die meisten Leute von alledem gar nichts mit – nur Menschen die empfindlich auf das Quallengift reagieren, entwickeln arg juckende Ausschläge die den Bissen von Bettwanzen zum Verwechseln ähnlich schauen.

Zikaden
Zikaden sind doch eigentlich was Schönes, in Österreich freuen wir uns immer, an einem lauen Sommerabend den Geräuschen der Grillen lauschen zu können. In anderen Ländern können Zikaden aber auch eine Plage sein, sind sie doch die lautesten Insekten der ganzen Welt. Vergangenes Jahr gab es eine besonders große Population in Sydney und Umgebung. Sie können so laut sein, dass man sich daneben nur schwer unterhalten kann. Bis zu 120 dB können die Zikadengeräusche erreichen – vergleichbar mit einem Presslufthammer oder einer Kettenseite. Nicht so toll, wenn man gerade unter Migräne oder ähnlichem leidet.

Geckos
Geckos? Ungeziefer? Eigentlich nicht, sollte man meinen. Fakt ist jedoch, dass Geckos, obwohl sehr nützlich im Haushalt, hier doch eher unbeliebt sind und das nicht nur bei Australiern, sondern auch bei Touristen. Der »Hausgecko« lebt im nördlichen Teil des Landes, denn er hat es gerne warm und feucht. Die größte bekannte Spezies erreicht eine maximale Länge von 12 cm. Sie sind nachtaktiv und ernähren sich mit Vorliebe von Mücken und anderen Insekten. Unbeliebt sind sie vor allem auf Grund der Exkremente, die sie überall im Haus hinterlassen.

Und jetzt fragt ihr euch bestimmt, wie vielen dieser Tierchen man im täglichen Leben tatsächlich begegnet. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: vermutlich macht man früher oder später Bekanntschaft mit allen. Kakerlaken im Haus? Unvermeidlich. Fliegende Kakerlaken, die sich in den Haaren verfangen? Auch schon erlebt. Bettwanzen? Zwar nicht im eigenen Haus, aber doch. Ameisen? Natürlich! Bulldoggenameise? Glücklicherweise nicht. Milben? Totalbefall aller trockener Lebensmittel. Von Sandfliegen zerstochen? Zwar nicht in Sydney, aber durchaus in Queensland – die Biester lieben mich! Seeläuse? Leider mehr als einmal. Lärmende Zikaden? Auch schon gehört. Geckos? Nicht in Sydney, aber im Norden des Landes sind sie auf jeden Fall allgegenwärtige Hausgäste.

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FOTO: ROXANNE READY (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Hainetze – Wie effizient sind sie?

Es ist nach wie vor umstritten, ob die Hainetze entlang der Küste von New South Wales überhaupt den gewünschten Effekt haben: Haie davon abzuhalten, sich den Stränden und somit den Menschen zu nähern. Viel mehr hat sich die Debatte darüber in den letzten Jahren verschärft, wie sinnvoll diese Art von Prävention überhaupt ist.

Als wirklich gefährlich für den Menschen werden lediglich Bullenhaie, Tigerhaie und Weiße Haie eingestuft. Bedenklich ist jedoch, wie viele andere Meeresbewohner als Beifang in den Netzen verenden. Sie bleiben mit ihren Flossen in den großen Maschen hängen, können nicht mehr an die Oberfläche gelangen und ertrinken schließlich.

Statistik zum Beifang der Hainetze in New South Wales von 1950 bis 2008 (Quelle):
  • 4.666 Hammerhaie
  • 3.040 Stachelrochen
  • 2.949 Requiemhaie (dazu gehören u.a. auch Bullenhaie)
  • 2.313 Engelhaie
  • 651 Port-Jackson-Stierkopfhaie
  • 577 Weiße Haie
  • 406 Fische
  • 377 Sandtigerhaie
  • 352 Tigerhaie
  • 158 Siebenkiemerhaie
  • 144 Makohaie
  • 125 Fuchshaie
  • 143 Delphine
  • 98 Schildkröten
  • 42 Teppichhaie
  • 7 Wale
  • 6 Dugong
  • 4 Seelöwen
  • 1 Penguin
Viele dieser Tiere – so auch der Weiße Hai – stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten. 51 Strände sind in New South Wales mit Hainetzen ausgestattet, obwohl es keine standfesten wissenschaftlichen Studien gibt, die belegen, dass Haiangriffe durch das Anbringen von Hainetzen verhindert werden können. Hainetze funktionieren lediglich nach dem Prinzip: Je weniger Haie im Umlauf, desto geringer ist das Risiko eines Angriffs. Kritiker meinen, es sollte mehr Geld investiert werden, um Methoden zu entwickelen, wie man Haie abschrecken kann, anstatt das Problem nach dem Prinzip »fangen und töten« anzugehen.

Auch andere Länder wie Hong Kong und Südafrika haben Hainetze installiert. Der Bundesstaat Queensland verwendet hingegen so genannte drum lines, bei denen Haie mit Hilfe von speziellen Ködern, die an Fischhaken angebracht sind, gefangen werden. Auch diese Methode ist umstritten, hat jedoch den Vorteil, dass der Beifang wesentlich geringer ist. Was denkt ihr über dieses Thema? Rechtfertigt die Angst vor dem großen Weißen Hai den Tod all dieser Tiere?

No worries!

FOTO: RYAN ESPANTO (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Kookaburras

Die australische Tierwelt hat viel zu bieten und fasziniert mich immer wieder aufs Neue – ich werde jedes Mal ganz aufgeregt, wenn ich irgendwo das unverkennbare Lachen eines Kookaburras höre. Man erkennt diese spezielle Vogelart, die sowohl in Australien als auch in Neuguinea heimisch ist, nicht nur sofort an ihrem Aussehen, sondern auch an ihrem unverkennbaren Ruf.

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich vor fünf Jahren als Backpackerin in Australien unterwegs war und eines Morgens von dem seltsamsten Geräusch geweckt wurde, dass ich je gehört hatte. Im ersten Moment hatte ich keine Ahnung, ob das nun ein Mensch, ein Tier oder irgendein künstlich erzeugtes Geräusch gewesen war und ich konnte kaum glauben, dass ein Vogel dazu im Stande sein soll, derart komische Laute von sich zu geben. Der Ruf des Kookaburras ist dem menschlichen Lachen sehr ähnlich. Oder sollte man sagen, wie jene Art von Lacher, die so komisch klingt, dass man selber schon fast wieder lachen muss? Nicht umsonst wird die bekannteste der vier existierenden Spezies der »Lachende Kookaburra« genannt. Zu deutsch Lachender Hans. Hört selbst!

