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Anzac Biscuits

Was macht man, wenn man an einem verregneten Sonntag in Österreich sitzt? Man träumt vom schönen Wetter in Australien. Und da morgen einer der wichtigsten Feiertage im australischen Jahr ist – der Anzac Day – habe ich heute Anzac Biscuits gebacken, die traditionell um diese Jahreszeit gegessen werden. Das Rezept dazu stammt aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Die Legende besagt, dass die Kekse den Soldaten als Notration mit auf den Weg nach Europa gegeben wurden. Da sie weder gekühlt werden müssen, noch schnell verderben und einen hohen Energiegehalt haben, waren sie ideal dafür. Fakt ist jedoch, dass die sogenannten Anzac Biscuits wie wir sie heute kennen, es nicht bis an die Front geschafft haben, sondern hauptsächlich in Australien und Neuseeland gebacken wurden, um Spendengelder für den Krieg zu sammeln. Die Kekse, die die Soldaten tatsächlich mit auf den Weg bekamen, wurden »Anzac Tile« genannt. Anzac steht für Australian and New Zealand Army Corps und dass der Keks als tile bezeichnet wurde, hängt vielleicht damit zusammen, dass er steinhart war und sich so mancher daran die Zähne ausbiss. Das moderne Rezept der Anzac Biscuits wie wir sie heute kennen, gibt es hier:

Anzac Biscuits (12 Cookies)

150 g Haferflocken
100 g Kokosflocken
200 g Mehl
130 g Brauner Zucker
180 g Butter
4 EL Golden Syrup (alternativ kann z.B. Honig verwendet werden)
1 1/2 TL Backpulver

1. Ofen auf 160°C Heißluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
2. Haferflocken, Kokosflocken, Mehl, Zucker und Backpulver in einer Schüssel mischen.
3. Butter, Honig und 120 ml kaltes Wasser in einem Topf bei mittlerer Stufe unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist.
4. Alles miteinander vermischen und aus der Masse 12 kleine Kugeln formen und diese mit 10 cm Abstand zueinander auf dem Backblech verteilen (sechs Kekse passen auf ein Backblech). Die Kugeln mit der Hand flach drücken, bis sie noch ca. 1 cm dick sind.
5. Die Kekse nun 15–20 Minuten im Ofen backen, rausnehmen und abkühlen lassen. Wer weiche Kekse bevorzugt, verkürzt die Zeit im Ofen, wer sie lieber hart mag, lässt sie etwas länger drinnen.

Wer ganz traditionell sein will, der macht sich dazu einen gunfire coffee – ein schwarzer Kaffee mit einem Schuss Rum – der ebenfalls gern von den australischen und neuseeländischen Soldaten im Ersten Weltkrieg getrunken wurde.

Gutes Gelingen und no worries!

FOTO: NINA FISCHER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Aborigines – Zwischen Tradition und Moderne

Laut einer Statistik aus dem Jahre 2011 leben heute etwa 670.000 Aborigines in Australien, das entspricht ca. 3% der Gesamtbevölkerung. Im dünn besiedelten Northern Territory gehören knapp 30% der indigenen Bevölkerung an. Prozentual gesehen ist der Großteil der Aborigines jedoch in den Bundesstaaten New South Wales und Queensland angesiedelt.

Traditionen, Rituale und Bräuche sind vielfach verloren gegangen oder werden nur noch in abgelegenen Regionen, wie dem Northern Territory, praktiziert. Heute gehören 73% der Aborigines einer christlichen Konfession an. Trotz dieser Tatsache fühlen sich viele ihrem angestammten Land auf tiefe Weise verbunden und wollen nach ihrem Tod auch dort bestattet werden. Bei den meisten Stämmen ist es üblich, dass nach dem Tod nichts mehr von dem Verstorbenen weiter existieren darf, d.h. Kleidungsstücke und Wertgegenstände müssen vernichtet werden. Aus diesem Grund lassen sich traditionelle Aborigines nicht gerne fotografieren.

Probleme und Missstände
Die australischen Ureinwohner haben im Durchschnitt eine um elf Jahre niedrigere Lebenserwartung als die weiße Bevölkerung, gleichzeitig herrscht eine hohe Kindersterblichkeit. Viele Aborigines leben in sehr abgeschiedenen Gebieten und haben deshalb schlechten Zugang zu Bildung und Beschäftigung. Die Arbeitslosenrate ist drei Mal so hoch wie im Rest der Bevölkerung. Die Wohnsituation der Aborigines ist zumeist beengend, in manchen communities leben durchschnittlich 5,3 Personen in einem Haushalt (der australische Durchschnitt liegt bei 2,6 Personen). Auch Gesundheitsprobleme, die auf mangelnde Hygiene zurückzuführen sind, kommen bei den Aborigines häufiger vor, als bei der weißen Bevölkerung. Dazu zählen vor allem Fettleibigkeit aufgrund falscher Ernährung, Nierenleiden und Mittelohrentzündungen bei Kindern, die nicht selten zu einer lebenslangen Schwerhörigkeit führen können. Auch Drogen-, Alkoholmissbrauch und Gewalt in den Familienverbänden sind ein weit verbreitetes Problem, von dem die indigene Bevölkerung stark betroffen ist.

Der Alkohol und seine Auswirkungen
Die Ureinwohner, deren Organismus nicht an den Alkohol gewöhnt ist, können mit der Droge der Weißen nur schlecht umgehen. Durch die Alkoholprobleme innerhalb der communities wird auch Gewalt in der Familie immer häufiger. Aus einem Report von 2007, »Little Children Are Sacred«, geht hervor, dass Frauen und Kinder unter brutaler häuslicher Gewalt leiden – sowohl Misshandlungen als auch sexueller Missbrauch sind keine Seltenheit. 2008 ergaben ähnliche Befragungen, dass rund ein Viertel der indigenen Bevölkerung Opfer von Gewalt oder Gewaltandrohungen ist. Fast ein Drittel der Aborigines gaben weiters an, unter Depressionen zu leiden. Im Allgemeinen sind Aborigines 5 bis 6-mal häufiger Opfer von Gewalt, als der Rest der australischen Bevölkerung, Kinder sind sogar 7-mal häufiger von Gewalt betroffen.

Die australische Regierung unter Premierminister John Howard reagierte prompt mit drastischen Maßnahmen auf die schockierenden Berichte: Im Northern Territory wurde ein Verbot von Alkohol und Pornografie ausgerufen, Zwangsuntersuchungen für Kinder wurden eingeführt, die Polizeipräsenz in den communities verstärkt und ein Teil der Sozialhilfe in Lebensmittelgutscheine umgewandelt. Bis heute gibt es Kontroversen über diese Zwangsmaßnahmen – manche meinen, dass die Regierung viel zu lange weg geschaut hätte und noch viel früher eingreifen hätte müssen, andere lehnen diese Art der Bevormundung vehement ab. 2008 hat sich die Regierung unter Premierminister Kevin Rudd offiziell dazu verpflichtet, sich für die Chancengleichheit der indigenen Bevölkerung einzusetzen. Die Ziele der Kampagne »Closing The Gap« sind klar formuliert: Alle Missstände und Benachteiligungen die die indigene Bevölkerung in Australien betreffen, sollen innerhalb einer Generation bis zum Jahre 2031 beseitigt werden. Die soziale und medizinische Versorgung soll verbessert und der Zugang zu Bildung erleichtert werden.

