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Bali – Traumziel der Australier

Die indonesische Insel Bali gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Australier. Im Jahr 2011/12 haben insgesamt 798.000 Australier Urlaub in Indonesien gemacht. Bali ist nicht nur eine wunderschöne Insel, die eine gewisse Spiritualität ausstrahlt, mit tollen Stränden und einzigartigen Unterkünften, sondern sie zeichnet sich auch durch die Herzlichkeit der hinduistischen Bevölkerung und deren Offenheit gegenüber fremden Kulturen aus. Einerseits strömen jedes Jahr Hunderttausende australische Touristen nach Bali und geben der Bevölkerung somit eine Lebensgrundlage, andererseits haben die beiden Staaten eine nicht ganz einfache Beziehung zueinander. Einmal ruft die indonesische Regierung zum Boykott gegen Australien auf, ein andermal macht das die australische. Gründe gibt es hierfür viele.

Die Australier haben einen schlechten Ruf in Indonesien, da manche Touristen milde gesagt »ihre Manieren in Australien lassen«, wenn sie auf der Trauminsel Urlaub machen. Es scheint, als fliegen viele jungen Leute in erster Linie nach Bali, um die Party ihres Lebens zu feiern: Trinken, Drogen nehmen, ohne Regeln und Gesetze leben und die balinesische Kultur generell mit den Füßen treten – so stellen sie sich ihren Urlaub vor. In der Folge führt dieses Verhalten auch zu Auseinandersetzungen auf politischer Ebene. Erst kürzlich hat der Fall der zwei australischen Drogenschmuggler Wellen geschlagen, die von der indonesischen Regierung hingerichtet wurden. Vergangenes Jahr hat ein australischer TV-Sender eine Dokuserie unter dem Titel »What really happens in Bali« veröffentlicht und was ich so gehört habe, ist es einigen Australiern überaus peinlich, wie sich ihre Landsleute im Ausland benehmen. Auch ich kenne Australier, die aus diesem Grund ihre Identität in Bali lieber nicht an die große Glocke hängen.

Bali hat sich für die Australier in der Vergangenheit auch als ziemlich tödlich erwiesen. Bei den Terroranschlägen in Kuta im Jahr 2002 kamen neben zahlreichen anderen Opfern auch 88 Australier ums Leben. Dies hat kurzfristig zu einem Einbruch im Tourismus geführt, der die Einwohner von Bali schwer getroffen hat. Drei Jahre dauerte es, bis sich die Zahl der Urlauber wieder stabilisierte. Laut Statistiken sterben pro Jahr an die 40 Australier in Indonesien, Verkehrsunfälle und natürliche Todesursachen machen die meisten Todesfälle aus. Die Zahl der inhaftierten australischen Staatsbürger in Indonesien – die meisten aufgrund von Drogendelikten – befindet sich im zweistelligen Bereich.

Trotz alledem lieben die Australier Bali, manche nennen die Insel sogar stolz ihre zweite Heimat. Der Flug dahin ist verhältnismäßig kurz, die Menschen sind herzlich und man kann günstig auf einer wunderschönen Insel Urlaub machen. Ein Artikel im Australian beschreibt sehr gut, warum die Liebe der Australier zu Bali so schnell nicht erlöschen wird.

No worries!

FOTO: NINA FISCHER
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Wo verbringen die Australier ihren Urlaub?

Die indonesische Insel Bali gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Australier. Im Jahr 2011/12 haben insgesamt 798.000 Australier Indonesien besucht. Allein Neuseeland kommt mit knapp einer Million Besucher noch besser bei den Aussies an, was jedoch auch daran liegen könnte, dass viele Auslandsneuseeländer ihrer alten Heimat regelmäßig einen Besuch abstatten. Weiters verbringen die Australier ihre Ferien gerne in den USA und Thailand. Laut einer Umfrage der australischen Regierung machen mehr als die Hälfte aller Auslandsreisenden Urlaub, 22% besuchen Freunde oder Familie und 18% sind rein geschäftlich unterwegs.

Top 10 Reiseziele der Australier:
  1. Neuseeland (14%) – 989.000 Besucher 
  2. Indonesien (11%) – 798.000 Besucher 
  3. USA (10%) – 739.000 Besucher 
  4. Thailand (8%) – 533.000 Besucher 
  5. Vereintes Königreich (6%) – 451.000 Besucher 
  6. China (5%) – 344.000 Besucher 
  7. Singapur (4%) – 276.000 Besucher 
  8. Fiji (4%) – 258.000 Besucher 
  9. Malaysia (3%) – 233.000 Besucher 
  10. Hong Kong (3%) – 220.000 Besucher
No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Australien ist einzigartig (teuer)

Australien ist teuer. Nicht nur für die, die hier leben, sondern auch für Touristen wird der Kontinent am Ende der Welt zusehends unerschwinglicher. Wenn man hier Urlaub macht, dann schon so, dass sich die lange Reise auch wirklich lohnt. Also braucht man viel Zeit und Geld. Der momentane Wechselkurs trägt zusätzlich noch das Seine dazu bei. Das war aber nicht immer so. Australien hatte einmal (vor langer Zeit) das Image des relativ billigen, gemütlichen Backpackerlands. Es verwundert also nicht, dass immer weniger Touristen aus den westlichen Ländern nach Australien kommen. Der Markt scheint sich zusehends Richtung Asien zu verschieben, vor allem die Besucherzahl aus China ist im letzten Jahrzehnt stetig angestiegen. Link zum Artikel

Aus diesem Grund muss sich die Tourismusbranche immer öfter ein und dieselbe Frage stellen: Was ist so einzigartig an Australien? Warum kommen Touristen nach Australien? Was wollen sie sehen? Was gibt es hier, das es sonst nirgendwo auf der Welt gibt? Ihr könnt die Antworten dazu selber finden ... Kängurus, Koalas und andere Wildtiere die es sonst nirgendwo gibt, die einzigartige Landschaft, Strände und Regenwald, Ayers Rock, Australiens Ureinwohner und die Klänge des Didgeridoos, das Great Barrier Reef, Sydney Opera House und Harbour Bridge. Damit hat es sich aber auch schon.

