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Best Olympic games ever!

Die olympischen Spiele haben begonnen. Die Australier freuen sich darüber. Das gibt ihnen nämlich die Möglichkeit, bei jeder Gelegenheit zu erwähnen, dass Sydney im Jahre 2000 die »best Olympics ever« veranstaltet hat! Das kann keiner schlagen! Und England schon gar nicht.

Manchmal kommt es mir so vor, als würden sich die Australier nur aus diesem einen Grund für die Spiele interessieren. Damit sie prahlen können, wie gut sie doch sind. Und am Ende beruhigt mit dem Gedanken ins Bett gehen können, dass sie noch immer die besten sind.

Ist es nun also wahr? Da ich selber die Spiele eigentlich nicht verfolge, kann ich das nur schwer beurteilen. Hatte Sydney wirklich die besten olympischen Spiele, die es je gab?

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Australien in den Augen anderer

Vor kurzem war ein interessanter Artikel in einer australischen Tageszeitung zu lesen. Der Titel »Touristen verlieren das Vertrauen in die arroganten Aussies« weist schon darauf hin, um was es geht. Australien aus der Sicht anderer. Laut einer Umfrage halten die Australier sich selber für ein raues, aber auch humorvolles, unbeschwertes und gemütliches Volk. Auf einer Konferenz für Tourismus wurde jedoch kürzlich bekannt gegeben, dass der Rest der Welt da anderer Meinung ist. Australier seien unzuverlässig, unseriös und nicht gerade hilfsbereit.

Die Briten finden, dass Australien zwar eine charmante und unabhängige Nation ist – halten die Aussies aber gleichzeitig für absolut unzuverlässig. In den Augen der Chinesen sind sie zwar sehr modisch und elegant, aber nicht gerade hilfsbereit. Die Amerikaner sehen in ihnen ein wildes sorgenfreies Volk, das für mangelnde Qualität und ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis steht. Und aus Sicht der Inder sind die Aussies einfach nur arrogant.

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Christmas in July

Bald ist es soweit! Weihnachten steht wieder vor der Tür. Die Australier feiern hier nämlich zwei Mal im Jahr den Santa Claus – einmal im Dezember und einmal im Juli. Einmal in der brütenden Hitze des Sommers und einmal im Winter ...

Woher diese Tradition kommt und wer sie eingeführt hat, ist nicht ganz klar. Es scheint jedoch, als hätte ein europäischer Auswanderer die winterliche Weihnachtsstimmung der nördlichen Hemisphäre vermisst. Offensichtlich hat er damit einen Nerv getroffen und hier begeisterte Anhänger gefunden, denn die Aussies schlagen auch nur allzu ungern einen Grund zum Feiern aus. Und was gibt es schöneres, als mit der Familie zusammen zu sitzen, sich gemütlich am Ofen aufzuwärmen und gemeinsam ein »Roast Dinner« zu verspeisen? 

Die australische Identität scheint dabei keinen Konflikt darin zu sehen, sich Traditionen nach Belieben zurecht zu biegen, neue zu erfinden oder von anderen Ländern und Kulturen auszuborgen. Man will ja schließlich nur das Beste von allem. Warum also nicht auch Weihnachten im Juli feiern?

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Stadt, Land, Fluss

In Australien lebt man entweder auf dem Land oder in der Stadt. Dazwischen gibt es nicht viel ... oder besser gesagt gar nichts. Entweder lebt man in oder um eine der wenigen Großstädte oder irgendwo im Nirgendwo. Ich sorge daher regelmäßig mit der Aussage für Verwirrung, dass ich aus einer ländlichen Gegend stamme und eher »Country Girl« als Großstadtmensch bin. Die Australier verstehen hier nämlich was ganz anderes darunter, als wir das im dicht besiedelten Europa tun. Kommt man hier vom Lande, dann wohnt man tatsächlich irgendwo im Busch oder Hinterland, wo meilenweit keine Stadt zu sehen ist.

Das kommt auch daher, dass die Distanzen hier so unglaublich groß sind. Man kann stundenlang auf der Autobahn unterwegs sein und kommt trotzdem nicht aus dem Bundesstaat New South Wales raus. Eine Stadt begegnet einem auch lange Zeit keine. Nur Wildnis, hier ein Dorf und da ein Dorf – oder besser eine Häuseransammlung – und zwischendurch mal ein größeres Dorf. Wer auf dem Lande kulturell, historisch oder architektonisch etwas sehen will, der sucht meist vergeblich, denn Dörfer mit Charme oder Geschichte gibt es hier kaum.