Grundlegend unterschiedliche Rechtssysteme
Ein weiteres Problem in den communities der Aborigines ist der Umgang mit dem australischen Recht. Viele Stämme halten nach wie vor gerne an ihrem traditionellen Recht fest, dieses funktioniert jedoch grundlegend anders als das westliche Rechtssystem. Offiziell unterliegt die indigene Bevölkerung zwar auch dem australischen Gesetzbuch, inoffiziell sieht es in der Praxis aber oft noch anders aus. Nach dem traditionellen Rechtssystem der Aborigines wird eine Verurteilung immer einer körperlichen Bestrafung gleich gesetzt. Dies kann in einem schlimmen Fall schwere Körperverletzungen, eine Vergewaltigung oder sogar Hinrichtung bedeuten. Viele Sitten und Bräuche der Aborigines verstoßen gegen Menschenrechte und werden deshalb auch international stark kritisiert. Betritt z.B. eine Frau eine heilige Stätte, an der sich nur Männer aufhalten dürfen, so muss sie mit der Todesstrafe rechnen. Mädchen werden nach dem Einsetzen der Menstruation von ihren Vätern zwangsverheiratet. Diese Tatsachen stellen ein großes Hindernis für die Aborigines dar, um in Australien Chancengleichheit zu erreichen, da sie dafür ihr altes Recht endgültig ablegen müssten. 

Veränderung
Nur durch die Bereitwilligkeit zur Veränderung, haben die Aborigines eine Zukunft in der australischen Gesellschaft. Ebenso sieht es mit der Chancengleichheit aus, denn nur wenn sie bereit sind, gewisse Traditionen und Bräuche hinter sich zu lassen – dies betrifft in erster Linie das traditionelle Recht – können sie voll integriert werden. Dave Price, der ursprünglich aus England stammt, lebt mit seiner Aborigine-Frau Bess Price, die als politische Aktivistin in Australien bekannt ist, im Northern Territory und formuliert das so: »Wenn es keine Veränderungen gibt, wird es keine Lösungen geben und es wird keine Zukunft geben. Die Weißen werden Australien nicht verlassen, und die Aborigines wollen das auch gar nicht. Sie sind viel zu scharf auf die vielen Dinge, die wir mitgebracht haben. Nur nach unserem Gesetz wollen sie nicht leben.« Die indigene Bevölkerung muss sich öffnen und zulassen, dass über ihre Traditionen und ihr Recht diskutiert wird. Gleichzeitig muss ihnen die weiße Bevölkerung mit mehr Respekt und Verständnis begegnen. Viele Aborigines fühlen sich jedoch zwischen zwei Welten gefangen: Die Alte ist zusammen gebrochen und die Neue ist ihnen fremd. Auch die sozialen Strukturen sind nicht mehr intakt, die Ältesten, die das ganze Wissen haben, sterben, ohne dieses weiter gegeben zu haben. Die hohe Arbeitslosigkeit zusammen mit einer geringen Wertschätzung von Bildung verstärkt dieses Bild der Hoffnungslosigkeit.

Tradtitionelles Leben mit Sozialhilfe
Viele Aborigines sehnen sich wieder nach ihrem ursprünglichen Leben in Einklang mit der Natur. Seit den 80er Jahren gibt es immer mehr communities, die sich auf ihre zurück erhaltenen Landgebiete, die wie Reservate angelegt sind – teils der Öffentlichkeit zugänglich, teils nicht – zurückziehen. Sie leben dort in Eigenverantwortung fernab der westlichen Zivilisation, wo sie ihre alten Traditionen wieder neu aufleben lassen können. Viele communities haben auch den Schritt getan, ihre homelands zu alkoholfreien Zonen zu erklären. Der Staat muss jedoch für die Grundversorgung – Infrastruktur, Häuser, Strom, Schulen, Tankstellen, Krankenstationen etc. – aufkommen, denn auf moderne Errungenschaften wie Autos, Mobiltelefone und Internet möchten auch sie nicht mehr verzichten. Dies sorgt für Unmut in der australischen Bevölkerung, denn viele communities, die sich auf ihre homelands zurückgezogen haben, leben nach wie vor ausschließlich von Sozialhilfe. Sie führen zwar ein zufriedenes Leben in der Abgeschiedenheit, ein finanzielles Einkommen lässt sich in diesen Gebieten jedoch nur schwer erwirtschaften.

Tourismus als Chance
Viele communities sehen den Tourismus als Chance auf ein Einkommen und mehr Eigenständigkeit: Er ermöglicht es ihnen, ein traditionelles Leben auf ihrem eigenen Land zu führen und gleichzeitig mehr Verständnis für ihre Kultur zu wecken. Er bringt sie jedoch auch in einen Zwiespalt, denn hierfür müssen sie sowohl einen Teil ihrer Traditionen und Rituale, von denen viele streng geheim sind, offen legen, als auch heilige Plätze zugänglich machen, die aus traditioneller Sichtweise von Fremden nicht betreten werden dürfen. Nicht anders verhält es sich mit dem berühmten Felsen Uluru, der ebenfalls eine heilige Stätte der Aborigines darstellt. Das Besteigen des Berges führt daher immer wieder zu Auseinandersetzungen mit den ansässigen Aborigines. Der Tourismus ist also in vielerlei Hinsicht ein Kompromiss zwischen Tradition und Moderne, vielleicht auch eine Art Überleitung von einer alten in eine neue Welt.

Die Informationen zum zweiten Teil dieses Berichts stammen aus dem Buch »Aborigines gestern und heute« von Sabine und Burkhard Koch. Im ersten Teil ging es um Kultur und Geschichte der Aborigines.

No worries!

FOTO: APRIL PYLE/AI (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Aborigines – Kultur und Geschichte

Die Aborigines sind ein Nomadenvolk, das ursprünglich in großen Familienverbänden als Jäger und Sammler zusammenlebte. Die Ältesten bestimmen die Gesetze, die in ihrem Stamm praktiziert werden sollen, und treffen alle wichtigen Entscheidungen. Frauen hingegen haben nur einen geringen Stellenwert in der Gesellschaft. Die Aborigines können jedoch nicht als einheitliches Volk gesehen werden, da die vielen verschiedenen Stämme unterschiedliche Rituale, als auch unterschiedliche Sprachen und Dialekte verwenden. Heute werden in Australien von ursprünglich 250 noch 17 Sprachen aktiv gesprochen.