Das Problem dabei ist, dass genau diese Dinge von den meisten Ozzies verschmäht werden. Der ganz normale Durchschnittsaustralier war noch nie am Ayers Rock, interessiert sich nicht sonderlich für das Great Barrier Reef, sieht Kängurus nur als lästige Plage an, ist äußerst schlecht auf die Ureinwohner zu sprechen und nutzt am liebsten jede Chance, um den Urlaub außerhalb von Australien zu verbringen. Ein Journalist hat das Dilemma in einem Bericht gut beschrieben: »Leider ist man in Australien so bemüht darum, auf der Weltbühne als kultiviert und erwachsen angesehen zu werden, dass wir das, was unser Land ausmacht, gerne ignorieren und deshalb lieber unsere Cafés, unsere Kunstszene und Weingebiete anpreisen. Dies sind aber keine Gründe für Touristen, um nach Australien zu kommen.« Link zum Artikel

Nachdem die Einzigartigkeit Australiens geklärt wäre, sind da noch die hohen Preise, die dem Tourismus auf die Dauer sicher auch nicht gut tun können. Auf den Punkt gebracht ist Australiens Preis-Leistungsverhältnis für jemanden der europäische Standards gewöhnt ist, einfach grottenschlecht. Für 120 Dollar die Nacht kann man ein super gutes oder nur ein mittelmäßiges, leicht angestaubtes Hotelzimmer mit alten Möbeln, Spannteppich und einem lausigen »all-inclusive breakfast« bekommen – die Liebe zum Detail sollte man gar nicht erst versuchen zu finden. Zum Stichwort »customer service« gäbe es an dieser Stelle ebenfalls einiges (negatives) zu berichten. Die Australier finden’s auch nicht okay ... das ist vielleicht auch der Grund dafür, warum »holidays abroad« bei den Ozzies so beliebt sind. Weshalb soll man sein hart verdientes Geld in diesem teuren Land ausgeben, wenn man stattdessen etwas Besseres irgendwo in Asien haben kann? Einen aufschlussreichen Bericht eines Australiers zu diesem Thema gibt es hier: Link zum Artikel

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Eingestellt von : Nina Fischer
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Australier reisen gerne

... nur nicht in Australien! Immer wieder begegne ich Australiern, die mich nach meiner Herkunft fragen und dann zu meinem Erstaunen erwidern, dass sie bereits einmal in Österreich auf Urlaub waren. Das ist echt absolut keine Seltenheit. Australier reisen prinzipiell gerne, sind durch die Nähe und die billigen Preise oft in Asien unterwegs, aber auch in Europa trifft man sie an. Jedem Aussie ist beispielsweise das Oktoberfest ein Begriff oder »Sound of Music« oder die Schweizer Alpen, jeder will einmal im Leben nach Italien oder Spanien, nach Paris und London. Aber in Australien reisen ...?

Man kann ausführliche und lange Gespräche mit den Australiern über das reisen »abroad« führen, wie man hier alles nennt, was sich nicht in Australien befindet. Das eigene Land kennen die meisten aber kaum. Da denkt man doch, das ist bei uns auch nicht anders, da erkundet man erstmals auch andere Länder, bevor man sich der eigenen Heimat widmet. Aber Australien ist sooooo groß, ein riesiger Kontinent auf dem es doch wirklich genug zu sehen gibt – auch für Aussies!

Wenn man hier als Backpacker unterwegs ist, trifft man sehr viele verschiedene Nationalitäten an. Viele Engländer und Iren, Amerikaner, Kanadier, einige Asiaten und allgemein sehr viele Europäer. Einen Australier auf einer Tour anzutreffen, ist jedoch immer die Ausnahme, wie auch dieser lustige Erfahrungsbericht bestätigen kann. Die wenigsten Australier, die ich hier kennen gelernt habe, haben schon mal den Ayers Rock gesehen. Oder waren auf Fraser Island oder segeln in den Whitsundays.

Auf meine Frage, wieso sich die Aussies nicht fürs Reisen in Australien interessieren, beschuldigen viele die teuren Preise hier. Eine Woche in Australien oder einen Monat in Thailand? Da doch lieber nach Thailand! Andere meinen achselzuckend, es gäbe nunmal viel interessantere Dinge auf dieser Welt zu sehen, als irgendwelche Naturschauplätze in Australien. Da muss ich die Stirn runzeln – die wissen wohl gar nicht, wie schön ihr Land eigentlich ist! Wie viele Naturwunder es hier gibt, die man sonst nirgends anders auf der Welt erleben kann! Oft übersieht man wohl einfach das, was direkt vor der eigenen Haustüre liegt.

No worries!

FOTO: JOAKIM WAHLANDER (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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There’s Nothing like Australia

Wieviel kostet es wohl, um Australien so richtig gut aussehen zu lassen? So ungefähr 4 Mio. Dollar. Das hat nämlich die letzte Tourismus-Kampagne, die seit 2010 hier läuft, gekostet. »There's Nothing like Australia« zeigt uns in träumerischen Tönen, die Creme de la Creme von Australien und was man auf keinen Fall verpassen sollte. Lust?

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Eingestellt von : Nina Fischer
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