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FOTO: NINA FISCHER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Haie – die Gefahr im Wasser

Vergangenen Samstag verlor ein Surfer in Westaustralien sein Leben, als er um 9 Uhr morgens in der Nähe des Ortes Gracetown Opfer eines Haiangriffs wurde. Es ist die erste fatale Begegnung mit einem Hai dieses Jahr in Westaustralien, der 35-jährige Australier erlitt schwere Verletzungen an Armen und Beinen. Ein unbekannter Surfer, der ebenfalls im Wasser war, hievte den Mann auf sein Surfboard und brachte ihn zurück an den Strand. Leider konnte dort nur noch sein Tod festgestellt werden. Link zum Artikel

Verantwortlich soll ein großer Weißer Hai gewesen sein, auf den nun die Jagd eröffnet wurde. Die Strände in der Umgebung bleiben vorerst einmal geschlossen. Noch haben die Behörden nicht offiziell festgelegt, was mit dem Hai passieren soll, falls dieser gefunden wird. Immerhin ist der Weiße Hai seit 1999 auf der Liste der bedrohten Tierarten eingetragen und steht somit unter Artenschutz. Das bringt die Regierung in eine Zwickmühle ... verständlicherweise soll die Sicherheit des Menschen vorgehen, andererseits kann man auch nicht auf gut Glück sinnlos Haie abschlachten, zumal es sehr schwierig festzustellen ist, ob man auch den richtigen Hai erwischt hat.

In der Surfcommunity wird die Frage, Haie töten oder nicht, wohl etwas anders gesehen als in der breiten Bevölkerung. Jeder Surfer ist sich dem – wenn auch minimalen – Risiko bewusst, das er eingeht. Schließlich ist das Meer die Jagdstätte des Hais und wir begeben uns in dessen Revier. Auch kann das Risiko eines Haiangriffes zumindest gemindert werden, wenn man folgende Punkte beachtet:
  • Man sollte als Surfer nie alleine ins Wasser gehen – je größer die Gruppe und je mehr Menschen um einen herum sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sich ein Hai überhaupt nähert.
  • Man sollte nur an überwachten Stränden surfen, die regelmäßig patrolliert werden.
  • Wenn man große Fischschulen in unmittelbarer Nähe sieht, ist die Wahrscheinlichkeit um einiges höher, dass ein Hai in diese Gewässer gelockt werden könnte. Wir schwimmen schließlich inmitten seiner nächsten Mahlzeit, also lieber raus aus dem Wasser.
  • Man sollte nicht ins Meer gehen, wenn das Wasser trübe und dreckig ist, wie z.B. unmittelbar nach einem Sturm. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass der Mensch den Hai nicht einmal kommen sehen würde und daher keine Chance hätte, überhaupt zu reagieren.
  • Man sollte nie im Morgengrauen oder in der Abenddämmerung surfen gehen. Das ist die Zeit in der Haie am aktivsten sind und auf Jagd gehen.
Das klingt ja alles schön und gut, leider ist aber gerade der letzte Punkt für Surfer schwierig zu berücksichtigen. Die Qualität der Wellen hängt nämlich in erster Linie von der Windrichtung ab. Bläst der Wind vom Land Richtung Meer, dann nennt man das »offshore wind«. Dieser sorgt für perfekt geformte Wellen und eine ruhige Wasseroberfläche. Anders herum, wenn der Wind vom Meer Richtung Land bläst, fallen die Wellen schneller in sich zusammen, was das Surfen um einiges schwieriger macht. Leider sind die besten Konditionen für Surfer, also der »offshore wind«, zumeist in den frühen Morgenstunden anzutreffen.

Hunt and kill
Nachdem letztes Jahr fünf Menschen an der Küste von Westaustralien von Haien angegriffen wurden und zwei dieser Begegnungen tödlich ausgingen, hat die lokale Regierung beschlossen, den Artenschutz teilweise aufzuheben. Die neue Regelung hunt and kill besagt, sollte ein Hai in unmittelbarer Nähe von Menschen gesichtet werden – auch wenn dieser mitunter keine Absichten hat anzugreifen – kann er getötet werden. Quasi vorbeugend. Dieser provokative Beschluss sorgte für Kontroversen, denn kein anderes Land auf der Welt hat derzeit eine ähnliche Regelung. Der Rachefeldzug gegen Haie wird von der Bevölkerung wie es scheint eher kritisch beäugt. So fand der Beschluss der westaustralischen Regierung bei einer Umfrage nur 13% Unterstützer.

Shark nets
New South Wales und Queensland haben andere Methoden gewählt, um die Bevölkerung zu schützen. An beliebten Stränden wo sich viele Menschen aufhalten, sind so genannte »shark nets« installiert. Das sind großmaschige Netze die ca. 500 Meter von der Küste entfernt im Meer angebracht werden. Die Netze sind nicht durchgehend, das heißt Haie können nahe der Wasseroberfläche darüber schwimmen. Sie sollen lediglich einen abschreckenden Effekt haben und verhindern, dass Haie sich in diesem Territorium niederlassen. Obwohl die Netze einmal am Tag kontrolliert werden und in New South Wales während der Walsaison im Winter sogar ganz abgenommen werden, ist die Sterberate der Tiere, die sich darin verheddern, leider sehr groß. Ungefähr 60% der gefangenen Tiere sind keine Haie sondern andere Meeresbewohner. Seit 2008 sind in New South Wales auf diese Art und Weise 54 Weiße Haie verendet.

Wie gefährlich sind Haie wirklich? 
Laut einer Studie die in New South Wales durchgeführt wurde, enden vier von fünf Begegnungen mit einem Hai in einem Angriff auf den Menschen, 70% überleben diesen. Ob ein Hai einen Menschen angreift, hängt vor allem auch von der Spezies ab. Bullenhaie sind dafür bekannt, äußerst aggressiv zu sein. Sie halten sich gerne in seichtem Wasser auf und besiedeln mitunter auch Flüsse - sie können sowohl im Brackwasser, als auch im Süßwasser überleben. Der Tigerhai, eine andere aggressive Spezies, bevorzugt warme subtropische oder tropische Gewässer. Ähnlich gefährlich für den Menschen ist auch der Weiße Hai, allein schon wegen seiner Größe. Andere Arten, wie z.B. Riffhaie, werden als eher ungefährlich eingestuft und halten normalerweise Abstand zum Menschen, obwohl man gerade dieser Art sehr oft beim Tauchen oder Schnorkeln an Australiens Ostküste begegnet.