Die Ureinwohner Australiens folgen einer Naturreligion. Dreamtime ist die Bezeichnung für die Erschaffung der Welt und spielt eine zentrale Rolle in deren Kultur und Glaube. Jeder Stamm hat sein eigenes Gebiet und ist jeweils dafür verantwortlich, das Land vor Einflüssen von außen zu beschützen und zu bewahren. Die Aborigines glauben auch, dass von vielen heiligen Plätzen – wie z.B. dem berühmten Uluru – eine spirituelle Kraft ausgeht. Schriftliche Überlieferungen gibt es bei den Aborigines nicht, denn Werte und Traditionen werden ausschließlich mündlich weiter gegeben. Auch das Rechtssystem stellt eine Besonderheit dar. Bei den Aborigines gibt es z.B. kein persönliches Eigentum, daher existiert das Prinzip des Stehlens nicht, denn jeglicher Besitz wird gerecht auf alle Stammesmitglieder verteilt (was meines ist, ist auch deines). Ebenso wird in der Kultur der Aborigines mit Wissen anders umgegangen, als in der westlichen Kultur. Wissen war immer auf bestimmte Personenkreise, Geschlechter- oder Altersgruppen beschränkt. Viele Rituale sind geheim und heilige Stätte dürfen nur von bestimmten Personen betreten werden. Daher lässt sich das Recht auf Bildung und Wissen für alle nur sehr schwer mit den traditionellen Werten der Aborigines-Kultur vereinen.

Die Kunst – Felszeichnungen, Körperbemalung und heute auch Malereien – hatte immer einen besonderen Stellenwert in der Kultur der Aborigines. Sie diente dazu, mit den Ahnen zu kommunizieren und stellte auch eine Möglichkeit dar, spirituelle Werte an die jüngere Generation weiterzugeben. Das heute auf der ganzen Welt bekannte dot painting entstand erst in den 1970er Jahren: Lange Zeit war es den Aborigines streng verboten, Symbole aus der Traumzeit darzustellen. Durch das Malen mit Punkten ließen sich jedoch Motive verschleiern und die Aborigines entdeckten eine neue Möglichkeit, geheime Erzählung aus der Traumzeit für die Öffentlichkeit – in Form von Kunst – zugänglich zu machen. Auch Musik und Tanz spielen eine zentrale Rolle im Leben der Aborigines. Das berühmte Digeridoo, das heute vor allem im Tourismus sinnbildlich für Australien steht, wurde ursprünglich nur von den Stämmen im Norden des Landes verwendet und breitete sich erst in den 1950er Jahren über den Rest des Kontinents aus.

Mit der Besiedlung des letzten Kontinents prallten zwei grundlegend verschiedene Kulturen aufeinander. Die Kultur der Aborigines konnte sich über 40.000 Jahre hinweg isoliert entwickelt, ganz ohne Einflüsse von außen. Als Ende des 18. Jahrhunderts die ersten Sträflingssiedlungen in Australien entstanden, waren Konflikte mit der indigenen Bevölkerung vorprogrammiert. 100 Jahre lieferten sie sich gegenseitig Kämpfe um Land und Ressourcen. Der Konflikt eskalierte so weit, dass Aborigines von den Weißen gezielt gejagt und getötet wurden – nicht nur als Strafe, sondern auch zur Abschreckung. Das letzte große Massaker fand 1928 statt. Einzig die Missionare setzten sich während dieser Zeit für die Aborigines ein und gründeten Missionsstationen, die den Ureinwohnern Zuflucht boten. Die Bekehrung zum christlichen Glauben war jedoch oberstes Ziel und die Missionare waren rechtlicher Vormund der dort lebenden Aborigines. Gleichzeitig beschloss die australische Regierung die Zwangsverfrachtung der Ureinwohner in Reservate in abgelegene unfruchtbare Gebiete. Ende des 19. Jahrhundert, als es immer mehr Farmen gab, wurden viele Aborigines auch als Landarbeiter angeworben. Laut Gesetz musste ihnen jedoch nur ein Drittel des Lohns gezahlt werden, den ein Weißer zu jener Zeit erhielt.

Ab 1910 wurde auch die Assimilationspolitik der australischen Regierung, die heute unter der Bezeichnung Stolen Generations bekannt ist, vermehrt betrieben. Um die schwarze Rasse »auszuzüchten« wurden Aborigines-Kinder ihren Eltern weggenommen und in staatliche Einrichtungen gebracht. In diesen Erziehungsheimen sollten sie an die Lebensweise der Weißen angepasst werden. Zum Teil wurden die Kinder auch zur Adoption freigegeben oder von weißen Pflegefamilien aufgenommen. Durch diesen institutionellen Kindesraub, der bis in die 1960er Jahre noch weit verbreitet war, sind ganze Familien auseinander gerissen worden.

Ab 1940 wurden in einigen Bundesstaaten schließlich Bürgerrechte für Aborigines eingeführt. Sie mussten allerdings besondere Bedingungen erfüllen, um diese zu erlangen: Kontakt mit anderen Aborigines war verboten, sie mussten unter der weißen Bevölkerung leben und ihre Kultur aufgeben. Man musste sich also entscheiden und konnte nur entweder Aborigine oder Australier sein. Erst 1967 wurden deren Rechte durch eine Verfassungsänderung anerkannt. Bei einer Volksbefragung stimmten über 90% der Australier dafür, dass die Aborigines die vollen Bürgerrechte erhalten sollten. Von nun an durften sie an Wahlen teilnehmen, hatten das Recht auf gleichen Lohn und die Kinder bekamen Zugang zum Schulsystem. Seither erhalten Aborigines eine staatliche Sozialhilfe. Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, ist diese sowohl Segen als auch Fluch, denn mit den neu erlangten Rechten verfielen viele dem Alkohol und rutschten in die Dauerarbeitslosigkeit.