Auch die Country Australier sind so ganz anders, als die schicken Großstadtmenschen in Sydney. Ist man sich nur letzteres gewohnt, dann bekommt man regelrecht einen Kulturschock. Auf dem Lande ist halt doch wieder alles ein bisschen anders ... da laufen die Leute gemütlich in Jogginganzug und Uggboots herum (den typisch australischen Schafffellstiefeln) und scheinen sich auch nicht groß um ihr Aussehen zu kümmern. So oder so ähnlich könnte man auch die Dörfer beschreiben.

Auf einer Zugfahrt entlang der Küste war ich auch erstaunt, wie viele dicke Menschen es im Vergleich zur Stadt gibt. Überall sieht man Leute mit einem Bier in der Hand oder einer Zigarette herum stehen, die sich in äußerst breitem australischem Akzent unterhalten. Da dachte ich, ich kenne und versteh die Aussies mittlerweile ganz gut – und hab mich in dem Fall aber doch getäuscht. Auf dem Lande findet man halt noch die richtig urigen Australier. Hier scheint alles einen Tick langsamer zu gehen. Man nimmt es noch gemütlicher als in der Stadt. Jedenfalls ist es immer wieder spannend, einen Ausflug aufs Land zu wagen, wo man dann doch eine ganze andere Seite von Australien kennen lernen kann.

No worries!

FOTO: MARK WASSELL (FLICKR)
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Eingestellt von : Nina Fischer
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Das bessere Amerika

Ja, wie ist es nun, das Leben bei den Australiern ... ein bisschen wie in Amerika, oder eher wie in England? Die Australier selber geben gerne an, dass ihre Herkunft eindeutig britisch ist und sie mit den USA ja nicht so viel am Hut haben. Verglichen werden sie sowieso nicht gern. Und schon gar nicht mit den Amis!

Aber ... schaut man sich den Lebensstil an, dann ist dieser ganz klar vom amerikanischen geprägt. Der Humor wiederum ist am ehesten mit dem englischen zu vergleichen. Man ist hier jedoch schon etwas prüde und auf keinen Fall so offenherzig wie in Europa, denn in der Werbung wird wesentlich weniger nackte Haut gezeigt, als daheim. In manchen Dingen kommen mir die Ansichten der Australier auch fast noch etwas altmodisch vor, insbesondere was die Beziehung zwischen Mann und Frau angeht. Die Trinkkultur würde ich als eine Mischung zwischen der britischen Pubkultur und dem amerikanischen »saufen bis zum Umfallen« beschreiben. Die Esskultur ist wohl von den Engländern und den Amerikanern geprägt. Der tiefsitzende Patriotismus, die australischen Flaggen die man überall sieht und der Stolz auf das eigene Land erinnern mich dann aber doch wieder stark an Amerika. Auch ist Australien als Konsumgesellschaft den Amerikanern sehr ähnlich und die Menschen führen – aus Sicht eines Europäers – einen sehr verschwenderischen Lebensstil. Das Gesundheitssystem ist wesentlich demokratischer ausgelegt, als in Amerika, dafür ist der Staat in meinen Augen sehr viel kontrollierender, als in Europa.

Es war einmal ein Professor an einer australischen Uni, der den Unterschied zwischen amerikanischem und australischem Patriotismus demonstrieren wollte. Sein Ziel war es herauszufinden, wie sich ein Produkt in der Werbung erfolgreich durch das Symbol der Flagge vermarkten lässt. Dazu nahm er eine Flagge, hängte sich diese um die Schultern und blickte mit der Hand über der Stirn gespannt in den (fiktiven) Sonnenuntergang. Keiner war sonderlich beeindruckt. Also nahm er die Flagge von seinen Schulter und tat so, als würde er sich damit unauffällig den Hintern abwischen. Begeisterte Zurufe im Saal! Damit wollte er aufzeigen, dass sich die Amerikaner mit dem ersten Akt durchaus identifizieren hätten können, während der zweite als Beleidigung auf höchster Ebene verstanden worden wäre. Die Australier hingegen waren von der ersten Darstellung gelangweilt und würden sich eher von der grenzwertigen Verwendung der Flagge zum Kauf eines Produkts anregen lassen.

Ist Australien also doch irgendwie das bessere Amerika, wie so oft gesagt wird? Ein Amerika mit etwas mehr Humor? Oder einfach eine gute Mischung aus europäischen und amerikanischen Einflüssen?

No worries!
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Eingestellt von : Nina Fischer
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