Laut der Australian Shark Attack File sind in Australien in den letzten 50 Jahren 50 Menschen als Folge eines Haiangriffs ums Leben gekommen, was eine durchschnittliche Todesrate von einer Person pro Jahr ausmacht. Es ist also durchaus wahrscheinlicher an einem Bienenstich zu sterben, zu ertrinken, vom Blitz getroffen zu werden oder in einem Autounfall ums Leben zu kommen.

No worries!

FOTO: PRANAV BHATT (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Was tun bei Schlangen- und Spinnenbissen

In Australien kann man bekanntlich von vielem gebissen werden. Schlangen- und Spinnenbisse sind besonders verbreitet und können mitunter auch sehr gefährlich sein. In der letzten Frühlings-Sommer-Saison wurden allein im Bundesstaat New South Wales 288 Spinnenbisse und 136 Schlangenbisse registriert. Viele der »ungewollten Begegnungen« fanden in Sydney statt – es gab 133 Vorfälle mit Spinnen und 20 Vorfälle mit Schlangen.

Die in Australien beheimateten Schlangenarten sind grundsätzlich nicht aggressiv und suchen lieber das Weite, wenn sie einem Menschen begegnen. Werden sie jedoch bedroht oder in ihrem Revier überrascht, dann setzen sie sich auch zur Wehr. Viele Unfälle mit Schlangen geschehen, weil Leute eigenhändig versuchen, den Eindringling zu fangen oder zu entfernen, anstatt ihn einfach in Ruhe zu lassen oder professionelle Hilfe zu holen. Einige der Schlangenarten, z.B. die »Inland Taipan« und die »Eastern Brown Snake« sind sehr giftig. Durchschnittlich sterben jedes Jahr 2-3 Menschen, denn Schlangenbisse können tödlich sein, wenn schwere Symptome auftreten und kein Antivenom verabreicht wird.

Die gefährlichsten australischen Spinnenarten sind die »Funnelweb Spider« und die »Redback Spider«. Ein einzelner Spinnenbiss ist normalerweise nicht tödlich, aber er kann äußerst schmerzhaft sein. Das Antivenom wird nur bei schlimmen Symptomen (ca. 20% der Fälle) verabreicht. Seit 1981 gab es in Australien keinen Todesfall durch Spinnenbiss mehr.

Was man tun sollte, wenn man von einer Schlange gebissen wird:
  • sofort die Rettung unter der Nummer 000 anrufen
  • die Person soll sich hinlegen und möglichst ruhig verhalten
  • wenn ein Biss an den Extremitäten erfolgt ist, einen Druckverband anlegen
  • bei einem Biss am Körper mit den Händen auf die Stelle Druck ausüben
  • die Wunde nicht waschen, damit im Krankenhaus festgestellt werden kann, von welcher Schlangenart man gebissen wurde
Was man tun sollte, wenn man von einer »Funnelweb Spider« gebissen wird:
  • sofort die Rettung unter der Nummer 000 anrufen
  • die Person soll sich hinlegen und möglichst ruhig verhalten
  • wenn ein Biss an den Extremitäten erfolgt ist, einen Druckverband anlegen
  • bei einem Biss am Körper mit den Händen auf die Stelle Druck ausüben
Was man tun sollte, wenn man von einer »Redback Spider« gebissen wird:
  • bei schweren Symptomen sofort in Kontakt mit einem Arzt treten
  • die Person soll sich hinlegen und möglichst ruhig verhalten
  • die Stelle mit einem Eispack kühlen
No worries!

FOTO: XLERATE (WIKIPEDIA)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Black Caviar: 25 Rennen, 25 Siege

Black Caviar, she does it again! Bereits letztes Jahr habe ich auf diesem Blog über das australische Wunderpferd berichtet: Die Vollblutstute Black Caviar hat mittlerweile 25 Pferderennen in Folge gewonnen und gilt somit nach wie vor als unschlagbar.

Unter tosendem Beifall einer aufgeregten Menge gewann die »Queen aller Rennpferde« gestern in Sydney mit drei Pferdelängen Abstand zum Zweiplatzierten – scheinbar mühelos. Das Event war bereits Tage zuvor ausgebucht und viele schaulustige Fans, die keine Tickets mehr ergattern konnten, mussten sich außerhalb des Zaunes versammeln, um ihr Lieblingspferd rennen zu sehen.

Mit 25 Siegen in der Tasche bricht Black Caviar alle Rekorde als Sprinter und hat sich ein für alle Mal einen Platz im Herzen des australischen Volkes erobert. Wie der Australian die Nachricht vom gestrigen Sieg betitelte: »Freudentränen als Black Caviar weiterhin ungeschlagen bleibt«

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Gestrandeter Hai

Nachdem im vergangenen Jahr ein Buckelwal an Sydneys Küste gestrandet ist, war es diesmal ein Hai, der dran glauben musste. Die Bewohner von Noosa im Bundesstaat Queensland haben nicht schlecht gestaunt, als sie heute Morgen am Strand den 1,5 Meter langen Hai entdeckten. Der so genannte Bullshark gehört zu den aggressivsten und gefährlichsten seiner Art und kann einem Menschen in dieser Größe bereits beträchtlichen Schaden zufügen. Warum der Hai bei Flut an Land gespült wurde, ist jedoch unklar. Es wird vermutet, dass dieser von einem anderen Hai gejagt worden sein könnte und sich somit selber ins »Aus« manövriert hat. Ein seltener Anblick den man wohl nicht alle Tage sieht. Link zum Artikel

No worries!

FOTO: ANDY RAYMOND (THE AUSTRALIAN)
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Ich bremse für Tiere!