Erst vor gut 20 Jahren wurde dieses Kapitel der australischen Geschichte in der Öffentlichkeit aufgearbeitet. 1993 wurde von Seiten der Regierung offiziell der Native Title Act – dem Anspruch auf das traditionell angestammte Land – eingeführt. So wurden viele Gebiete Australiens, knapp die Hälfte der Fläche des Northern Territories (etwas 15% der Gesamtfläche Australiens) an die Aborigines zurückgegeben. Zwei Jahre später wurde eine staatliche Untersuchung unter dem Titel »Bringing Them Home« durchgeführt. Die erschreckende Wirklichkeit über den Leidensweg der Aborigines, die man bis dahin weitgehend geleugnet oder totgeschwiegen hatte, wurde so der ganzen Welt offen gelegt. Die Untersuchungskommission sprach sich in der Folge für eine Wiedergutmachung in Form eines Entschädigungsfonds, Unterstützung bei der Zusammenführung von Familien und einer öffentliche Entschuldigung aus. Auf letztere sollte die indigene Bevölkerung noch 13 weitere Jahre warten müssen. Nachdem sich der damalige Premierminister John Howard nicht nur weigerte, die Ergebnisse des Berichts anzuerkennen, sondern auch keine öffentliche Entschuldigung abgeben wollte, weil doch »viele Kinder mit dem Einverständnis der Eltern entfernt wurden und es schließlich um das Wohlergehen der Kinder ging«, brach in Australien eine Welle der Empörung aus – sowohl unter der schwarzen, als auch unter der weißen Bevölkerung. Der Druck der Öffentlichkeit konnte dem Premierminister jedoch nichts anhaben, erst als dieser sein Amt abtreten musste und Kevin Rudd von der Sozialdemokratischen Partei in die Regierung gewählt wurde, war es soweit: Am 13. Februar 2008 entschuldigte sich Australiens Premierminister für das Leid, dass den Aborigines zugefügt wurde. Damit sollte der Weg für eine neue Versöhnungspolitik endlich geebnet sein.

Die Informationen zum ersten Teil dieses Berichts stammen aus dem Buch »Aborigines gestern und heute« von Sabine und Burkhard Koch. Im zweiten Teil dieses Berichts über die Ureinwohner von Australien wird es um das Leben zwischen Tradition und Moderne gehen.

No worries!

FOTO: MICHAEL LOKE (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Kulturelle Vielfalt

Was ich an Australien so gerne mag, ist die kulturelle Vielfalt dieses Landes. Die vielen unterschiedlichen Menschen, die hier gemeinsam leben. Mir gefällt die Tatsache, dass ich in einem Land lebe, wo (zumindest bis zu einem gewissen Maße) jeder die gleiche Chance hat. Hier kann man täglich neue Menschen mit den unterschiedlichsten Migrationshintergründen, persönlichen Geschichten und kulturellen Werten und Traditionen treffen. Und sie alle sind gemeinsam Australien.

Unsere Nachbarn sind Einwanderer mit asiatischem Migrationshintergrund, die Nachbarn auf der anderen Seite sind so genannte »Anglo-Australier« (Abstämmige von Einwanderern aus England, Irland, Schottland oder Wales). Meine Arbeitskollegen haben italienische, malaysische und australisch-südafrikanische Wurzeln. Mein Volleyball-Team besteht aus einem bunt gemischten Haufen, der in erster oder zweiter Generation aus folgenden Ländern stammt: Philippinen, Indonesien, Irland, Südafrika, Brasilien, Mauritius u.a. Meine Surfkollegen sind anglo-australischer Herkunft, als auch Australier mit asiatischem und griechischem Migrationshintergrund. Die Freunde meines Freundes haben neben englischen Wurzeln auch italienische, chinesische und südafrikanische Wurzeln. Meine Freunde sind unter anderem deutscher, venezolanischer, finnischer, französischer, kanadischer und holländischer Nationalität zuzuordnen. Ich könnte die Liste so noch ewig fort führen.

Laut dem australischen Büro für Statistik (2011) sind zwar die meisten Australier hier geboren, trotzdem können sich über 75% der Bevölkerung mit dem Begriff »Australier mit Migrationshintergrund« identifizieren. Die meisten von ihnen haben Eltern oder Großeltern, die in einem anderen Land geboren wurden. Lediglich 2,5% der australischen Bevölkerung sind Nachkommen der Ureinwohner, während 43% zumindest ein Elternteil haben, das in einem anderen Land geboren wurde. Weitere 25% sind selber im Ausland geboren und als Migranten erster Generation zu bezeichnen. Der größte Anteil dieser Einwanderungsgruppe kommt aus England, Neuseeland, China und Indien. Das bedeutet auch, dass an die 16% der Bevölkerung dieses Landes aktiv eine andere Sprache praktiziert. Chinesisch, italienisch, arabisch und griechisch sind nach Englisch die meist gesprochen Sprachen in Australien.

Ich finde es schön, dass in Australien in allen Schichten und allen Jobs verschiedene Ethnizitäten zusammen kommen. Denn hier sind nicht alle Müllmänner, McDonalds-Angestellte oder Reinigungskräfte »Ausländer« aus niedrigen Schichten, die jene Jobs machen, die sonst keiner machen will. Klingt das nun allzu gut um wahr zu sein? Natürlich gibt es gerade auch in Australien, wo viele verschiedene Kulturen zusammen kommen, ernst zu nehmende Probleme mit Rassismus und sozialer Ungerechtigkeit. Als ich jedoch vor einer Weile auf einem Städte-Trip in den USA war, einem Land das ebenfalls von Multikulturalität geprägt ist, ist mir sofort aufgefallen, wie offensichtlich rassistisch soziale Ungerechtigkeit dort praktiziert wird: Ein Großteil der Menschen, die niedrige Tätigkeiten verrichten, sind afro-amerikanischer, hispanischer, arabischer oder asiatischer Herkunft. Da herrscht in Australien doch wirklich noch heile Welt dagegen.

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Australier: Ein kulturloses Volk?

Das ist die große Streitfrage, die immer wieder für interessante Diskussionen sorgt. Hat Australien überhaupt eine Kultur? Und wenn ja, was versteht man darunter? Kann eine Vielzahl an internationaler Küche als Kultur bezeichnet werden? Oder gar Musikfestivals und sportliche Events?

In Gesprächen mit anderen Auswanderern und Besuchern die nach Australien kommen, höre ich immer wieder ein und dasselbe. »Schön ist es in Australien! Aber richtige Kultur findet man hier halt nicht, das vermisse ich schon ein wenig.« Dieser Ausspruch bringt die Australier regelmäßig auf die Palme. Was bilden sich diese Ausländer ein, in unser geliebtes Land zu kommen und dann einfach zu behaupten, wir seien ein kulturloses Volk? Wird dann auch noch der vage Vergleich mit Amerika gezogen, ja dann hat man es sich endgültig verscherzt.

Was ist Kultur also? Es gibt viele verschiedene Ansätze zu diesem Begriff und hängt natürlich immer von der Betrachtungsweise ab. In unseren Augen ist Kultur wohl sehr eng verbunden mit Tradition und Geschichte. Kultur wird bestimmt durch ein gemeinsames Gedankengut, das uns durch eine gemeinsame Vergangenheit verbindet und somit unser Handeln in der Gegenwart prägt. Eine gute Beschreibung ist auch diese: »Der wesentliche Kern der Kultur besteht aus traditionellen (d.h. in der Geschichte begründeten und von ihr ausgewählten) Ideen und insbesondere ihren zugehörigen Werthaltungen.«

Jetzt ist es aber so, dass die Australier ein stolzes Volk sind und sehr viel wert auf ihre (in unseren Augen nicht vorhandene) Kultur legen. In diesem Artikel im Sydney Morning Herald wird aus Sicht eines Australiers beschrieben, was die Aussies unter Kultur verstehen: Musikfestivals, Filmfestivals, sportliche Events und den Australia Day, Australiens Nationalfeiertag. Die Liste klingt ganz so, als müsste sich der Verfasser gegen die Anschuldigungen der Rest der Welt, Australien sei ein kulturloses Volk, verteidigen. Dabei klammert er sich an jeden Strohhalm fest ... und geht trotzdem unter. Ist Kultur in den Augen der Australier gleich Entertainment?