Roadtrips sind was Schönes, ich gehe immer wieder gerne auf Urlaub, leihe mir einen Mietwagen und fahre durchs Land. In Australien hat das aber klar auch seine Schattenseiten. Nach der Kollision mit einem Känguru vor ein paar Monaten, die sowohl für das Auto als auch das Tier fatal geendet hat (den Insassen ist Gott sei Dank nichts passiert), bin ich noch vorsichtiger als vorher geworden. Wenn ich selber fahre, geht es, dann habe ich die Kontrolle, die Verantwortung und das reine Gewissen, dass ich alles in meiner Macht stehende tue, um nicht ein Tier zu überfahren. Als Beifahrer sitze ich jedoch in verkrampft aufrechter Position im Wagen, meine Augen scannen unermüdlich die Straßenränder ab, vor jeder Kurve oder jedem Hügel würde ich am liebsten auf die Bremse drücken, fliegt ein Vogel aus dem Gebüsch, erschrecke ich. Den Fahrer macht mein Verhalten natürlich auch nicht gerade ruhiger.

Wenn man in Europa wohnt und noch nie in Australien oder Neuseeland mit dem Auto unterwegs war, kann man sich auch schlecht vorstellen, was einem hier auf den Landstraßen begegnet: Tausende von überfahrenen Tieren. Wallabys, Kängurus, Wombats, Ameisenigel, Possums, Beutelmarder und unzählige Vögel. Ich wette sogar, dass so gut wie jeder Tourist sein erstes wildes Känguru tot am Straßenrand liegen sieht. Nicht so eine schöne Vorstellung, oder? Manche sind schon halb verwest oder ganz verrottet, andere frisch getötet. Keiner räumt sie weg, sie liegen mitten in der Straße, so wie sie gestorben sind und werden noch hundert mal platt gefahren. Andere Tiere ernähren sich von den Kadavern und werden dadurch selber zum Opfer der Straße.

In Gegenden wo es große Kängurus gibt, werden diese zumindest von der Straße weg geräumt, bevor noch weitere Unfälle verursacht werden. Auf Tasmaniens und Neuseelands Landstraßen ist es aber besonders schlimm. Die Opfer sind zumeist relativ kleine Tiere – um die kümmert sich sowieso niemand. Aber auch tote Wallabys können ein Hindernis auf der Straße darstellen. Auf manchen Strecken war es in unserem Urlaub geradezu wie auf einem Hürdenlauf – denn die frisch gestorbenen Tiere einfach nochmals zu überfahren, das bringe ich nicht übers Herz (im Gegensatz zu vielen Australiern).

Sie tun mir einfach Leid, die ganzen Tiere ... und Leid tut mir auch, dass es dem Durchschnittsaustralier so ziemlich egal ist. Das Bild von der idyllischen Begegnung mit dem Känguru in Australiens wilder Natur, mit dem die Tourismusbranche gerne wirbt, gibt es so eigentlich nicht. Hier wächst man mit einem dicken Pelz auf. Viele Tiere werden als Plage und nicht als Bereicherung angesehen, so auch das Känguru. Bremsen für Tiere – das würde vielen nicht einmal im Traum einfallen! Es gibt sogar genug Leute, die sich denken, oh, da ist ein Tier auf der Straße, ich drück mal schnell auf die Tube und schwenke aus, damit ich es auch ja erwische. Gibt ja eh genug davon. Ignorant wie sie sind, meinen viele Australier, dass die Straße ihnen gehört und ihnen allein. Und sowieso, ein wildes Tier hat da nichts zu suchen und verirrt es sich doch dahin – Pech gehabt.

Die traurige Wahrheit ist jedoch, dass viele Unfälle verhindert werden könnten. Es müssten nur halb so viele Tiere auf Australiens Landstraßen sterben, wenn die Autofahrer etwas langsamer fahren würden, vor einem Hügel oder einer Kurve bremsen würden und wenn es Nachts, wo die meisten Tiere auf der Straße sind, eine strikte Geschwindigkeitsbegrenzung gäbe. Stattdessen darf man auf vielen Landstraßen 110 km/h fahren. Die Australier fahren dann natürlich mindestens noch um 10 bis 20 km/h schneller. Da ist klar, dass man keine Chance hat, zu bremsen, selbst wenn man wollte. Da es auf dem Land sowieso kaum Fahrradfahrer gibt (diese sind nämlich im wahrsten Sinne des Wortes lebensmüde), muss man sich auch keine Gedanken darüber machen, dass hinter der nächsten Kurve ein Mensch auf der Straße sein könnte.

Anfangen müsste es also mit einem Umdenken des ignoranten weißen Mannes, der Australien erobert hat. Die wilden Tiere, die schon wesentlich länger auf diesem Kontinent leben, haben mehr Respekt und Würde verdient. Aber wie sich ein Australier zu meiner Kritik äußerte: »Ich bin hier aufgewachsen, ich weiß schon was richtig ist und wie man zu fahren hat!« Bis da also ein Umdenken geschieht, kann man wohl noch lange warten ... bis es zu spät ist?

No worries!

FOTO: NEERAV BHATT (FLICKR)
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Tasmanischer Tiger

Ausgestorben
Es gab einmal ein Tier, das in Australien heimisch war. Auf dem Festland war es bereits zu Zeiten der Besiedlung durch die Europäer so gut wie ausgestorben. Ein scheues Raubtier, das auf dem Festland mit dem Dingo in einem Konkurrenzkampf um Futter stand, in der Wildnis Tasmaniens aber noch in großer Zahl überlebt haben soll (Dingos sind dort nicht heimisch).

Der so genannte Tasmanische Tiger gehörte zur Familie der fleischfressenden Beuteltiere. Und genau dies wurde ihm schließlich zum Verhängnis. Seit der Besiedlung Tasmaniens Anfang des 19. Jahrhunderts wurde er, ähnlich wie der Wolf zuvor in Europa, gezielt gejagt und getötet. Diese seltsame Kreatur war den Menschen unheimlich. Man konnte dieses fleischfressende nachtaktive Tier, das aussieht wie ein Hund, aber in keinerlei Weise mit dem wilden Dingo verwandt ist, Streifen wie ein Tiger hat und ähnlich einem Känguru mit einem dicken steifen Schwanz und einem Beutel ausgestattet ist, nicht einordnen.

Der Tasmanische Tiger ist ein Tier der Evolution. Es wird vermutet, dass sich dessen Aussehen nach und nach dem der Hundartigen angepasst hat. Deshalb wird er heute auch oft noch als Beutelwolf bezeichnet. Eine Besonderheit war sein Kiefer, den er in einem Winkel von 120 Grad öffnen konnte. Der Tasmanische Tiger soll einen steifen Gang gehabt haben und wurde auch hin und wieder dabei beobachtet, sich kurzzeitig auf die Hinterbeine zu stellen oder sich sprunghaft fortzubewegen. Auch hatte dieses Tier ein ganzes Repertoire an Lauten zur Verfügung. Unter anderem konnte der Tasmanische Tiger ein hustenartiges Bellen, fauchende, knurrende, als auch winselnde Laute von sich geben.

Leider bekam er schnell den Ruf eines blutrüstigen Jägers, der sich über Schafe und Hühner hergemacht haben soll. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Tasmanische Tiger als Plage angesehen und von der Regierung zur Ausmerzung aufgerufen. Kopfgeldprämien wurden auf den Tasmanischen Tiger ausgesetzt. Damit schien das Schicksal dieses außergewöhnlichen Tiers besiedelt zu sein. Viel zu spät, und zwar erst 1936, wurde der Tasmanische Tiger unter Artenschutz gestellt – noch im selben Jahr verstarb das letzte Exemplar in einem Zoo in Hobart.

Spurensuche
Damit schien der Tasmanische Tiger endgültig ausgerottet zu sein. Er soll in der Wildnis zwar noch bis in die 60er Jahre überlebt haben, spätestens seit 1986 ist er aber offiziell als ausgestorbene Tierart anerkannt. Trotz der Tatsache, dass bis heute kein Beweis dafür existiert, dass der Tasmanische Tiger noch irgendwo in der unberührten Wildnis Tasmaniens überlebt hat, wurden in Australien seit 1936 über 3.800 Sichtungen gemeldet. 1973 tauchte die erste Videoaufnahme auf, die einen durch Zufall gefilmten Tasmanischen Tiger zeigen soll. Dies konnte jedoch nie bestätigt werden, da die Qualität des Filmmaterials zu schlecht war. Dem folgten bis heute unzählige Fotos, Videos und Berichte von Sichtungen – Menschen die davon überzeugt sind, dass es irgendwo da draußen noch Tasmanische Tiger gibt. Die letzte offizielle Suche nach Überlebensspuren des Tasmanischen Tigers wurde 1982 (erfolglos) abgeschlossen.

Die Hoffnung, dass dieses Tier doch überlebt haben könnte, ist jedoch so groß, dass man sie fast als kollektives Bewusstsein bezeichnen könnte. In Tasmanien leben unzählige Menschen, die fest daran glauben, dass der Tasmanische Tiger weiterhin irgendwo in den unberührten Wäldern und Bergen, weit weg von menschlichen Siedlungen, existiert. Unzählige Webseiten widmen sich der Spurensuche des Tasmanischen Tigers. Das ehemalige australische Nachrichtenmagazin The Bulletin rief im Jahre 2005 offiziell zur Suche nach dem Tasmanischen Tiger auf und versprach demjenigen eine Prämie von über 1 Mio. Australischen Dollar, der ein lebendes Exemplar fangen konnte. Natürlich ist das niemandem gelungen ... aber es zeigt, wie sehr die Leute glauben und hoffen, dass der Tasmanische Tiger noch lebt.

Wiedergeboren
Der vermutlich nächste Verwandte des Tasmanischen Tigers ist der viel kleinere Tasmanische Teufel – ein nachtaktives Beuteltier, das sich hauptsächlich von As ernährt und heute nach wie vor ausschließlich in Tasmanien heimisch ist. Zusammen mit dem Tasmanischen Tiger dienen beide Tiere gerne als Wahrzeichen für die Insel. Sowohl das Wappen, als auch das offizielle Logo der tasmanischen Regierung zeigen den Tasmanischen Tiger. »Explore the possibilities« steht unter dem Logo geschrieben. Auch begegnet man auf einer Reise durch Tasmanien unzähligen Bars, Restaurants, Firmen usw. die den Tasmanischen Tiger als Logo verwenden. Warum also ist dieses Tier, das auf der Insel geradezu Kultstatus hat und zu dessen Ausrottung Tasmaniens Bewohner vor knapp 80 Jahren noch aktiv beigetragen haben, ihnen heute so wichtig?

Gründe dafür können viele sein. Irgendwo habe ich gelesen, dass Tasmanien mit Würde zugeben kann, Fehler aus der Vergangenheit erkannt zu haben und deshalb heute alles tut, damit so etwas nicht wieder geschieht. Auch ist der Tasmanische Tiger das einzige heimische Tier, das seit der Besiedlung der Insel ausgerottet wurde. Darauf ist Tasmanien, der als »the natural state« gilt, stolz. Anders sieht es nämlich auf dem Festland aus, wo unzählige Tierarten seit der Besiedlung durch die Europäer an den Rande der Existenz gedrängt oder sogar ausgerottet wurden. In nur 200 Jahren sind die Hälfte aller heimischen Säugetiere für immer vom Festland verschwunden. Auch der Koala (der in Tasmanien nicht heimisch ist) gehört mittlerweile zu den gefährdeten Tierarten, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Man will den Tasmanischen Tiger also um jeden Preis retten. Irgendwie. Das Australian Museum sorgte vor einigen Jahren für Schlagzeilen, als Pläne bekannt gegeben wurden, den Tasmanischen Tiger durch das Klonen von DNA aus alten Gewebeproben wieder auferstehen zu lassen. Die Forscher die an diesem Projekt arbeiten, sind davon überzeugt, das einzig Richtige zu tun. Es wird jedoch stark kritisiert, dass die dafür benötigen Ressourcen doch besser in die Rettung von aktuell stark bedrohten Tierarten gesteckt werden sollten. Die emotionale Bindung zu diesem außergewöhnlichen Tier, scheint jedoch stärker zu sein. Ob sie wohl irgendwo da draußen noch existieren?

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Gary the goat

Wieder mal ein toller Tag für Australien. Die Gerechtigkeit hat gesiegt! Gary, die Ziege stand gestern in Sydney vor Gericht. Beziehungsweise ihr Besitzer. Und sie haben den Prozess gewonnen!