Interessant sind auch die Kommentare zu dem Artikel. Zurecht kritisieren einige Leute treffend: »Australien ist eine kulturelle Wüste. Die einzig wirkliche Kultur kommt von den Aboriginals und diese wird weder akzeptiert noch anerkannt.« So scheint es, als herrsche ein grundlegendes Missverständnis, was die Definition des Begriffs Kultur betrifft. Wie aus dem Artikel hervor geht, verstehen die meisten Australier unter Kultur nämlich Festivals und Events, ganz gleich welcher Art. Punkt. Dann kommt da nichts mehr. Diesen weit umfassenden Begriff von Kultur als gemeinsames Gedankengut, Werte, Traditionen und Geschichte, die ein Volk verbinden, gibt es hier wohl nicht.

Manch ein Australier hat mir auf die Frage, was australische Kultur sei, geantwortet: »Der Australian Way of Life. An den Strand gehen, mit Freunden grillen, Footy schauen und ein paar Bierchen trinken – das ist unsere Kultur!« Andere wiederum sehen es etwas realistischer: »Unsere Kultur ist, dass wir kulturlos sind. Wir scheren uns nicht um solche Dinge. Und wenn wir doch mal ein bisschen Kultur brauchen, dann borgen wir diese von anderen Ländern.«

Und zu guter Letzt gibt es hier, ganz nach australischer Art, noch einen Witz zum Thema. Frage: Was ist der Unterschied zwischen Australiern und einem Jogurt? Antwort: Wenn man ein Jogurt zu lange in der Sonne stehen lässt, entwickelt es eine Kultur.

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Eingestellt von : Nina Fischer
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Der Kulturteil

Vor kurzem ist mir etwas Essentielles aufgefallen: In den australischen Nachrichten fehlt der Kulturteil. Es ist so offensichtlich, dass es seltsam ist, dass mir das nicht früher schon aufgefallen ist. Im Fernsehen bestehen die Nachrichten zumeist aus nationalen und internationalen News, von der Wirtschaft wird auch berichtet, dann kommt ein riesiger Teil Sport, das Wetter und die »Feel-Good-Story«. Letztere ist normalerweise ein Hund der verloren gegangen ist und wieder gefunden wurde. Oder das Comeback eines Sportlers nach einer Verletzung. Oder sonstiges unwichtiges Zeug, das viel zu wichtig genommen wird.

In den Zeitungen zeigt sich ein ähnliches Bild. National News, World, Business und Sport bietet der Australian in der gedruckten Ausgabe. Am Wochenende gibt es das Zusatzheft »Review«, wo unter vielem anderen auch ein bisschen über Kultur berichtet wird. Ähnlich schaut es beim Sydney Morning Herald aus. Im Daily Telegraph hat der Sportteil meistens 10-15 Seiten und davor gibt es gerade mal eine Seite »History« und eine Seite »Going Out«. Alles was man an Kultur findet, findet man dort.

Online bieten zumindest der Australian und der Sydney Morning Herald einen Kulturteil, dieser läuft unter »Entertainment« bzw. »Arts«. Es gibt schon viele Museen, Ausstellungen, Theater usw. hier, bloß bekommt man einfach nichts mit. Es wird viel zu wenig Werbung gemacht, nicht darüber in den Zeitungen berichtet. Immer hört man nur: Sport, Sport, Sport, Rugby, AFL, Cricket und Pferderennen. Irgendwie interessiert der Kulturteil wohl einfach keinen hier.

Die Australier haben oft die Ausrede, dass Sport auch Kultur sei und davon gäbe es hier ja wohl genug. Sie hätten halt ihre eigene Kultur und vielleicht nicht so, wie wir Europäer uns das vorstellen. Aber ist Sport wirklich Kultur? Und braucht man davon unbedingt so viel?

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Eingestellt von : Nina Fischer
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Tasmanien – Kultur und Geschichte

In Australien findet man Kultur und Geschichte meines Erachtens viel zu wenig. Wie vermisse ich manchmal einen Urlaub in Europa mit prachtvollen Kulissen, Architektur und Museen wo man nach Lust und Laune seine Wissbegierigkeit stillen kann! So was gibt es hier schon auch (wer sucht, der findet), aber Kultur und Geschichte werden zumeist eher versteckt oder vernachlässigt – auf keinen Fall jedoch groß angepriesen.

Da war ich äußerst erstaunt darüber, dass wir in Tasmanien anderes erlebt haben. Das MONA, Museum of Old and New Art, befindet sich in der Hauptstadt Hobart und gilt als eines der besten Museen in Australien. Man kann sich darin stundenland zwischen alter und moderner Kunst in den verschiedenen Stockwerken bewegen, hier ist für jeden etwas dabei. Das Gebäude selbst, dass in die Klippen der Küste hinein gearbeitet ist und sich auf der Anhöhe eines Weinguts befindet, ist allemal sehenswert. 

Auch befinden sich fünf der elf australischen »convict sites« (ehemalige Sträflingslager) die als Weltkulturerbe gelistet sind in Tasmanien. Darunter Port Arthur, wahrscheinlich der meist besuchte dieser Orte. Interessant ist die Tatsache, dass deren Bewohner nach der Schließung im Jahre 1877 die Zeit der Sträflingslager aus dem allgemeinen Gedächtnis ausradieren wollten. Man änderte sogar den Namen des Ortes kurzzeitig in Carnarvon und wollte einfach alles vergessen, was bis dahin geschehen war. Da sich aber bereits Ende des 19. Jahrhunderts viele Touristen auf den Weg machten, diese wichtige Kulturstätte zu besuchen, erkannten die Menschen in Port Arthur ziemlich schnell, dass man Geschichte nicht so einfach auslöschen kann. Die Leute die heute dort leben, scheinen stolz auf ihre Vergangenheit zu sein und darauf, dass sie ein Teil davon sind und ihr Wissen weitergeben können. Wie bitte? So was ist mir also in Sydney noch nicht passiert, dass da jemand gerne über die Zeiten der Sträflingslager spricht ...