Und so fing alles an. Vor ein paar Monaten war Gary zusammen mit seinem Weggefährten, dem Komödiant Jimbo Bazoobi, in Sydney unterwegs. Sie waren gekommen, um die große Stadt zu erkunden. So was macht bekanntlich müde, den ganzen Tag herum zu latschen (und sich auch noch von jedem Fremden streicheln und fotografieren zu lassen) und als Gary dann hungrig wurde, genehmigte sich die Ziege am Circular Quay einen kleinen Snack – ein Grashälmchen hier und ein Blümchen da fielen ihr schließlich zum Opfer. Ein Polizist wurde Zeuge dieser Tat und war damit ganz und gar nicht zufrieden. Der wollte für Recht und Ordnung sorgen, wie sich das ja wohl gehört und wies den Besitzer an, das Tier aus der Stadt »zu entfernen«. Zu allem Übel brummte er ihm auch noch eine Strafe von 440 Australische Dollar auf. Das wiederum lag dem Komödiant schwer im Magen, hatte er doch seine Ziege nicht darauf trainiert, mutwillig »öffentlich Parkanlagen zu beschädigen«.

Gary und Jimbo wehrten sich gegen die Anschuldigungen. Gestern stand also das ungleiche Paar in Sydney vor Gericht. Gary the goat gegen die Polizei ... 1:0 für die Ziege würde ich sagen! Die Klage wurde von der Richterin abgewiesen mit der Begründung, dass Gary die Ziege zwar Vegetation beschädigt hatte, die Klage aber nicht auf ein Tier übertragen werden kann. Damit ist Jimbo als Besitzer nicht haftbar für seinen hungrigen Freund. Link zum Artikel Ob demnächst den Eltern ein Strafzettel ausgestellt wird, wenn ihre Kinder »mutwillig« ein paar Blumen im Park ausreißen? In Australien ist doch irgendwie alles möglich.

No worries und määäähhh!

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Eingestellt von : Nina Fischer
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Ein Krokodil im Wohnzimmer

... und eine Schlange im Bett. Klingt nach einer erfundenen Geschichte, ist es aber nicht. In Australien kann so was schon mal passieren! Immer wieder hört man Berichte über solche Erlebnisse. In deren Schuhen möchte ich aber nicht stecken. Da wacht man auf und findet ein Krokodil im Wohnzimmer nebenan. Oder eine riesige Python bei sich im Bett. Grausig, allein schon die Vorstellung. In beiden Fällen waren es übrigens Haustiere, die den Eindringling bemerkten und Alarm geschlagen haben. Da bin ich doch froh, dass die einzigen Gäste, die sich hin und wieder zu uns ins Haus verirren, Kakerlaken sind!

No worries!

FOTO: ANGMOKIO (WIKIPEDIA)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Did you hear about Buckie?

Gestern in den australischen Nachrichten ... Die Top News des Tages waren wie folgt: Malala zeigt erste Schritte zur Besserung, ein Elefant im Taronga Zoo hat seine Pflegerin lebensgefährlich verletzt, weitere Ausschreitungen in Syrien, Buschbrände wüten in New South Wales und zum krönenden Abschluss: Buckie wurde gefunden! Aber wer ist Buckie?

Buckie ist ein Staffordshire Terrier Welpe, der aus seinem Zuhause in Bondi gestohlen wurde. Seine Besitzer haben alles dafür getan, ihr Hündchen heil wieder zurück zu bekommen und den Entführer zu entlarven. »Dognapping« nennen die Aussies dieses Verbrechen hier. Die überaus besorgten Hundebesitzer haben eine Facebookseite »Help us find Buckie!« gestartet und Aufnahmen einer Überwachungskamera veröffentlicht, in denen der Täter (im Volksschulalter) bei seiner Tat zu sehen ist. Außerdem war eine Belohnung von 1.000 Australischen Dollar ausgeschrieben. Kopfgeld für den kleinen Buben?

Ganze zwei Minuten dauert der Bericht über Buckie, den Hund. Im Detail wird geschildert, wie sehr sich der Welpe über das Wiedersehen gefreut hat und wie der Besitzerin ein Stein von Herzen fiel, als sie ihr »Baby« wieder in die Arme schließen konnte. Es wird auch erläutert, wie die Familie für ihre Such-den-Hund-Kampagne ein ganzes Marketing-Team aufstellte. Dieses soll in Zukunft bei der Suche anderer gedognappter oder verloren gegangener Hunde helfen. Eine richtige Erfolgsgeschichte. Da lässt es sich selbst die Reporterin nicht nehmen, dem kleinen Buckie den Kopf zu tätscheln. Fehlt nur noch, dass dem Hund selber das Mikrofon unter die Nase gehalten wird. Was der wohl zu dem ganzen Wirbel um ihn sagen würde?

Das waren also die Top News gestern in Australien. Ist in Österreich was Interessantes passiert?

No worries!

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Eingestellt von : Nina Fischer
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Australien und die Kängurus

Was ist eigentlich eine Roobar?
So nennt man den aufgesetzten Vorbau eines Autos, der zumeist aus Stahl besteht und dem Schutze dient. Die Ozzies brauchen diesen in Gegenden, in denen Mensch bzw. Auto regelmäßig auf Wildtiere bzw. Kängurus trifft. Dabei sind vor allem die ländlichen Gebiete betroffen. Wer hier lebt, braucht ein großes, hohes Geländefahrzeug mit einer so genannten »Roobar«, um sich im Falle einer Kollision mit einem Känguru selber zu schützen und das Auto vor erheblichem Schaden zu bewahren. Dem Känguru kann leider nur noch selten geholfen werden.

Ohne Roobar lässt es sich auf dem Land kaum leben, wo Unfälle mit Wildtieren äußerst häufig vorkommen. Leider gibt es in Australien sehr viele dieser Gegenden, denn wo Mensch sich wohl fühlt, fühlt sich auch das Känguru daheim. Da möchte man doch meinen, dass hier genug Platz für Wildtiere ist, Futtermangel und Trockenheit drängen diese aber in die Küstenregionen – genauer an den Rand der Straßen, wo Gras wächst und Pfützen sich mit Regenwasser füllen.

Wie oft kommt es zu Unfällen?
Offizielle Statistiken zu Verkehrsunfällen mit Kängurus gibt es nicht. Gemeldet muss ein Crash nur dann werden, wenn das Auto beschädigt ist (zu Versicherungszwecken), das Känguru noch lebt (um es einzuschläfern) oder eine Person verletzt ist. Zumeist ist das Känguru aber mausetot und das Auto dank Roobar (hoffentlich) nicht beschädigt. Viele Vorfälle werden also gar nicht erst gemeldet, weshalb es schwer ist, genaue Zahlen zu erfassen.

Es wird aber geschätzt, dass jährlich an die 200.000 Autofahrer Kängurus auf Straßen antreffen. Dabei kommt es regelmäßig zu Verkehrsunfällen. Jeden Tag soll es allein im Bundesstaat New South Wales zu 23 Zwischenfällen mit Kängurus auf Straßen kommen, was wiederum an die 6.000 tote Kängurus jährlich zur Folge hat. Eine vorhandene Studie zeigt, dass von 2001 bis 2005 insgesamt 27 Menschen zu Tode gekommen sind und weitere 2.025 in Verkehrsunfällen mit Kängurus verletzt worden sind. Die Statistik beinhaltet Daten aller Bundesstaaten, ausgeschlossen South Australia und Tasmanien.

Auch der daraus verursachte Schaden ist erheblich. Laut Versicherungen wurden im Jahr 2001 in Australien 11.000 Anträge auf Grund von Kollisionen mit Kängurus eingereicht. Diese verursachten einen Gesamtschaden in der Höhe von 21 Mio. Dollar. 2009 wurden sogar 20.000 Anträge eingereicht – davon allein 7.000 im Bundesstaat New South Wales, wo die meisten Unfälle mit Kängurus passieren.

Können Unfälle vermieden werden?
Jein. Vorsicht ist geboten in Gegenden, wo sich viele Kängurus aufhalten. Das ist also »fast überall« auf dem Land. Diese sind zumeist in der Abenddämmerung, Nachts und im Morgengrauen aktiv und in dieser Zeit passieren daher auch die meisten Unfälle. Sich als Motorradfahrer in so einer Gegend nachts fortzubewegen ist absolut lebensgefährlich. Ein ausgewachsenes Rotes Känguru kann 1,8 m groß werden und an die 90 kg wiegen. Auf gut ausgebauten Landstraßen wird durchschnittlich 100 km/h gefahren. Den Rest kann man sich denken.

Es ist also immer ratsam, die Schilder »Achtung Kängurus« ernst zu nehmen. Als Tourist denkt man erstmals immer: »Oh! Hier gibt es Kängurus und vielleicht sehen wir Kängurus, juhu!« Man sollte aber besser denken: »Vorsicht, wenn dir dieses Tier vors Auto springt, könntest du tot sein.« Und sie springen leider nur all zu gerne vors Auto ... Weiters kann man sich auch an den Autos der Ortsansässigen orientieren: Fährt jeder ein großes Geländefahrzeug mit Roobar? Und an der Anzahl an toten Kängurus am Straßenrand. Je mehr, desto gefährlicher und desto wachsamer sollte man sein.

Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass ein Crash bei aller Vorsicht leider nicht immer vermieden werden kann. Als uns in der Abenddämmerung bei ca. 90 km/h ein Känguru vors Auto sprang, hatten wir keine Chance auszuweichen oder zu bremsen. Das war nicht etwa in einer Kurve, die Straße war flach und gerade. Wir hatten zwar das Schild gesehen, aber weder tote noch lebendige Kängurus gesichtet. Autos waren kaum welche unterwegs. Geschwindigkeitsbegrenzung war 110 km/h. Am Rand der Straße war Buschwerk. Wir hatten drei Augenpaare auf die Straße gerichtet und sind fast in der Mitte gefahren um einen besseren Überblick behalten zu können. Zwei schnelle Sätze und das Känguru war da. Genau links vorne ins Auto. Stoßstange, Kotflügel, Licht und Blinker kaputt, Windschutzscheibe zersplittert, Spiegel weg gerissen, beide Seitentüren verbeult. Fazit: Känguru tot, Auto kaputt, Insassen geschockt, aber unverletzt.

Und wie gehen die Australier damit um?
Die Australier haben zwar das Känguru als ihr Nationaltier auf dem Wappen, ganz so lieb haben sie es dann aber doch nicht. Das ist ja nur für die Touristen. Es wird mit Kängurufell gehandelt, Kängurufleisch gegessen und sie werden u.a. auch sportshalber gejagt und abgeschossen. In den Bundesstaaten Western Australia und South Australia ist es sogar erlaubt, diese im Nationalpark abzuschießen. Zumeist haben die Aussies die Geschichte über unseren Unfall folgendermaßen kommentiert: »Macht euch um das Känguru keine Gedanken – von denen gibt es mehr als genug. Eines mehr oder weniger macht da keinen Unterschied!« Wir haben aber auch gehässigere Kommentare gehört, wie dass man sie am besten sowieso alle gleich abknallen sollte. Sind ja eh nur eine Plage, verursachen jedes Jahr zig Unfälle und Schaden in Millionenhöhe.

Es soll anscheinend immer mehr Kampagnen geben, in denen Autofahrer auf die Gefahr aufmerksam gemacht werden und ihre Geschwindigkeit in gefährdeten Gebieten drosseln sollen. Gesehen habe ich davon bis jetzt aber noch nichts. Wesentlich effektiver wären wahrscheinlich gesetzte Geschwindigkeitsbegrenzungen und Wildschutzzäune wie man sie aus Europa kennt. Das kann oder will man hier aus Kostengründen aber nicht realisieren.

Andererseits muss man auch die Lebenssituation vieler Australier verstehen, um deren Einstellung nachvollziehen zu können. Was würdet ihr tun, wenn ihr in einem Dorf auf dem Land lebt und eine Stunde oder länger mit dem Auto zur nächsten Stadt fahren müsst (bei 110 km/h), um euch versorgen zu können? Würdet ihr langsamer fahren und dafür doppelt so lange unterwegs sein? Oder würdet ihr lieber ein großes Auto mit Roobar kaufen und euch nicht so viele Gedanken um die armen Kängurus machen?

No worries!

FOTO: NICOLÒ BONAZZI (FLICKR)
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Buckelwal hautnah

In Sydney ist Walsaison, alle paar Tage werden irgendwo ganz in der Nähe Wale gesichtet, die sich um diese Jahreszeit quasi auf der Durchreise befinden. Der eine oder andere bucht eine Whale-Watching-Tour um diesen faszinierenden Tieren nahe zu kommen, aber manchmal hat man auch einfach das Glück, zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und kann sie sogar vom Strand aus beobachten.