Mit Staunen habe ich dann festgestellt, dass ich bereits eine andere dieser australischen »convict sites« besucht habe: Cockatoo Island – eine Insel im Hafen von Sydney. Schade, dass ich zwar dort war, aber gar nicht mitbekommen habe, dass ich mich an einem Ort mit so viel Geschichte und Vergangenheit befinde. Irgendwas machen die Australier hier also falsch ... Die Tasmanier sind wohl entweder etwas mehr an ihrem eigenen Erbe interessiert oder haben zumindest gemerkt, dass sich Touristen dafür interessieren und man damit Geld machen kann. Welchen Grund es auch haben mag, dass uns so viel Kultur und Geschichte in Tasmanien begegnet ist, es war jedenfalls die Reise wert.

Tasmanien wird von den meisten Australiern immer ein bisschen belächelt und auch von den Touristen gerne noch übersehen. Hobart sei mit seinen 210.000 Einwohnern ja nichts weiter als ein verschlafenes »country town«, sagt man. Die Kombination von alt und neu, Geschichte und Kultur spürt man jedoch in so machen Vierteln der Stadt und dass ab und zu eine kalte Brise weht und sich die Autofahrer nicht ganz so gehetzt durch den Verkehr bewegen, hat mich eigentlich auch nicht sonderlich gestört. Sollte ich jetzt noch erwähnen, dass der »Australia Day« in Hobart vergleichsweise ruhig verlief und zu meinem Erstaunen bei den Tasmaniern kaum Gefühle von Patriotismus und Nationalstolz aufgekommen sind? Kein Wunder, dass der Rest von Australien gar nicht nachvollziehen kann, dass Hobart im Lonely Planet unter den Top 10 Städten für 2013 gelistet ist – als einzige australische Stadt. Ich aber schon! Link zum Artikel 

No worries!

FOTO: NINA FISCHER
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Weinkultur

Australien ist vor allem für seinen guten Rotwein bekannt, während Neuseeland sich mehr auf Weißwein spezialisiert. Ich persönlich bin ein begeisterter Fan von australischem Wein und tue nichts lieber, als stundenlang im »bottleshop« herum zu stehen und mir die vielen verschiedenen Weine anzuschauen. In meiner Zeit hier habe ich viel über Wein und die australische Weinkultur gelernt. Ja – es gibt tatsächlich eine Weinkultur! 

In Australien sind vor allem die Rebsorten Shiraz und Cabernet Sauvignon weit verbreitet. Die bekanntesten Weinregionen befinden sich in Südaustralien und Victoria. Sehr beliebt sind aber auch das Hunter Valley in New South Wales und Margaret River in Westaustralien. Auch viele gute Cuvées aus verschiedenen Rebsorten, zumeist bestehend aus Shiraz, Cabernet Sauvignon und Merlot findet man hier. 

Eine Besonderheit die für viele Europäer noch sehr gewöhnungsbedürftig erscheinen mag, liegt darin, dass hier fast komplett auf den guten alten Korkverschluss verzichtet wird. Aber muss der Wein nicht atmen? Da sind die Australier jedenfalls anderer Meinung. Es geht auch ohne. Und wenn man den Wein nicht lagert, sondern bald trinkt, dann sollte das auch kein Problem darstellen. Dass ein Wein mit Drehverschluss in den Augen vieler Europäer als billiger Wein abgetan wird, von dieser Vorstellung haben sich die Australier schon lange gelöst. Angeblich ist der Umstieg auf »screw caps« hier ziemlich schmerzlos verlaufen. Die Importpreise und zunehmend schlechte Qualität des aus Portugal stammenden Korkens sollen der Auslöser dafür gewesen sein. Dass dieser zumindest in Europa jedoch kulturellen Stellenwert hat und man sich nur schlecht vorstellen kann, dass ein erstklassiger Wein auch ohne Korken auskommen kann, damit scheinen die Aussies absolut kein Problem zu haben.

Daher muss in Australien auch keiner mehr seine Rotweinflaschen waagrecht lagern. Den Korken soll man nicht austrocknen lassen, aber mit »screw cap« kann der Wein nun auch in senkrechter Position abgestellt werden. Trotz dieser Tatsache werden hier nach wie vor Weinregale für die waagrechte Lagerung verkauft. Von dieser Tradition können sich die Aussies wohl doch noch nicht ganz lösen.

Eine weitere Besonderheit an Australiens Weinkultur, die ich persönlich sehr schätze, ist die Experimentierfreudigkeit der Weinmacher. Hier werden zum Beispiel »sparkling wines«, auf Deutsch Sekt, aus den unterschiedlichsten Rebsorten hergestellt. Es gibt somit einen Rosé Sekt, einen Shiraz Sekt, einen Cabernet Sauvignon Sekt usw. Vor allem der »sparkling shiraz« ist in Australien sehr beliebt und kann in jedem »bottleshop« gekauft werden. Ich liebe diese herbe, trockene, geschmackvolle Variante zum herkömmlichen Sekt aus weißen Rebsorten. Weiters konnte ich hier schon Himbeer-Wein probieren, der auch wirklich zu 100% aus Himbeeren hergestellt wurde. Es gibt australische Varianten der Eisweine und unzählige verschiedene Dessertweine und Portweine, die hier ebenfalls sehr beliebt sind. Wer also seinen Australienurlaub plant und gerne Wein trinkt, der sollte sich den Besuch in einer Weinregion nicht entgehen lassen.

No worries!
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Triple J

Als ich aus Österreich weg gegangen bin, hab ich mich schon gefragt, welchen Radiosender ich in Zukunft hören soll. Ich bin ja eigentlich kein Mensch, der dauernd Musik hört. Weder brauche ich es unbedingt beim Arbeiten, noch trage ich ständig meinen iPod mit mir rum – aber ich liebe FM4 und das Radio während dem Autofahren aufzudrehen. Es gibt nichts besseres! Die australische Version von FM4 heißt Triple J. Ein alternativer Musiksender. Und da mir die alternative australische Musik besonders gut gefällt, trifft sich das super. Ich kann es also kaum erwarten, ins Auto zu steigen und Triple J anzumachen ... Danke, dass es dich gibt!

No worries!

FOTO: LAURANCE BARNES (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Treffen wir uns doch auf einen Kaffee

... das hab ich schon lang nicht mehr gehört! So etwas würde man in Australien nämlich niemals sagen. Hier trifft man sich auf ein Bier, man geht gemeinsam ins Pub, aber doch nicht auf einen Kaffee! Letzteres ist reserviert fürs geschäftliche – Bier hingegen trinkt man mit seinen Mates. Die Australier belächeln mich, wenn ich vorschlage, man könnte sich auf einen Kaffee treffen ... Das sind wohl die kleinen, aber feinen Unterschiede: Wir haben eine Kaffeekultur, die Australier haben eine Trinkkultur. Wart ihr schon mal in England? Wo man die ganzen Anzugs-Menschen nach der Arbeit in Scharen im Pub antrifft? So ungefähr kann man sich das vorstellen. Also wenn schon, dann schon. Saufen (bis zum Umfallen), das können die Aussies!

No worries!
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Das bessere Amerika

Ja, wie ist es nun, das Leben bei den Australiern ... ein bisschen wie in Amerika, oder eher wie in England? Die Australier selber geben gerne an, dass ihre Herkunft eindeutig britisch ist und sie mit den USA ja nicht so viel am Hut haben. Verglichen werden sie sowieso nicht gern. Und schon gar nicht mit den Amis!

Aber ... schaut man sich den Lebensstil an, dann ist dieser ganz klar vom amerikanischen geprägt. Der Humor wiederum ist am ehesten mit dem englischen zu vergleichen. Man ist hier jedoch schon etwas prüde und auf keinen Fall so offenherzig wie in Europa, denn in der Werbung wird wesentlich weniger nackte Haut gezeigt, als daheim. In manchen Dingen kommen mir die Ansichten der Australier auch fast noch etwas altmodisch vor, insbesondere was die Beziehung zwischen Mann und Frau angeht. Die Trinkkultur würde ich als eine Mischung zwischen der britischen Pubkultur und dem amerikanischen »saufen bis zum Umfallen« beschreiben. Die Esskultur ist wohl von den Engländern und den Amerikanern geprägt. Der tiefsitzende Patriotismus, die australischen Flaggen die man überall sieht und der Stolz auf das eigene Land erinnern mich dann aber doch wieder stark an Amerika. Auch ist Australien als Konsumgesellschaft den Amerikanern sehr ähnlich und die Menschen führen – aus Sicht eines Europäers – einen sehr verschwenderischen Lebensstil. Das Gesundheitssystem ist wesentlich demokratischer ausgelegt, als in Amerika, dafür ist der Staat in meinen Augen sehr viel kontrollierender, als in Europa.

Es war einmal ein Professor an einer australischen Uni, der den Unterschied zwischen amerikanischem und australischem Patriotismus demonstrieren wollte. Sein Ziel war es herauszufinden, wie sich ein Produkt in der Werbung erfolgreich durch das Symbol der Flagge vermarkten lässt. Dazu nahm er eine Flagge, hängte sich diese um die Schultern und blickte mit der Hand über der Stirn gespannt in den (fiktiven) Sonnenuntergang. Keiner war sonderlich beeindruckt. Also nahm er die Flagge von seinen Schulter und tat so, als würde er sich damit unauffällig den Hintern abwischen. Begeisterte Zurufe im Saal! Damit wollte er aufzeigen, dass sich die Amerikaner mit dem ersten Akt durchaus identifizieren hätten können, während der zweite als Beleidigung auf höchster Ebene verstanden worden wäre. Die Australier hingegen waren von der ersten Darstellung gelangweilt und würden sich eher von der grenzwertigen Verwendung der Flagge zum Kauf eines Produkts anregen lassen.

Ist Australien also doch irgendwie das bessere Amerika, wie so oft gesagt wird? Ein Amerika mit etwas mehr Humor? Oder einfach eine gute Mischung aus europäischen und amerikanischen Einflüssen?

No worries!
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Masterchef und Esskultur

Ich muss zugeben, ich bin ein Fan von GNTM. Sonst bin ich ja eher wählerisch was Casting Shows und Reality TV angeht. Aber seit neuestem bin ich ein absoluter Fan von »Masterchef Australia«, der beliebten australischen Kochshow, die im Finale jeweils bis zu 4 Mio. Zuschauer hat und damit zu den erfolgreichsten TV-Sendungen in Australien gehört.

Heimköche
Hhhmm ... irgendwie doch seltsam dass diese Show hier so beliebt ist, bei einem Volk dem es doch ganz klar an Esskultur mangelt. Wenn man bedenkt wie viele Menschen die Sendung verfolgen, dann müsste man doch auch annehmen, dass die Australier sehr viel bessere Heimköche sein müssten? Da lernt man so viel über Essen und Zutaten und kochen ... ja sogar Rezepte und Anleitungen bekommt man. Wie kommt es also, dass der Durchschnittsaustralier trotzdem keine Ahnung vom Kochen hat?

Ein ganz normaler Aussie lädt seine Freunde zum BBQ ein. Das ist ja einfach, das kann jeder. Zu einem besonderen Anlass gibt es »Roast Dinner« (was eigentlich nicht so besonders ist): Fleisch mit Bratensauce aus dem Päkchen und relativ lieblos zubereitetes ungewürztes Gemüse. Zum Frühstück isst man Vegemite-Toast, das geht auch ganz einfach und schnell. Olivenöl und Butter verwendet man nicht so gerne, weil das ja angeblich so ungesund ist. Und Brot isst man lieber weiß und weich, selbst wenn es Aufbackbrötchen sind, die eigentlich knusprig genau richtig wären. Auch muss man als Gast immer um Salz und Pfeffer bitten, denn das Essen wird bei den Australiern chronisch untergewürzt.

Chefköche
Trotz diesen mangelhaften Fähigkeiten der australischen Heimköche, ist gutes Essen hier doch irgendwie für viele wichtig. Gutes Essen bekommt man aber im Restaurant und muss auch saftig dafür bezahlen und dafür gibt man hier auch gerne Geld aus. Gerade in Sydney gibt es außerordentlich gute Küche und Hauben-Restaurants, die Chefs sind hier so eine Art Berühmtheiten, die im Rampenlicht stehen. Sie geben ihre eigenen Bücher heraus, treten in Kochshows auf und kommen ab und an mal aus der Küche um den Gästen die Hand zu schütteln. Ich könnte jetzt spontan vier oder fünf Chefs beim Namen oder deren Restaurant nennen. Mir fällt aber kein einziger österreichischer Chef ein.

Donna Hay ist auch so eine berühmte Persönlichkeit. Viele Australier lesen begeistert ihr Magazin oder haben zumindest ein Kochbuch daheim. Simpel und leicht zu machen – das ist die Basis für ihre Rezepte. Auch ich habe das ausprobiert und mich wieder darüber gewundert, wieso in Australien niemand kochen kann. Nach drei Rezepten, die super einfach und schnell zubereitet waren, hab ich das Donna Hay Kochbuch dann aber doch – mit Zustimmung meines Australiers – weg gelegt. Irgendwie hat es allen Gerichten an Würze gefehlt. Ist simpel also gleich geschmacklos?

Esskultur und Tischmanieren
Australien hat doch gar keine Esskultur, könnte man meinen. Ein bisschen wie die Amerikaner und ein bisschen wie die Engländer. Das gemeinsam essen ein soziales Ereignis ist, zu dem man sich Zeit lässt und das Menschen verbindet, dieses Konzept hat man hier noch nicht verstanden. Wie oft erlebe ich, dass Familien ins Café kommen und jeder kauert bei Totenstille über seinem iPad oder iPhone und wartet ungeduldig auf sein Essen. Da findet weder eine Unterhaltung noch eine Interaktion statt.