Vor ein paar Tagen jedoch wurde ein toter Buckelwal in Sydney angeschwemmt. Durch einen Zufall wie 1 in 1 Million wurde der Wal über eine Brüstung in einen »Ocean Pool« gespült. Das sind künstlich angelegte Swimming Pools an Stränden, die mit Meerwasser überflutet werden. Der ca. 7-jährige männliche Wal, der 30 Tonnen wiegt und eine Länge von 11 Metern misst, hat viele neugierige Besucher an den Strand gelockt. Nicht alle Tage geschieht es, dass man ein so riesiges Tier aus der Nähe betrachten kann.

Es ist anzunehmen, dass das Tier krank war und nach seinem Tod von der Strömung an Land gespült wurde. Die wortwörtlich große Frage, wie man den Kadaver aus dem Rock Pool entfernen kann, hat sich von selber erledigt. Über Nacht, als die Strömung zurück kam, wurde der Riese wieder aus dem Rock Pool heraus gespült und blieb ganz in der Nähe an einem Strand liegen. Dort begann die langwierige 2-tätige Aufräumungsarbeit, bei der der Kadaver schließlich in vier Teile geteilt und abtransportiert wurde. Möge er in Frieden ruhen.

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Eingestellt von : Nina Fischer
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Das hässliche Entlein

Viele Dinge sind ja einfach anders hier, am anderen Ende der Welt. Hab ich bereits erwähnt, dass es in Australien nur schwarze Schwäne gibt? Die Aussies schauen ganz erstaunt, wenn ich ihnen erkläre, dass die Schwäne bei uns ein schneeweißes Federkleid haben. Wie hier wohl die Geschichte vom hässlichen Entlein geht? Ob die Australier da ihre eigene Version haben?

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FOTO: AZIEM HASSAN (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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In love with Black Caviar

The wonder horse, a true Aussie champion, queen of all race horses, the best in the world, wonder down under, the invincible one, pride of Australia. Das ist Black Caviar! Das wohl berühmteste australische Rennpferd, dass die Menschen begeistert und deren Herzen berührt. Die Aussies lieben den Pferderennsport – und sie lieben Black Caviar, eine 6-jährige Vollblutstute, die in ihrem bisherigen Leben bereits großartiges geleistet hat. Seit ihrem ersten Start 2009 hat sie jedes einzelne der 22 Pferderennen gewonnen und gilt als einer der besten Sprinter der Welt.

Black Caviar startet normalerweise im Mittelfeld, holt dann langsam auf, setzt schließlich zum Sprint an und überholt seine Gegner am Ende mit einer unglaublichen Leichtfüßigkeit. Bis auf wenige Ausnahmen konnte die Wunder-Stute auf diese Weise jedes Rennen mit mindestens 3 Pferdelängen Vorsprung für sich entscheiden. Ihr Rekord liegt gar bei 5-6 Pferdelängen Vorsprung. Noch dazu strahlt Black Caviar eine unglaubliche innere Ruhe und Gelassenheit aus. Man sieht ihr förmlich an, dass sie genau weiß, was sie tut. Und sie ist unschlagbar – das hat sie bewiesen!

Viel Beachtung und Respekt hat sich Australiens Champion bereits bei ihrem 4. Rennen verdient, als sie beim Sprung aus der Startbox stolperte und sich dabei – wie später fest gestellt wurde – einen Muskel zerrte. Black Caviar hat sich jedoch nichts anmerken lassen und das Rennen trotzdem mit einer halben Pferdelänge Vorsprung gewonnen. Für ihr letztes Rennen, dass sie nur äußerst knapp gewann, wurde sie zum ersten Mal nach Übersee zu den »Diamond Jubilee Stakes« in England geschickt, um gegen die weltweit besten Sprinter anzutreten. Durch einen Fehler des Jockeys, Luke Nolan, wurde Black Caviar fast um ihren Sieg betrogen. Nach dem er mit ihr in Führung gegangen war, ließ er sie zu früh auslaufen und bemerkte zu spät, dass zwei andere Pferde zum Sprint anlegten und drauf an dran waren, das Duo auf den letzten Metern zu überholen. Dank der schnellen Reaktion des Pferdes auf die Hilfen des Jockeys, konnte die Wunder-Stute das Rennen »Black Caviar vers. England« in letzter Sekunde doch noch für sich entscheiden. Viele stellten sich die Frage: Was war los an diesem Tag mit dem australischen Champion? Man hatte auf einen glorreichen Sieg gehofft und erwartet, dass Black Caviar das mit links erledigt. Wie sich jedoch hinterher heraus stellte, hatte sie sich während des Rennens zwei Muskelzerrungen zugezogen und muss somit unter Schmerzen gelaufen sein. Um so heroischer erscheint den Australiern ihr Sieg in diesem internationalen Rennen! Es wurden jedoch auch Gerüchte über eine mögliche Pensionierung des Super-Stars laut. Black Caviar bekommt jetzt erstmals ein paar Monate Pause und dann wird weiter entschieden. Verdient hätte sie’s allemal!

Ich persönlich bin zwar gegenüber dem Pferderennsport, der hier in Australien äußerst beliebst ist, eher skeptisch eingestellt, aber nach dem man Black Caviar in Action gesehen hat, fällt es schwer sich nicht für dieses wunderbare Pferd und dessen Leistung zu begeistern. Auch ihr Jockey, Luke Nolan, wird wegen seiner bedachten und sanften Art hoch geachtet, denn die Peitsche kommt bei ihm nur selten zum Einsatz und er strahlt mindestens so eine Gelassenheit aus, wie die Wunder-Stute selbst. Black Caviar ist in Australien ein absoluter Star und begeistert nach wie vor Millionen von Menschen. Sie ist so berühmt, dass ihr als einziges nicht menschliches Wesen eine Folge der australischen Doku-TV-Show »Australian Story« gewidmet wurde. Das Gejubel um dieses außergewöhnliche Rennpferd ist hochgradig ansteckend. Sogar die Queen hat es sich nicht nehmen lassen, dem berühmten Champion von Down Under die Nase zu tätscheln. Und auch ich muss zugeben – Black Caviar hat mein Herz berührt!

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Eingestellt von : Nina Fischer
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