Wenn man irgendwo zum Essen eingeladen ist, was eh recht selten passiert, dann muss auch immer alles ganz schnell gehen. Natürlich schöpft man sich und fängt an zu essen, bevor überhaupt alle am Tisch sitzen. Ich werde immer wieder belächelt, weil ich mir den Teller nicht randvoll auflade. Ich möchte es langsam angehen und lieber später nochmals nachschöpfen. Da meinen die Australier, ich sollte doch mittlerweile wissen, dass später nichts mehr davon übrig ist! Dann wird also schnell, schnell gegessen, immer irgendwie mit dem Hintergedanken, dass meine Portion vielleicht doch zu klein war und später ja nichts übrig ist. Selbst beim Grillen ist es den Aussies wichtig, dass alles zur gleichen Zeit fertig ist und auf einmal gegessen werden kann. Zwischen Hauptgang und Dessert vergehen maximal fünf Minuten, länger geht keinesfalls, da werden die Australier ganz nervös, wenn der »Fluss an Essen« unterbrochen wird. Immer dieser Stress auch.

Von den Tischmanieren fange ich jetzt gar nicht erst an zu sprechen. Wen das interessiert, der sollte sich mal eine Folge von »Masterchef« anschauen. Sogar meinem Australier fällt auf, wie schrecklich die drei Herren essen und dass es ihnen doch eigentlich irgendwie peinlich sein müsste. Sie sind doch schließlich Köche und im Fernsehen und so. Aber nein, Australien ist ja das Land in dem es nur eine Regel am Tisch gibt: Und zwar keine!

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Kaffeekultur

Der beste Kaffee der Welt. Heute beschäftige ich mich ausschließlich mit einer positiven Seite Australiens. Kein Scherz. Auch kein Sarkasmus ... es gibt tatsächlich echt gute Dinge hier, die es verdient haben, erwähnt zu werden!

Und das ist Australiens Kaffeekultur. Gerade als Österreicher und vor allem als Wiener meint man ja immer, die Kaffeekultur erfunden zu haben. Dabei wissen die daheim doch gar nicht, was guter Kaffee überhaupt ist! Die Italiener wissen’s. Und die Australier auch. Und zwar geht das so ...

Guter Kaffee kommt nämlich nicht auf Knopfdruck aus der Maschine. Guter Kaffee braucht etwas mehr Zeit ... und wird mit Liebe von Hand zubereitet. Man verwende dazu frisch gemahlene Bohnen und echte Milch – weder H-Milch bitte, noch Kaffeesahne, noch Schlagsahne!

Und für alle daheim die immer schon mal von einem Kaffee mit (richtiger) Milch ohne Schokostreusel und ohne 4 cm Milchschaum geträumt haben, sich bis jetzt aber immer zwischen einem schwarzen Kaffee mit Sahne oder einem Cappuccino entscheiden mussten – es gibt diesen Kaffee tatsächlich. Und zwar hier in Australien: Der so genannte »Flat White«.

No worries!

FOTO: JEREMY KEITH (FLICKR)
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Australian Way of Life

Geiz ist geil? Ganz sicher nicht im Land Down Under.

Australien hat ja nicht gerade viel Kultur, an Bräuche wird sich nur sehr locker gehalten und eigene Traditionen gibt es kaum. Was also kann man unter dem australischen Lebensstil verstehen? Surfen, Strand, BBQs und einfach mal mit einem Bier in der Hand chillen. Ja, das können sie gut, die Australier. In einem sind sie aber auch Meister, und zwar im Geld ausgeben. Noch nie habe ich eine Kultur kennen gelernt, die im tagtäglichen Leben so gerne Geld ausgibt (außer vielleicht die Amis – aber psst, die Australier wollen auf keinen Fall mit denen verglichen werden!). Der Australian Lifestyle definiert sich also dadurch, dass man alles Geld das man verdient auch schwupps-die-wupps wieder ausgibt. Sparen – wie bitte? Das gehört hier nicht zur feinen Art. Diese besagt nämlich, dass ein sparsamer Mensch ein »tight-ass«, zu Deutsch Geizhals ist. Das wird von den Australiern mitunter sogar als unhöflich und unkameradschaftlich aufgefasst. Folglich ist es auch unglaublich schwer, als Nicht-Australier (und bewusst sparsamer Europäer) hier kein Geld auszugeben. Man möchte ja nicht immer gleich als Geizhals abgestempelt werden. Und schließlich soll man sich ja anpassen, wenn man in ein anderes Land zieht. Oder?

Nicht nur dass die Lebenshaltungskosten teuer sind und einem Auswanderer mitunter Zahnschmerzen verursachen, es ist auch der australische Lebensstil der dazu beiträgt, dass man irgendwie nie Geld hat. Australier halten nämlich nichts vom Sparen, man wird die Scheine hier so schnell wieder los, da kann man gar nicht schauen. Mit dem Geld locker umzugehen und großzügig Freunde und Bekannte auf eine Runde einzuladen (auch wenn da jemand eigentlich gar kein Getränk mehr haben will), gehört zum guten Ton. Lieber ein volles Glas auf dem Tisch, das keiner haben will (und für das man bezahlt hat), als ... ja als was eigentlich? Als unkameradschaftlich zu gelten? Und so beginnt der Teufelskreis. Der, der nämlich kein Getränk mehr wollte, will ja auch nicht schlecht dastehen, also ist es nun dessen Pflicht, die nächste Runde zu bezahlen – obwohl er eigentlich ja schon aufgehört hat zu trinken. Aber wenn der andere großzügig ist, dann ist das natürlich Aussie-Ehre selber auch großzügig zu sein. Schlecht für den eigenen Geldbeutel, gut für das Geschäft. 

Mit Freunden Essen gehen kann mitunter auch teuer kommen. Sich im Restaurant zu treffen ist ja eine Lieblings-Freizeitbeschäftigung der Australier – oder zumindest der Stadtmenschen. Da kann es dann schnell mal passieren, dass »die Gruppe« entscheidet ein Bankett-Menü zu bestellen. Kann man da jetzt sagen, aber eigentlich habe ich keinen großen Hunger und wollte nur was kleines essen? Nein, kann man natürlich nicht. Mitgehangen mitgefangen. Also auch Bankett-Menü. Alle trinken einen Cocktail? Gut, bestellt man halt auch einen. Die Rechnung kommt, 35 Dollar für das Essen und den Rest teilt man sich auf. 23 Dollar zusätzlich für Getränke? Da hat wohl jemand zwei oder drei Cocktails bestellt! Aber hey, no worries, wir wollen doch nicht knausrig sein. Also zahlt man halt Zähne knirschend seine 58 Dollar. Morgen ist schließlich ein neuer Tag, an dem man wieder neues Geld verdienen kann.

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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